Veröffentlicht: 26.03.2026
Huhu, schön, dass du dich hierher auf meinen kleinen Reiseblog verirrt hast und dich dafür interessierst! 🩷 Ich schreibe hier über unsere Abenteuer – und zwar über das Reisen mit meiner kleinen Familie.
Wir, das sind mein Partner Daniel und unsere gemeinsame Tochter. Zu zweit waren wir schon immer gern neugierig und abenteuerlustig unterwegs und haben die Welt erkundet. Seit 2025 reisen wir nun zu dritt – und über diese neuen Erlebnisse möchte ich hier ein bisschen berichten. ☀️
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Wir haben unsere neueste Reise angetreten und sind über Abu Dhabi nach Thailand geflogen. 🇹🇭
Unser erster Urlaub in Thailand hat uns so sehr gefallen, dass wir beschlossen, diese lange Reise nochmal auf uns zu nehmen und nochmal hinzufliegen.
Nach geplanten 2 Tagen Stopover in Abu Dhabi sind wir endlich sicher und glücklich in Bangkok angekommen.
Ursprünglich haben wir diese Reise schon geplant, bevor der Krieg mit dem Iran ausbrach. Bei so einer langen Anreise wollten wir dieses Mal mit unserer kleinen Maus eine Pause einbauen.
Dass ausgerechnet Abu Dhabi mitten im Krisengebiet liegen wird und betroffen von einem Krieg mit dem Iran ist, damit hätten wir niemals gerechnet.
Wir haben über Wochen versucht, umzubuchen und erfolglos unsere Airline kontaktiert. Als schließlich kurz vor Reisebeginn fest stand, dass unsere Flüge planmäßig stattfinden können, sind wir einerseits mit Vorfreude, andererseits mit mulmigem Gefühl aufgebrochen.
Für uns war klar, kein Sightseeing in Abu Dhabi und keine Touristenorte besuchen.
Wir wollten möglichst schnell und ohne Probleme weiterreisen. Als wir ankamen herrschte Alltag in Abu Dhabi, aber man spürte eine gewisse Anspannung unter den Menschen.
In der zweiten Nacht in unserem Hotel gab es einen Alarm auf dem Handy, der nach einem dumpfen, für uns nicht zu zuordnenden Knall irgendwo da draußen schnell wieder beendet war. Das war der erste Alarm. Den zweiten Alarm erlebten wir am Flughafen kurz vor unserem Sicherheits-Check-In. Plötzlich Alarm, überall piepten und vibrierten alle Handys. Abbruch aller Kontrollen und verlassen der riesigen Hallen.
Dann die freundliche Aufforderung, bitte in einen sicheren Bereich zu gehen. Und da standen wir also, sämtliche Menschen des Flughafens, Touristen sowie Mitarbeiter, Polizei und Männer in Militär-Uniform. Weg von den Fenstern und Dächern, alle im hinteren Bereich beisammen. Plötzlich schrie jemand vom Militär, keine Smartphones, keine Fotos & Videos, keine Anrufe! Wie eine Herde wurden wir in eine "Ecke" gescheucht und streng bewacht, ein sehr unangenehmes Gefühl. Sicherheit?!
Bei diesem Befehl traute ich mich nicht mal in Gedanken mein Smartphone anzufassen. Nicht mal auf die Uhr zu schauen.
Es vergingen Minuten und wieder hörte man draußen ein dumpfes, lautes Geräusch, wie schon in der Nacht zuvor. Es war ein komisches Gefühl, keine richtige Angst, nur die Hoffnung und Sehnsucht, dass alles einfach bald und schnell wieder vorbei ist.
Da wurde uns klar, ja, es herrscht zwar wieder Alltag in Abu Dhabi, Flieger fliegen usw., aber es ist ein anderes Verständnis von Alltag, kein Vergleich zu unserem "friedlichen" Alltag in Europa. Es ist ein Klarkommen mit der Situation, um wieder einem vermeintlich geordneten Alltag nachgehen zu können.
Wir wollten nur schnell weg, weit weg ins warme und sichere Thailand.
Den dritten Alarm erlebten wir schließlich auf der Startbahn. Alle waren bereit, der Flieger rollte zum Startfeld los. Plötzlich Alarm. Die letzten angeschalteten Smartphones der Passagiere im Flugzeug summten und vibrierten los. Wir wussten nicht, was jetzt passiert. Alle wieder raus? Oder einfach abwarten?
So saßen wir ahnungslos ca. 1 Stunde im Flieger bis es weiter ging. Vor uns stand ein Flugzeug und hinter uns mittlerweile vier weitere Flugzeuge in einer Warteschlange.
Als wir abheben konnten, war innerlich die Freude groß, endlich weg zu kommen.
Ja, man ist sicher in Abu Dhabi, aber wie stabil ist diese Sicherheit und was, wenn doch mal etwas passiert?
Für uns steht fest, dass würden wir nicht nochmal mitmachen, vor allem nicht mit unserer Tochter im Arm und unserer Verantwortung für sie.
Zum Glück sind wir jetzt in Bangkok angekommen und unser Urlaub kann starten.
Bis bald und Danke fürs Lesen. 🩷
Sonnige Grüße,
Ira
