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Schottland - Die Zweite

Veröffentlicht: 11.06.2018

Prolog: 

Nach einem erfolgreichen Test im letzten Jahr, ob Schottland überhaupt etwas für uns wäre, entschieden wir bereits im Dezember '17, dieses Land in all seinen Facetten kennenlernen zu wollen. Und wie geht das intensiver als mit Auto und Zelt quer durchs Land zu tingeln?

Gesagt, getan, planten wir also die letzten sechs Monate diesen, unseren bisher wohl aufregensten und familieninnigsten, Urlaub im hohen Norden. 

Drei Wochen schottische Highlands mit Schlafsack, Zelt und Leben aus dem Vakuumbeutel!


Teil 1:

... steigt der Stresspegel vorm Urlaub wirklich, oder nimmt die Toleranz für Stress lediglich ab? Fakt ist, wir haben alle unser Limit lange überschritten. Das Arbeitsvolumen im Job nimmt stetig zu, nebenher die Eingewöhnung im KiGa, das heiße Wetter hat uns in den vergangenen Wochen tierisch zugesetzt (wer die Klimaveränderung bei dem heißen Mai noch leugnet, hat die letzten Wochen wohl im Keller verbracht), und am Abend erwartete uns statt Feierabendruhe Baustellenlärm vorm Haus inkl eingängiger Beschallung vom Ghettoblaster und Kindergeschrei der Nachbarskinder hinterm Haus. Bevorzugt werden die Kiddies übrigens ab 20:00 Uhr nach draußen gejagt, wenn die Eltern ein bisschen Ruhe wünschen. Wäre alles nicht so wild, wenn die Kinder der 2010er nicht statt mit Zinnsoldaten mit echten Böllern und statt mit Seifenblasen mit Luftgewehren spielen würden. Ein Hoch auf die moderne Erziehung.
Selbst Ida war urlaubsreif und motierte allmählich zum Wutbürgerchen. Ein Tag ohne Knöttern wird von uns gerade gefeiert. Allerhöchste Eisenbahn uns endlich auf den Weg zu machen.

Dank monatelanger Vorbereitung, den grandiosen Packkünsten meiner Mama und der neu gewonnenen Geduld meines Mannes, sind wir am Freitag auch erstaunlich gut losgekommen (wenn man davon absieht, dass wir die Haustür sperrangelweit offen gelassen haben, und uns auf der Fahrt gen Düsseldorf zig Sachen eingefallen sind, die wir vergessen haben). Die Pause in Düsseldorf hat gut getan - wir haben uns gemütlich unterhalten, Ida wurde noch mal gewässert, Batterien und Proviant aufgeladen. 

Abfahrt in Frankfurt



Superpünktlich und gut gelaunt haben wir uns auf den Weg zur Fähre in Amsterdam gemacht, die Fahrt ohne Erwähnenswertes hinter uns gebracht und zeitnah nach Ankunft eingecheckt und geboarded. Wegen der Einparkerei auf dem Schiff waren wir etwas nervös - im Nachhinein betrachtet war es aber völlig easy. Durch den offenen Mund des Schiffes reingesaust, die rechte Spur gewählt, hinterm Vordermann angehalten und mit Sack und Pack ausgestiegen. 

DFDS Amsterdam - Newcastle


Die Kabine ist, sagen wir mal, zweckmäßig eingerichtet und gleicht in ihren Ausmaßen in etwa einem Schuhkarton für Größe 24. Aber so freuen wir uns umso mehr auf unser geräumiges Deluxe-Zelt! Wer Harry Potter kennt, erinnert sich bestimmt an das Weasley-Zelt. So in der Art wird auch unser Palast für die nächsten drei Wochen aussehen!

Im Fenster ist das Geschaukel erträglicher



Die Linie DFDS weiß auf jeden Fall, was alltagsgeplagte Eltern brauchen: ein Starbucks an Board, direkt neben dem großzügigen Bällebad! Ein Traum!

Spieleparadies an Board ganz für uns allein



Entsprechend warten wir also mit Kaffee, Spiel und Spaß auf das Auslaufen, welches wir dann vom Oberdeck aus genießen wollen! Sich einmal fühlen wie Siegfried Rauch auf der MS Deutschland. Und im Hintergrund läuft die Traumschiff-Musik!

Das Schiff läuft aus


Quatschköpfe


Die Locken flattern

 

Jetzt wird jeder Sonnenstrahl genossen


Wasser, soweit das Auge reicht


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