hightown-kiwis
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Der Winter ist Geschichte. Denn Anfang September begann der neuseeländische Frühling, endlich! - Nur was zeichnet ihn hier aus? Die Bäume beginnen ganz langsam zu blühen, die Wiesen erscheinen grüner als je zuvor und in den Supermärkten übernehmen heimische Gemüse- und Obstsorten (wieder) die Überhand. Fragt man jedoch einen Neuseeländer, verbindet er den Frühling hauptsächlich mit Regen. Und so ist es. Doch neben den vielen Niederschlag traf uns die Tatsache, dass die Campingplätze ihre Preise wieder auf Hauptsaisontarif anhoben, noch härter.

Die letzten Tage verbrachten wir in „Hamilton“ und Umgebung. Während den Regenstunden verschlug es uns meistens in die Bücherei. Oder in eines der Einkaufzentren von Hamilton-City. Da sonntags das Parken in Parkhäusern kostenlos ist, steuerten wir eines von diesen an. Dieselbe Idee hatten wohl auch andere. Letzten Endes war der Andrang so groß, dass sich das komplette Parkhaus festgefahren hat - es gab kein vor oder zurück mehr. Die neu anreisenden Fahrzeuge versperrten den bereits hinausfahrenden Autos, wegen der unglücklichen Streckenführung, den Weg. Es bedurfte einen heillosüberforderten Parkeinweiser, der den Knoten nach einer Viertelstunde erfolgreich löste.
Vom Stress erholt, gönnte sich Tobi seinen letzten Friseurbesuch in Neuseeland. Anschließend schlenderten wir durch die verschiedenen Läden. Lang ist es her - da wir schlichtweg keine Klamotten oder anderweitigen Krimkrams benötigen, kamen wir nur selten in einem Einkaufszentrum unter. Dabei gefiel uns die breitgefächerte Auswahl an Deko- und vor allem an Bastelartikel ausgesprochen gut! Die Preise waren verlockend und das Sortiment vielfältig. Schweren Herzens beendeten wir den Bummel mit leeren Händen.

Als die Sonne mal zwischen den Regenwolken hindurch lugte, besuchten wir die „Beste Eisdiele Neuseelands“. Wir sind mit solchen Beschreibungen sehr vorsichtig. Jedoch liest man sehr viel Gutes über sie, sodass wir uns vor Ort einen eigenen Eindruck verschaffen wollten. Für die Liebhaber von klassischen Eissorten wie Vanille, Schokolade oder Erdbeere wird der Besuch bei „Duck Island Ice Cream“ eher ernüchternd ausfallen. Denn hier gibt es viele Kreationen - doch simpel sind sie nicht. Tobi wählte „Gesalzene Sesam Praline“ und „Gesalzene Mango-Kokosnuss“. Dass sein Geschmackserlebnis etwas herzhaft sein könnte, wurde ihm spätestens beim Schlecken bewusst. ;) Ich entschied mich für „Brombeere-Cheesecake“ und „Erdnussbutter-Karamell-Cookie“, die mich geradewegs in den Speiseeishimmel katapultierten. Yummyy!
Abgesehen von den noch relativ humanen Sorten gibt es hier auch abgefahrene Varianten wie „Kokos mit Asche“. Für was auch immer man sich bei der großen Auswahl entscheidet, viel falsch machen wird man höchstwahrscheinlich nicht. :)

Und da schlechtes Wetter mit gutem Essen erträglicher wird, ging es noch auf den Wochenmarkt. Obwohl Hamilton die siebtgrößte Stadt von Neuseeland ist, war der Markt verhältnismäßig klein. Dennoch wurden wir fündig und packten Silverbeet (mit getrockneten Tomaten zu Fettuccine) für das Abendessen ein und gönnten uns zum Frühstück drei verschiedene Brotsorten. Ciabatta, Kartoffel- und Feigen-Walnussbrot versüßten uns den Start in den Tag. :)

Ansonsten können wir noch stolz verkünden, dass unsere Kolter endlich unter dem Bett verstaut wurde. Die Temperaturen fallen nachts nicht mehr unter die 5°C Marke - und so allmählich wurde es unter der zusätzlichen Bettdecke ziemlich warm.
#hamilton#neuseeland
Kommentare

Wolfgang
Ach wer nicht von Hessen ist, hier die Erklärung aus dem Internet: Colder Kolter osthessischer Ausdruck für warme (Woll-)Decke "Mich friert's - gib mir mal bitte den Colder..."