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Australien 9.11.-14.12.

Freuden und Leiden eines Touristen

Dass in Australien die Hochsaison und Hauptferienzeit noch nicht begonnen hat, spüren wir deutlich: Auf jedem Zeltplatz, den wir bisher angesteuert haben, hatte es Platz, und wir konnten sogar wählen, wohin wir unseren Camper stellen wollten. Die paar wenigen Touristen, die hier sind, sind ältere australische Ehepaare in ihren luxuriösen Wohnwagen, oder dann halt Europäer. Als wir kürzlich einer Dame am Empfang eines kleineren Zeltplatzes sagten, dass wir Europäer seien, nickte sie nur und sagte: «Das ist ja klar: Andere Leute kommen im Moment gar nicht.» Jemand anders sagte uns, dass ab Mitte Dezember, wenn die australischen Ferien beginnen, alle Zeltplätze ausgebucht seien (nun - bis dahin sind wir wieder weg.)

Aber andererseits geschieht halt dann das, was uns gestern passiert ist. In der Hoffnung auf eine ruhige Nacht bezogen wir einen schönen Platz, nur um zuzusehen, wie eine Stunde später ein Auto mit drei deutschen jungen Leuten ankam, welche mit lautem Gelächter ihre Zelte gleich neben unserem Camper aufstellten. Sie waren zwar nicht extrem laut, aber sie kochten um 22 Uhr ihr Abendessen und plauderten danach noch lange. Und wenn man als Schweizer jedes Wort der Nachbarn versteht, ob man will oder nicht, macht das nicht so Freude.

Was aus touristischer Sicht in Australien super ist: Immer wieder wird auf Strassenschildern auf sogenannte «Tourist Drives» hingewiesen, Nebenstrassen, die einen auf schönen Strecken abseits der Autobahn ans Ziel führen. Zweimal sind wir heute einem solchen Tourist Drive gefolgt und haben wunderschöne Strecken entdeckt, an Seen entlang und über langgezogene Brücken, an alten Farmhäusern und schönen Gärten vorbei. Auch werden Haltemöglichkeiten sehr gut angezeigt, und oft sind auch WCs vorhanden, die relativ sauber sind.

Die zweite Tageshälfte hat jedoch wiederum eine Anspannung gebracht, welche wir Touristen wohl weniger vertragen als die Einheimischen. Kurz nach Newcastle verdunkelte sich der Himmel, Rauch hing in der Luft und es wurde richtig dämmrig. Die Australier nahmen's gelassen, hatte man den Eindruck. Wir wurden eher nervös. Prompt: Die ersten zwei Zeltplätze, die wir aufsuchten, waren so in Rauch gehüllt, dass wir uns entschieden, noch weiter südlich zu fahren. Doch weil dies auf Grund des Verkehrs viel Zeit brauchte, kamen wir dort zum Teil schon zu spät an. An einem Ort war der Empfang geschlossen und ein Schild sagte knapp: Kein Stellplatz, wenn nicht im Voraus gebucht. Tja, so wurde es fast noch knapp, und wir fanden erst nach 18 Uhr dann endlich einen offenen «Holiday Park», dafür hatte es dort noch viiiiel Platz für Touristen!

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