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Zuletzt in Gemeinde Assling

1. und 2. Woche

Veröffentlicht: 07.09.2022

1. Etappe vom 20. bis 28. August 2022

Abfahrt um 10:40 in Liestal bei regnerischem Wetter. Fahrt via Mulhouse – Strassbourg -

Karlsruhe zum ersten Übernachtungshalt auf dem Camping Fuldawiese in Melsungen.

Am Sonntag Weiterfahrt auf der Autobahn in Richtung Hamburg. Dabei konnten wir wieder mal erfahren, wie Stau- und Kolonnenfahren in Deutschland geht, und das sogar an einem Sonntag, echt mühsam! Via Frankfurt – Kassel – Hamburg – Lübeck erreichen wir unser Ziel in Travemünde. Nach einem Stadt- und Hafenbummel fahren wir um 21:00 zum Fährterminal am Skandinavienkai und checken problemlos ein. Dann warten wir geduldig bis wir um 00:30 an Bord unserer riesigen Fähre, der FINNSTAR fahren können. Erstaunlich wenig Fahrzeuge und Passagiere, deshalb ist bereits um 01:30 Abfahrt in Richtung Helsinki, die Ausfahrt aus dem Hafen von Travemünde ist sehr eindrücklich. In einer gemütlichen Aussenkabine und an tagsüber an Bord vergeht die Zeit relativ rasch. 

Am Dienstag Morgen fahren wir pünktlich um 09:15 in den Fährhafen von Helsinki ein, zuvor passierte die Fähre die eindrücklichen Schären – Inseln vor Helsinki. Nach wenigen Minuten waren wir von Bord und fahren direkt zum Campingplatz Rastila knapp ausserhalb der Stadt, um 10:15 sind wir bereits auf unserem Platz. Einige hundert Meter neben dem Camping ist die Metro- resp. U-Bahnstation von wo wir unseren ersten Ausflug ins Stadtzentrum unternehmen. Wir besichtigen den Markt und die Markthalle sowie die Dom und weitere Sehenswürdigkeiten. Wir decken uns mit frischen Eierschwämmli fürs Nachtessen ein, diese werden wie fast alles auf dem Markt in Litern verkauft, und sind auch entsprechend teuer, als man dann allerdings für einen Bund Peterli 5 Euro verlangte, winkten wir dankend ab……… aber die Eierschwämmli waren sehr gut!!! Auch den zweiten Tag in Helsinki verbrachten wir mit allerlei Besichtigungen, unter anderem der eindrücklichen orthodoxen Kathedrale mit den goldenen Kuppeln. 

Am Donnerstag fahren wir weiter und geniessen die Fahrt bei warmen Sommerwetter durch eindrückliche Landschaften zwischen Seen hindurch, teilweise auch auf Naturstrassen. Unser heutiges Tagesziel ist Turku, wo wir etwas ausserhalb auf einer Halbinsel auf dem sehr schön gelegenen Camping Ruissalo für 2 Nächte Halt machen. Wir erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang in einer wiederum tollen Landschaft. Am Freitag wollten wir eigentlich mit den Velos nach Turku zur Stadtbesichtigung fahren, infolge des nichtauffindbaren Fahrradcomputers machten wir die Fahrt in die Stadt mit dem Bus, die Haltestelle befindet sich direkt auf dem Platz und der Bus fährt mitten in die Stadt Turku. Dort besichtigen wir den Dom (max. 1 Kirche pro Tag…) Dass Wetter ist etwas bedeckt und kühler, gegen Abend aber wieder wolkenlos! Am Samstag starten wir zu einer Rundreise durch den Turkuer Schärtengarten. Diese Route führt über verschiedene grössere und kleiner Schären-Inseln, die jeweils entweder mit Brücken oder mit kostenlosen, staatlichen gelben Fähren miteinander verbunden sind. Sehr eindrückliche Landschaften mit viel Wasser ringsum, die Fährpassagen klappen alle reibungslos, die Wartezeiten sind praktisch null. Wir machen Halt auf der Insel Houtskär und richten uns auf dem Camping Mossala ganz an der Nordspitze der Insel ein. Auf dem schön gelegenen Platz befinden sich nur sehr wenige Wohnmobile, gut eingerichtet mit Restaurant und sogar einer eigenen Sauna, welche nur für die Campinggäste bestimmt ist und das sogar noch kostenlos. 

Den Sonntag verbringen wir ruhig bei gelegentlichem ESAF Bericht und Wäsche waschen auf dem Platz, bevor die Reise morgen weitergeht, wiederum mit einer Fähre, die direkt vor dem Campingplatz startet und uns zur nächsten Insel Jniö.


2. Etappe vom 29.8. - 3.9.2022

Nach dem entspannnten Sonntag inklusive anstossen auf den neuen König Joel und abendlicher Sauna starten wir nach einer Nacht mit heftigem Regenschauern zur nächsten Etappe unserer Schäreninseln Rundreise. Um 10:15 fährt die Fähre direkt beim Camping-Platz zur Insel Jniö. Gerade mal 2 Fahrzeuge sind wir auf der windigen und kühlen Überfahrt. Nach Weiterfahrt mit 2 weiteren Fähren verpassen wir leider die dritte, die uns zurück aufs Festland bringen soll, so dass wir 3 Stunden bis um 14:45 warten müssen, bei Kaffee und Kuchen in einem kleinen Lokal geht das mühelos. Die Fähre bringt uns dann bei Heponiemi wieder aufs Festland zurück. Weiter geht die Fahrt via Uusikaupunki nach Rauma auf den Camping Poroholma. Abends Burgeressen auf einem alten Segelkahn im Hafen. 

Am Dienstag besichtigen wir die alte Innenstadt von Rauma, der 3. ältesten Stadt Finnlands. Im Kern hat es viele sehr schöne alte Holzhäuser inkl. dem Rathaus, man wähnt sich fast wie im wilden Westen, absolut sehenswert und wohl zu Recht als UNESCO Weltkulturerbe eingestuft. Die Kirche des heiligen Kreuzes ist sehr eindrücklich und schön anzuschauen. So haben wir heute unser Ziel, maximum 1 Kirche pro Tag anzuschauen, schon mal erreicht….Wir fahren nun quer durch herrliche Landschaften mit viel reifem Getreide, umfahren Tampere und kommen via Hämeenlinna und Lammi bis nach Sysmä im Gebiet der finnischen Seenplatte. Dabei fahren wir auf der schönsten Strasse Finnlands der Pulkkilanharju Landbrücke kurz vor unserem Tagesziel in Sysmä. Wirklich einmalig schöne Strecke mit links und rechts der Strasse direkt ein Seeufer. Zum Znacht gibt es (schon wieder….) frische Eierschwämmli!!! Abends müssen wir zum ersten Mal unser Heizöfeli im Camper in Betrieb nehmen, es wird doch schon recht kalt in der Nacht. Übrigens, good news: der Velocomputer für Esthis E-Bike ist wieder aufgetaucht…. die Ferien sind gerettet…..

Am Mittwoch verlassen wir Sysmä und fahren auf die Insel Päjiätsalo in den Nationalpark Päijänne und unternehmen eine schöne Rundwanderung zwischen Heidel- und Preiselbeeren zu einem hölzernen Aussichtsturm von dem man einen schönen Rundblick auf den Päijanne-See. Die Weirerfahrt führt uns an anzähligen kleinen und grösseren Seen entlang bis nach Mikkeli, der Hauptstadt Ost – Finnlands. Auf dem riesigen Camping-Platz sind wir die allereinzigen Gäste, deswegen auch kein Restaurant und so geöffnet, macht aber nichts, wir sind ja ausgerüstet mit Vorräten…. und mit Getränken sowieso!

Am Donnerstag beim Aufstehen stellen wir fest, dass über Nacht auch Toiletten und Duschen bei uns verschlossen wurden, offensichtlich schliesst dieser Platz, na ja, ist nicht so schlimm, wir haben ja eigentlich alles im Camper, was Mann/Frau so braucht… Wir fahren in die Stadt Mikkeli zur Besichtigung und Einkauf von warmen Klamotten, hatten wir doch heute beim Aufwachen im Camper 9,5 und draussen 7,5 Grad. Wir setzen unsere Fahrt über die finnische Seenplatte ostwärts fort. Bei Ruokolahti und Parikkala fahren wir

knapp an der russischen Grenze entlang, da sich dort aber kein Grenzübergang befindet, haben wir nichts spezielles bemerkt. Wir fahren über den wunderschönen Landrücken Punkaharju, dabei befindet sich auf beiden Seite der schmalen Strasse klare Seen. Der Abstecher nach Kerimäki führt uns zur grössten Holzkirche der Welt, sehr eindrücklich von aussen, innen konnten wir leider nicht besichtigen, ist sie doch ab dem 30.8. geschlossen. Genauso geschlossen ist der angesteuerte Campingplatz in Savonlinna, also fahren wir auf eine Nebenstrasse in den Wald uns stellen uns auf einen ebenen Platz, kochen unser Nachtessen und setzen unsere Diesel-Standheizung in Betrieb.

Am Freitag fahren wir nach Savonlinna in die Stadt und besichtigen die eindrückliche Burg Olavinlinna, danach besuchen und besichtigen wir das orthodoxe Kloster Uusi Valamo und fahren dann zu unserem Etappenort Kuopio. Der Campingplatz ist geöffnet, aber auch hier nur sehr wenige Gäste. Das Wetter bleibt wechselhaft und kühl, unser Elektroöfeli tut seine guten Dienste.

Am Samstag vormittag startet beim Campingplatz ein Marathonlauf – ohne uns. Wir fahren in die Innenstadt von Kuopio um den obligatorischen Marktbummel zu machen….. Die hölzerne Markthalle hat ihren eigenen Charme, auch der Dom erhält noch einen kurzen Besuch, das wars dann auch für heute! Eigentlich wollten wir unterwegs noch den Wasserfall Koskeakoski besichtigen, leider haben wir zu unserer Schande, diesen schlicht und einfach nicht gefunden, es war also eher ein Rein anstatt ein Wasserfall……. Die Weiterfahrt bei windigem und regnerischem und kühlen Wetter führt uns via Iisalmi und mit einer Fähre (Lossi) auf die Insel Manamensalo wo wir uns auf dem Camping Leirintäalue einrichten. Wir buchen uns für 18:00 noch eine Privatsauna um uns so richtig aufzuwärmen. Wir haben es sehr genossen!

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