hinundweg-tobileni
vakantio.de/hinundweg-tobileni
Galway

... Galway am Abend ist wirklich umtriebig. Von Highheels und kurzen Röcken bis zu Straßenmusikern in Jogginghosen ist alles dabei. Der Fisch bei McDonagh´s war super lecker, das Bier und die Livemusik im 1520 war gut wenn auch touristisch wohingegen das Bier im Salt House deutlich einheimischer war. Mit einer Empfehlung für eine nahegelegende Stranddusche verabschiedeten wir uns nun endgültig von Sonja und Christian und ihrem grünen T3.

Waschautomaten

Tag 13: Nach dem Aufstehen suchten wir die empfohlende Stranddusche auf. 40 Cent für insgesamt 30 Minuten lauwarm duschen waren schon okay ;) Anschließend ging es weiter Richtung Connemara National Park. Unterwegs suchten wir einen öffentlichen Waschautomaten auf, diese gibt es hier an allen großen Tankstellen und Supermärkten. Die benötigte Waschmaschine war zum Glück frei, so dass wir direkt loslegen konnten. Wir vertrieben uns die Zeit in dem wir das Auto optimierten und aufräumten. 9 Minuten bevor wir die Wäsche in den Trockner werfen konnten, kam uns eine Dame mit Bettzeug zuvor. Also hieß es weitere 60 Minuten warten bis unsere Wäsche reinkonnte. Letztendlich verbrachten wir 2,5 Stunden auf dem Tankstellenparkplatz. Nunja jetzt haben wir zumindest wieder saubere Klamotten.

Cleggan

Von da aus ging es kurz in die Stadt Clifden unter der wir uns mehr versprachen und befuhren dann die Küstenstraße nach Cleggan. Hier waren das salzige Meer und ein süßer See nur noch durch eine schmale Landzunge an der Halbinselspitze getrennt.

Connemara National Park

Dann ging es auf eine kleine Rundwanderung in den Connemara National Park am Fuße des Diamond Hills entlang.

Kylemore Abbey

Und wir sahen uns das beeindruckende Kylemore Abbey an, ein pompöses viktorianisches Schloss, das noch bis vor kurzem als internationales Mädcheninternat genutzt wurde.

Killary Harbour

Und schon fuhren wir zu unserer idyllischen Schlafstätte am Killary Harbour mit traumhaftem Blick auf den Fjord.

Clew Bay

Tag 14: Nach einer durchfrorenen Nacht passierten wir den Doo Lough Pass und fuhren an der Clew Bay entlang, die von hunderten kleiner Inseln getupft ist, die aussehen als wären sie im Meer ertrunken. Spontan entschieden wir uns eine im Reiseführer empfohlene Wanderung auf Achill Island zu machen.

Croaghaun

Die Wanderung führte auf den Croaghaun, welcher mit 688 m der zweihöchtste Gipfel der kleinen Insel ist. Die Strecke wurde als anspruchsvoll deklariert, war lediglich bei gutem Wetter und ohne Höhenangst möglich und ein Kompass war obligatorisch. Zum Glück hatte Tobi diesen bekommen.

Croaghaun

Also folgten wir den Anweisungen und starteten vom Parkplatz aus Richtung Norden. Leider war uns nicht ganz klar was mit der Anweisung "bis der Bergrücken in Gänze zu sehen ist" gemeint war. Da leider auch keinerlei Weg erkennbar war, entschieden wir uns einfach irgendwo den Bergrücken zu erklimmen. Mit drei Verschnaufpausen und 200er Puls erreichten wir den besagten Rücken endlich und konnten den Anweisungen den Reiseführers weiter folgen.

Croaghaun

Die Strapazen wurden durch einen atemberaubenden Ausblick von den steilen Klippen aufs Meer belohnt. Auf dem Gipfel des Berges angekommen hatten wir das Gefühl diese Klippen sind mit über 600 m die Oma der Cliffs of Moher ;) Diese Tour war bislang das Highlight unserer Reise!

# Funfact am Rande: Der Ausdruck Boykott stammt ebenfalls aus Irland. Er geht auf den Captain Boykott zurück, der ein so verhasster Landlord war, das ihn die Leute schlichtweg ignorierten/ boykottieren.

Um noch etwas Strecke hinter uns zu bringen fuhren wir zielstrebig nach Sligo zu unserem nächsten Schlafplatz am Rosses Point.

Mount Errigal

Tag 15: Dieser Tag erwartete uns direkt mit Regen und das änderte sich leider auch nicht mehr. Sehr unentschlossen fuhren wir quer durch den Nordwesten Irlands. Erst wollten wir zum Atlantic Drift, dann doch lieber zum Slieve League doch dort angekommen regnete es so stark, dass wir die Wanderroute wegen einer Warnung im Reiseführer nicht antreten wollten. Deshalb entschieden wir uns doch direkt zum Glenveagh National Park zu fahren und den restlichen Tag gemütlich im Bus zu verbringen um dann am nächsten Morgen den Park zu erkunden.

Glenveagh National Park

Tag 16: Gesagt, getan! Trotz weiteren Niesels und starkem Wind schnürten wir die Wanderschuhe und machten uns auf den Weg am Lough Veagh entlang zum Glenveagh Castle. Die Aussicht auf die Berge war wegen des Nebels etwas eingeschränkt, aber die Gärten und das Schloss waren dennoch hübsch anzusehen.

Malin Head

Zurück am Bus fuhren wir los Richtung der Inishowen Halbinsel um den nördlichsten Punkt Irlands zu erreichen - den Malin Head. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass wir das mit den Five Fingers wohl falsch verstanden hatten. Diese sind nicht die Halbinseln im Südwesten Irlands, sondern eine Dünenlandschaft auf Inishowen. Upsala!

Leider konnten wir auch am Malin Head keine Wale oder Delfine entdecken, wie auf den Schildern angepriesen. Also runter von der Halbsinsel, einkaufen, tanken bevor es zu unserem heutigen Schlafplatz an der irischen/ nordirischen Grenze ging. Auf welcher Seite der Grenze wir uns nun gerade tatsächlich befinden ist nicht ganz eindeutig. Der einzige Unterschied, der jetzt schon auffällt ist, dass die Leute deutlich schwerer zu verstehen sind.

#galway#connemaranationalpark#glenveaghnationalpark#kylemoreabbey#killaryharbour#achillisland#malinhead
Kommentare