Hinz&Cunz
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27.-31.07. - Quito, Ecuador

Veröffentlicht: 01.08.2023

Am 27. Juli haben wir den Parque Nacional Cotopaxi besucht. Der Vulkan Cotopaxi ist 5897 m hoch und derzeit aktiv. Quito selbst liegt zwischen 2800 und 3100 m hoch. Die Besteigung des Bergs ist derzeit verboten, da es durch die andauernde Aktivität zu gefährlich ist. Wir fuhren mit dem Bus zum Nationalpark und schauten uns dort verschiedene Sachen an. Wir waren auf einer Höhe von knapp 4000 m, alles kein Problem. Fühlt sich auch nicht weiter wild an, da man grundsätzlich nur eine halbe Stunde Bus fahren muss. Man ist nur ein bisschen schneller außer Atem. Das Wetter sah erst nich danach aus, als würden wir den Berg sehen, allerdings sind wir dann einfach zur Rückseite gefahren und konnten den Vulkan ganz bestaunen. Auch wildlebende Pferde gibt es dort noch. Lamas und Alpakas haben wir dort allerdings leider nicht gesehen. In unserer Gruppe war übrigens auch eine Französin dabei. Sie hielt es für schlau, in kurzer Hose und Schlappen auf 4000 m Höhe in die Anden zu fahren. Scheint dann noch etwas kalt gewesen zu sein, im ersten Souvenirshop wurde sich für teuer Geld erstmal eine lange Hose gekauft.

Anschließend ging es in einer etwa zwei stündigen Busfahrt weiter nach Quilotoa, einer Lagune in einem Vulkankrater (Kratersee) auf etwa 3900 m Meereshöhe. Der See hat etwa 3 km Durchmesser und man kann auf dem Grat des Kraters um den See wandern. Nur wir leider nicht, weil wir zu wenig Zeit hatten, leider.

Am Freitag war geplant, den Hausberg Quitos zu besteigen. Dieser heißt Rucu Pichincha (ebenfalls Vulkan) und ist 4696 m hoch. Normalerweise kann man das relativ "einfach" machen, es gibt eine Seilbahn (TelefériQo) bis auf eine Höhe von etwa 3900 m. Derzeit ist diese Seilbahn leider außer Betrieb, kein Mensch weiß wann die technischen Probleme behoben sind und die Seilbahn wieder fährt. Daher wollten wir uns mit einem Uber (billiges Taxi) bis zur Bergstation auf 3900 m fahren lassen. Wie es der Zufall will, bekamen wir einen Fahrer mit einem reinen E-Auto. Ich kam mit ihm ins Gespräch und es stellte sich heraus, er wollte uns nur bis zur Talstation fahren, da sein Akku wohl nicht für die Fahrt bis zur Bergstation reiche. Viele Überredungsversuche halfen nichts, er fuhr uns nicht hoch. Immerhin bekamen wir gut die Hälfte des Geldes wieder. Anschließend versuchten wir einen Plan zu schmieden, wie wir den weiteren Tag gestalten. Ich redete mit einigen Taxifahrern, die wollten aber alle über 25 $ für die einfache Fahrt (nur nach oben), was uns zu teuer war. Mittlerweile war es auch etwas zu spät, und wir hakten den Plan ab. Daher fuhren wir Bus zum nächstgrößeren Terminal, um unsere weiteren Touren zu planen.

So fuhren wir am Samstag, den 29. Juli nach Otavalo. Das ist zwei Stunden Busfahrt von Quito entfernt (Fahrtkosten: 3$) und beherbergt einen der größten Kleidermärkte Südamerikas. Hier gibt es Ponchos, Pullover, T-Shirts, Jacken, Hemden, Hosen, Handschuhe, Mütze, Strümpfe, Taschen, Beutel, Tücher, Schals, Tischdecken und eigentlich nichts, was es nicht gibt. Auch viel Ramsch und natürlich auch einen Markt mit Fleisch, Früchten und Gemüse, wie üblich für Südamerika. Auch gibt es einen Markt, wo lebende Tiere verkauft werden (Schweine, Rinder, Pferde und viel Kleinvieh, insbesondere Meerschweinchen), für den kamen wir aber etwas zu spät. Die Meerschweinchen werden hier nicht als Haustiere gehalten, sondern sind eines der Nationalgerichte.

Am 30. haben wir noch etwas mehr von Quito besichtigt. U.a. den Parque La Carolina, Caros Namensvetterpark. Der Park ist sehr schön eingerichtet, es gibt viele Sportanlagen (Volleyball, Fußball, Tennis, Crossfit, Tartanbahn), viel Grünfläche, viele Spielplätze und und und. Natürlich gibt es auch viele Verkäufer, die ihre Waren billig an den Mann oder die Frau bringen. Anschließend ging's noch auf den Mercado Iñaquito, ebenfalls einem mehr oder weniger stinknormalen südamerikanischen Markt. In der Essensabteilung wird man von den Leuten mehr oder weniger mit Händen und Füßen in die Restaurants gezogen, damit man auf jeden Fall bei ihnen isst. Im Grunde genommen gibt es aber eh überall das Gleiche...

Am 31. wollten wir eigentlich die "Virgen del Panecillo", wörtlich die "Jungfrau vom Brötchen" in Quito besichtigen. Diese steht auf einem Hügel, der wohl der Form nach etwas an ein Brötchen erinnert. Wir fuhren mit dem Bus, der laut Fahrplan (angeblich) bis zum Fuße des Hügels fahren sollte und wollten dann hochlaufen. Wie das mit Bussen in Quito so ist, hielt dieser sich nicht an seinen Fahrplan (oder Google hat was falsches angezeigt) und wir kamen woanders raus. Fragen ging nicht, weil der Kassierer im Bus zu beschäftigt war, um Fahrgäste zu buhlen. Wir waren auf jeden Fall falsch und weit davon entfernt, wo wir hinwollten. Also gingen wir erstmal was essen. In Quito gibt es viele "Läden", wo man sehr billig essen kann. Die Muttis / Omas kochen hier für die Familie, meistens aber deutlich mehr als gebraucht wird. An das Haus ist meistens noch ein kleiner Laden angeschlossen, wo das Essen dann einfach an andere verkauft wird. Es gab Vorspeise, Hauptspeise und Getränk für 2 $ (alles zusammen, nicht pro Speise). Anschließend liefen wir weiter und kamen irgendwann am Fuße des Panecillo an und begannen die Treppen hochzusteigen. Schilder warnten uns, hier nicht hochzugehen, weil sehr gefährlich. Anschließend wurden wir von Einheimischen und einem Security eines ansässigen Wohnhauses mehr oder weniger (sehr) eindringlich darauf hingewiesen, den Weg nicht weiter zu gehen, da wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeraubt werden würden. Also umdrehen, anderen Weg suchen. Der einzige andere Weg führte durch ein Viertel Quitos, wo wir nicht durchlaufen wollten, da wir schon am Eingang zum Viertel einer sehr unangenehmen Situation nur knapp entkommen sind. Taxi fahren wollten wir auch nicht, also ließen wir die Jungfrau Jungfrau sein und liefen noch etwas durch die Stadt.

Am 01. August geht es anschließend weiter nach Riobamba, einem Ort etwa vier Busstunden südlich von Quito.

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