Key West Tour
Gestern Abend sind wir direkt eingeschlafen so kaputt waren wir. Heute Nacht waren Teile von uns nochmal wach. Aus der Küche hat es immer ein bisschen nach Gas gerochen....

Veröffentlicht: 18.07.2017


















Als der Wecker heute morgen klingelte, war ich der glückliche, der die 10 Minuten zum öffentlichen Parkplatz auf mich nehmen musste, um Geld in die Parkuhr zu stecken, damit wir nicht abgeschleppt werden.
Auf dem Rückweg kam dann leider der Anruf von Bob (Büroleiter der Delfintour), dass sie heute nicht statt finden kann, weil nachmittags nicht mehr genügend Teilnehmer da sind. In den letzten Tagen hatte ich schon öfter mit ihm telefonieren müssen, weil wir die Tour von uns aus schon hin und her geschoben haben, um den Mietwagen eigentlich nicht länger nehmen zu müssen als nötig. Nach einer kurzen Krisensitzung haben wir uns dann für die Variante entschieden heute die Bustour durch Miami zu machen, morgen dann einen neuen Mietwagen nehmen und zur Delfintour fahren. So hätten wir für Mittwoch auch gleich ein Transportmittel, um zum Flughafen zu kommen. Erst konnte er uns nicht zusagen, ob morgen die 1-Uhr Reise stattfindet. Es kam dann aber im laufe des Vormittages eine freudige Email, dass sie statt findet und er sich auf unsere Teilnahme morgen freut. Ein Problem weniger.
Die Bustour verläuft etwas südlicher als wir unser Apartment haben durch Miami Beach und so müssen wir das Auto umparken und von da noch etwas laufen, um den Bus dann erreichen zu können. Es ist heute so unerträglich heiß gewesen, obwohl es nur 31 Grad angezeigt hat. Aber es kam uns um einiges wärmer vor. Beim einsteigen und nach oben gehen ist mir durch den Wind meine Mütze davon geweht und nicht in den Bus sondern direkt auf den Bürgersteig der Bushaltestelle. Der Bus ist dann weiter gefahren und ich tief traurig um meine neue Cap. Da aber ein Wendepunkt kurz dahinter liegt und die Straße zurück gefahren werden muss hat ein älteres eherpaar die Cap aufgehoben und solange gewartet bis der Bus wieder da war. Er hat dann extra für mich kurz angehalten und der Begleiter ist über die 6 Spuren gelaufen zum abholen.Mein held und Retter. Wir haben dann trotzdem oben auf der Südroute richtung Innenstadt gesessen, waren danach aber komplett nass, weil wir so geschwitzt haben in der Sonne. Nach einer kurzen Erfrischung im Einkaufsparadies, welches offen gebaut wurde. In ganz Miami gibt es nur zwei richig geschlossene Einkaufszentren.Danach ging es dann weiter die Stadtroute durch Miami selbst im unteren Teil des Busses. Stationen waren unter anderem ein Naturkundemuseum mit Aquarium, eine Konzerthalle und so Kleinigkeiten. Am meisten gefallen hat uns sowohl das Künstlerviertel "Winwood", hier sind alle Häuser und Wände bunt bemalt - es bezahlen sogar Leute dafür hier malen zu dürfen, als auch die Fahrt durch Little Havanna - hier leben überwiegend Menschen, die von Kuba geflüchtet sind. Hier wird auch mehr Spanisch als Englisch gesprochen. Die Leute gehen auch davon aus, dass man spanisch spricht sollte man sich dort bewegen.
Nach der kompletten Route stand erstmal Mittagessen auf dem Programm. Auf eine Empfehlung und aus eigenem Interesse waren wir dann bei Hooters. Das amerikanische Konzept ist schnell erklärt - attraktive, mit großer Oberweite, nicht besonders Helle Kerzen auf der Torte, kellnern in sommerlicher einheitlicher Kleidung sehr fettiges und reichhaltiges Essen. Leider hatte Vanessa, vermutlich auch das Resultat aus den letzten Wochen, etwas Magenprobleme und so war der Besuch mit dem Essen auch schnell erledigt. Im Allgemeinen schaffen die Mädels es dort auch nicht den Laden richtig sauber zu halten. Wir waren schon etwas enttäuscht.
So ging es dann direkt mit der Südroute wieder zu unserem Auto und dann weiter nach Hause. Glücklicherweise gab es direkt vor dem Haus ein Parkplatz für uns. Das Auto bewegen wir da bis morgen nicht mehr weg. Jetzt stand erstmal duschen und ein kurzes Erholungsschläfchen auf dem Programm.
Gut Gelaunt ging es dann den kurzen Weg zum Strand hinunter. Nach einem warmen bad im Wasser und dem Faulenzen auf der Decke haben wir den Rettungsschwimmer etwas von Rochen sagen hören. Ich war mir aber nicht sicher, ob ich das richtig verstanden hatte. Es stand dann am Wasser ein aufgeregter junge mit seinem Vater. Wir konnten ein paar Worte Deutsch hören und sind dann gleich hingeflitzt. Und siehe da - ein Rochen tummelte sich im Wasser, wo wir eben noch geschwommen waren.
Wir kamen auch mit dem Vater ins Gespräch. Vorweg sagte er uns gleich, dass das Meer nachts gefährlich wird, weil die Fische dann aufwachen und sich bewegen. Er lebt seit 8 Jahren hier und sein Sohn ist sogar hier geboren. Der Sohn wächst mit 3 Sprachen auf. Deutsch, Englisch und Spanisch. Wir haben den Vater gleich mit Fragen gelöchert. Insbesondere zum aktuellen Präsidenten, zu Versicherungen in den USA, zu den Obdachlosen und zum Leben in Amerika. Er ist über ein paar Jahre in London dann nach Miami ausgewandert. Alles sehr interessant, man bekommt ja sonst nicht so viele Informationen auf einmal. Aber zurück zum Rochen - den hab ich dann noch ein bischen mit der Kamera verfolgt und sogar gut gefilmt.
Wir haben uns dann verabschiedet und er hat uns noch eine schöne Reise gewünscht. Eigentlich wollten wir dann gehen, neben uns wurde für eine Strandhochzeit aufgebaut und so haben wir auf die Braut gewartet und sind dann erst gegangen.
Mit einem Spaziergang zum Einkaufsladen in der Nähe haben wir vorher noch halt in einem kleinen Souverniershop gemacht. Im Kaufrausch gab es für jeden ein T-shirt und ein paar neue Flip-Flops. Bei unserem eigentlichen Ziel gab es dann für die Fahrt morgen nur noch Wasser und ein paar Süßigkeiten.
Zuhause angekommen haben wir es dann geschafft den Ofen in betrieb zu nehmen und selber Tortellini mit Tomaten-Basilikum-Sauce zu kochen. Lecker und endlich mal was anderes.
Morgen wird wieder ein anstrengender Tag, so geht es heute schnell ins Bett. Um halb 10 muss uns leider der Mustang verlassen. Kurz danach holen wir dann den neuen Mietwagen für unsere Tour nach Marco Island. Ob das alles so klappt....