horsewithnoname
horsewithnoname
vakantio.de/horsewithnoname
Zuletzt in Taxkurgan

Bariloche

Veröffentlicht: 15.02.2025

Sehenswert
Bariloche
Bariloche, Argentina
Attraktion
Cerro Otto
Bariloche, Argentina
Sehenswert
Lago Nahuel Huapi
Bariloche, Argentina
Park
Naturpark Laolao
Bariloche, Argentina
So schön Patagoniens Landschaft ist - da das Drumherum (Preise, Essensqualität, Unterkünfte) für uns nicht ganz stimmig war, beschlossen wir die Reise in dieser Gegend etwas abzukürzen und machten einen großen Sprung auf der Landkarte nach Bariloche in Nordpatagonien, immerhin ca 1400 km entfernt. Der Bus war astronomisch teuer (Preis doppelt so teuer wie laut Internetrecherche, und das war schon viel), aber immer noch viel günstiger und einfacher als wieder zum nächsten Flughafen zu eiern und zu fliegen. Schneller wohl nicht, wie sich rausstellte. Denn nach kurzer Fahrt bog der Bus plötzlich Richtung Süden ab - es gab wohl einen Straßenrutsch auf einem kleinen Abschnitt auf der Strecke. Diese Tatsache wurde leider nur auf Nachfragen kommuniziert, so wie wir das schon öfter hier erlebt haben. Das hatte zur Folge, dass wir einen Umweg von 600 km fahren mussten, und auf weiten Strecken fast im Schritttempo weil die Straßen in so schlechtem Zustand waren. Wir wussten gar nicht, dass Hintern so plattgesessen sein können! Aber die Landschaft war sehr schön und wir haben die Fahrt weitestgehend genossen.
Nun waren wir also in Bariloche, der Schweiz Argentiniens. Eine Stimmung wie in Disneyland trifft teure Schokolade und Fondue, denen man die schlechtere Qualität im Gegensatz zum Original schon ansieht, gepaart mit Matroschkapuppen?! Dies in Kombination mit nachgeahmter Schweizer oder Tiroler Alpenarchitektur und einer sehr deutschen Vergangenheit (auch Nazis fühlten sich hier sehr wohl und feierten noch weit über den zweiten Weltkrieg hinaus Hitlers Geburtstag, und es gibt wilde Verschwörungstheorien dass eben dieser sich hierhin abgesetzt haben soll) verleiht einen faden Beigeschmack, während man rohen unbehandelten Weißkohl („Schweizer Spezialität“??!!) mit einem Topf Mayonaise zu sich nimmt. Alles in allem ist hier alles sehr durchkommerzialisiert und es ist erschreckend, mit welchen Konzepten manLeuten das Geld aus der Tasche ziehen kann.Die Landschaft, am Lago Nahuel Huapi, erinnert allerdings wirklich an die Schweiz und ist ganz zauberhaft.Zu Ehren von Freddys Vater stiegen wir auf  den Cerro Otto. Oben angekommen, wollte man allerdings für die letzten Meter noch 25 Euro pro Person haben, um ein paar Meter mit einer Kurzeisenbahn zu fahren und auf die Aussichtsplattform zu kommen. Ein Halligalli da oben! Dieses Treiben ließen wir links liegen und liefen zum Nachbargipfel - genauso tolle Aussicht und viel Ruhe!Außerdem sind wir noch zu einer Wanderung in den Naturpark Laolao aufgebrochen - hier ging es durch verwunschene Bambuswälder und der Ausblick war ähnlich schön.Dies sollte nun der letzte Ort in Argentinien sein, bevor es wieder nach Chile geht.Schön und merkwürdig war es, weiter gehts!

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
Zu zweit
Abseits der PfadeAbenteuerlich
  • Bariloche am Lago Nahuel Huapi
  • Aussicht vom Cerro Otto
  • Wanderung im Naturpark Laolao
  • lange und teure Busfahrt mit Umweg
NaturRoadtripTransitKulturAbenteuer
horsewithnonameFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten (2)

GBvor mehr als 1 Jahr
Als Bambusbeauftragter stachen mir die “Bambuswälder” in die Augen, war ich doch bislang davon ausgegangen, dass Bambus chinesischen Ursprungs und so typisch asiatisch ist, dass ich ihn sicher nicht im südlichen Amerika verortete. Nun, dafür gibt es das Bambus-Lexikon [https://www.bambus-lexikon.de/guadua.html], wo man erfährt, dass südamerikanische “Guadua” eine Gattung Bambus mit ca. 34 Arten sind (Hain bildend, keine Ausläufer, nicht essbar) und “Tarro” oder “Otate” genannt werden. Verbreitungsgebiet: Süd-Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nikaragua, Panama, Kolumbien, Äquador, Peru, Venezuela und Guayana. Höhe: bis 30 m. Halmstärke bis 20 cm, Zweige mit kräftigen Dornen, dicke und stabile Halmwandung, starke Behaarung an der Außenseite, die Innenseite ist dekorativ perlmuttglänzend. Die Härchen an der Außenseite können bei Berührung zu Rötungen und starker Juckreizung führen. Verwendung vor allem als Baumaterial, weshalb die Chinesen (obwohl doch die Sprossen gar nicht eßbar sind!) ihrerseits die stabilsten Arten seit 1995 in Guandong und Fujian eingeführt und kultiviert haben. Tja, so kann man sich irren. Egal: 竹報平安!

vor mehr als 1 Jahr
Wir waren auch überrascht, aber wenn man an Musikinstrumente denkt (Panflöte oder die Trutuka, die von den Mapuche hergestellt wurde), ist es eigentlich logisch dass Bambus auch hier wächst. Ich glaube aber, dass wir Chusquea culeou gesehen haben, zumindest ist diese Art für den Nationalpark Nahuel Huapi beschrieben.

Argentinien
Reiseberichte Argentinien