Sophia on the road

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Where the attraction is magnetic - Magnetic Island / 04. - 07.11.2018

First Roller Ride on Seamus and Red BaronDie Horseshoe BayKoala gesichtet!Wie süß sind Wallabies eigentlich?Unsere kleine 8 Bett Hütte im Base HostelViews vom Anfang des Forts Walks

Nachdem wir am 04.11. erstmal 3 Stunden mit dem Bus nach Townsville gefahren sind, nahmen wir die Fähre nach Magnetic Island - die Überfahrt dauerte nur etwa 25 Minuten. Am ersten Tag machten wir noch nichts spannendes, außer unser krasses Luxushostel (abgesehen von dem scheiß WLAN hier) zu bestaunen - unser Zimmer war eine kleine 8 Bett Hütte mit Meerblick und der Pool war auch ganz cool. Man konnte hier sogar campen und das Gelände war unglaublich groß.
Was lustig war, war dass alle, die wir schon auf der Fähre und im Bus danach gesehen hatten auch mit in unsere Hütte kamen, 2 Schweizerinnen und 2 Franzosen - 2 Engländerinnen, die Zwillinge sind, hatten schon einen Tag vorher eingecheckt.

Am nächsten Tag machten wir uns zum Frühstück Eiertoast - in Ei getränktes Toast aus dem Sandwichmaker - und trafen anschließend wieder auf die beiden Engländer Ollie und Harry, die wir an dem Bierabend in Cairns in unserem Hostel kennengelernt hatten. Sie waren gerade beim Auschecken, sagten uns aber, dass ihr nächstes Ziel auch Airlie Beach sei, und dass wir uns bestimmt nochmal sehen würden, weil hier irgendwie eh jeder jeden verfolgen würde.
Danach waren wir verabredet mit einem Kumpel von Linni - Tim -, der auch zufällig gerade auf Magnetic Island war und wollten zusammen mit einem Bustagesticket die Insel etwas erkunden. Er war nur leider in einem Hostel am anderen Ende, also fuhren Linni und ich früh erstmal zu ihm hoch und wollten dann gemeinsam die verschiedenen Buchten und Wanderwege auf dem Weg runter sehen.

Unser erster Stopp war die Horseshoe Bay, an der wir in einem kleinen Abschnitt am Strand erstmal schwimmen waren, weil dort ein Netz gespannt war, um die gefährlichen Quallen abzuhalten. Von dort aus gab es einen felsigen Wanderweg - der mich sehr an den Weg im Forêt de Bonifato auf Korsika erinnerte - zur Radical Bay, die man nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichen kann. Es war sehr schön dort, aber wir sind wegen der immer schlimmer werdenden Hitze fast gestorben und entschieden uns danach, erstmal zu Tims Hostel zu laufen, um dort eine frühe Mittagspause mit Nudeln und neuen Wasserflaschen zu machen.

Danach fuhren wir mit dem Bus zum Anfang des Forts Walks, weil man dort wildlebende Koalas sehen könne (Magnetic Island ist der Ort mit den meisten wildlebenden Koalas) - wir sahen aber leider keine und mussten ihn auch schon nach den ersten hundert Metern abbrechen, da es in der Mittagshitze einfach zu heiß war, um die steilen Berge hinaufzuklettern. Wir bemerkten dabei auch, dass Linni und ich unsere Handtücher beim Mittagsessen liegen gelassen hatten, liefen den Weg also schnell wieder zurück, mit dem Plan, den nächsten Bus zurück zu nehmen. Wir verpassten den Bus aber knapp, und da der nächste erst in eineinhalb Stunden kommen sollte, starteten wir hier unseren ersten Trampversuch, der lange erfolglos blieb.

Überall auf der Insel fuhren kleine dachlose Barbiemobile herum, da man diese hier günstig mieten konnte. Leider erst ab 21, sonst hätten wir das auch gemacht, weil die einfach voll stylisch aussehen. Wir waren auch ein wenig traurig gewesen, als wir erfahren hatten, dass wir mit 18 noch keins mieten durften, also haben wir uns umso mehr gefreut, als uns schließlich ein nettes älteres Pärchen aus Brisbane in ihrem Barbiemobil mitnahm. Tim musste leider am Forts Walk warten, weil es nur 4 Sitzer waren, was etwas schlecht geplant war, aber schließlich alles gut klappte, denn nachdem wir unsere Handtücher eingesammelt hatten, nahm uns ein anderes Barbiemobil wieder in die Richtung mit, aus der wir gekommen waren. Wir hatten es also geschafft, in sogar 2 Barbiemobilen mitzufahren, ohne 21 zu sein und eins gemietet zu haben, was wir cool fanden.

Anschließend ging es weiter nach unten zur Alma Bay, in dessen Schatten unter ein paar Palmen wir erstmal unsere Handtücher ausbreiteten und mit Musik etwas die Augen zumachen - hier durfte man leider nicht baden, bis eine kleine Truppe von spindeldünnen ca 9 bis 13 - jährigen Jungs und Mädchen in blauen Neos mit pinken Shirts darüber und Schwimmkappen zu ihrem Rettungsschwimmertraining angetanzt kamen. Wir beobachteten die lustige Gruppe eine Weile, bis wir einige Meter zur Geoffrey Bay liefen, wo es wildlebende Wallabies gab. Es waren schon einige Leute da, die die kleinen süßen Tierchen mit Bananen, Karotten und Pellets fütterten, wir hatten uns auch extra vorher etwas Futter gekauft. Wir sahen erstaunlich viele Wallabies, die aber viel kleiner und unzutraulicher waren, als die, die wir schon im Regenwald im Gehege füttern durften.

Danach trennten wir uns und fuhren in entgegengesetzte Richtungen zurück zu unseren Hostels, es war schon dämmrig als wir dort ankamen.
Wir wollten an diesem Abend unseren free Dinner Coupon einlösen - ich bestellte mir eine Barbeque Pizza, die so mega lecker geschmeckt hat! Die zwei Zwillinge aus unserer Hütte gesellten sich auch noch zu uns und wir quatschten noch eine Weile, bis ich dann abends im Bett noch einen Film auf Netflix anfing, den ich in Deutschland heruntergeladen hatte - S.H.I.T die Highschool GMBH. 

Am nächsten Tag mieteten wir uns zwei Roller, einen roten für Linni und einen hellblauen für mich, um insgesamt flexibler zu sein und auch, weil wir den Linksverkehr mal hautnah erfahren wollten und wenn nicht mit einem Auto, dann halt so.

Wir fuhren zuerst nochmal zur Horseshoe Bay, um uns den Strand nochmal anzusehen. Es machte so viel Spaß auf dem Roller, obwohl man echt sehr bei den ständigen Steigungen in der Fahrbahn mit den gerade mal 50 km/h, die man fahren konnte, abkrüppelte. Eine gute Sache war auch, dass einen die Monsterbremsen hier bei dem Fahrtwind nicht beißen konnten - jeder den man hier trifft, hat mindestens ein paar dieser Bisse an den Beinen.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Wallaby Road, weil dort ein geheimer Koala Platz sein sollte, wo man auf jeden Fall mehr Koalas sieht, als auf dem populäreren Forts Walk, den wir gestern schon angefangen hatten. Wir hatten sofort Glück und konnten schon einen großen schlafenden Koala von der Straße aus sehen, was echt sehr beeindruckend war. Es waren nur noch ein paar andere Leute da, und die Stimmung war so toll, denn jeder flüsterte den anderen zu, wo sich die Koalas in den Bäumen befanden und alle waren so leise wie möglich beim Herumlaufen.
Am Ende konnten Linni und ich sogar ein paar Bilder mit einem Koala machen und haben sogar 2 Baby Koalas gesehen - einen ganz weit oben im Baum und einen, der sich fest an seine Mama krallte.

Danach fuhren wir nochmal in die Alma Bay, bei der wir gestern auch schon waren, und dann zu den Wallabies, weil wir die einfach zu süß fanden - diesmal sahen wir sogar ein kleines Baby Wallaby im Beutel von seiner Mama, die wir mit der Hand füttern konnten.

Am Nachmittag waren wir dann noch in einer anderen Bucht namens Picnic Bay und auf dem Weg dorthin kamen wir an der Polizeiwache von Magnetic Island vorbei und wurden erstmal angehalten für einen Alkoholtest. Wir sahen wohl sehr verdächtig aus.

Angekommen, war in der Bucht gerade eine große Feier und es gab ziemlich coole Life Musik, wir hatten aber mit unseren Scootern nicht mehr so viel Zeit, also liefen wir nur einmal den großen Steg, der hier war, nach draußen aufs Meer hinaus und genossen die Aussicht auf das Meer und die Küstenstadt Townsville auf der anderen Seite des Wassers.

Nachdem wir unsere Tanks dann wieder voll gemacht haben (der billigste Tankstellenbesuch unseres Lebens - jeder von uns musste nur knapp 2$ bezahlen), gaben wir unsere Roller dann wieder ab und wurden zurück zum Base Hostel gefahren, wo wir Maresa und Tim wieder trafen - die beiden Deutschen, die jetzt irgendwie ungeplant in den letzten 3 Hostels gewesen waren, in denen wir auch wohnten.

Am Abend lernten wir auch unsere beiden neuen Mitbewohner in unserer Hütte kennen - auch zwei Deutsche, aus Jena und Mainz - Hannes und Lea, die seit einer Woche zusammen unterwegs waren, weil Hannes kein Plan hat und Lea einfach alles für ihn mitorganisiert, weil sie zufällig gemeinsam einen Farmjob bekommen hatten. Hannes würden wir dann vielleicht um die Silvesterzeit in Sydney wiedertreffen. Mit den beiden und einer anderen Österreicherin setzten wir uns dann abends noch auf die Bänke vor der Bar, von denen man auch übers Meer schauen konnte und holten uns unseren leckeren kostenlosen Willkommensdrink ab, den wir die Tage vorher nicht geschafft hatten einzulösen. An dem Abend gab es auch lustige Spiele, die Barwars, bei denen sich viele der Teilnehmer zum Affen machten, was wir belustigt verfolgten. 

Am letzten halben Tag auf Magnetic Island machten wir uns wieder unser Eiertoast, wonach wir uns von allen verabschiedeten - außer von den beiden Franzosen aus unserem Zimmer, denn die würden, wie wir den Tag zuvor erfahren hatten, auch mit dem Premierbus nach Airlie Beach reisen und sogar im selben Hostel wohnen, dem Airlie Beach Magnums. Es ist krass, wie groß die Backpacker Bewegung in Australien ist. Man ist echt nie allein und trifft Gleichgesinnte und verfolgt sich dann gegenseitig.

Von der Fähre zurück nach Townsville sahen wir dann zum Abschluss noch 2 Delfine, die sich in das Hafengebiet verirrt hatten, aber wieder zurück auf dem Weg ins offene Meer waren. Der weitere Weg zu unserem nächsten Stopp wird noch aus 3 einhalb Stunden Busfahrt bestehen.


Song of the day(s): Wonderwall von Oasis, weil wir das beim Wandern gehört hatten und es mir dann nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist.

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