Heidi & Reto on Tour
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Influencern auf der Spur....

Veröffentlicht: 02.06.2023

Oder wie fühlt man sich, wenn man die Komfortzone verlässt...? Wir können es euch sagen... Aber alles von Anfang an.

Bevor wir uns am 24.05.2023 auf die Reise nach Skien zu den Mustverdts machten, wanderten wir um den Camping von einer eigens beschriebenen Wanderung des Besitzers. Er sagte uns noch, dass das Terrain dort etwas feucht sei und es noch Schneefelder habe. Aber dass unsere Wanderschuhe danach komplett nass waren, hätten wir nicht erwartet. Wir wanderten 4 Stunden durch Sumpfgebiete und über Schneefelder und an schönen Bergseen entlang, welche langsam aus dem Winterschlaf erwachen. Nicht das letzte Mal in Norwegen. Nach der Wanderung und einer ausgiebigen Dusche fuhren wir nach Skien (wird ausgesprochen wie "Scheen") um Karin und ihre Eltern zu treffen. Karin ist eine Bekannte von uns und Halb-Schweizerin/Norwegerin. Wir verbrachten einen gemütlichen Abend im Restaurant und bekamen einige Tipps. Vielen Dank nochmals für eure Gastfreundschaft und die Konfi von Heidi Mustverdt ist sensationell.

Der nächste Tag begann mit einem norwegischen Frühstück. Danke für eure Tipps Heidi & Per-Simon, wir haben den braunen Käse eingekauft. Und die Makrelen in Tomatensauce auch... Wir fuhren danach über die norwegischen Berge (teilweise noch schneebedeckt) weiter in die Region von Evye. Wir blieben drei Nächte und bewanderten die Region rund um das Bergwerk Flat. Leider findet man auch in Norwegen Müllhalden im Wald - ähnlich wie in Italien.

Am Pfingstsonntag besuchten wir die südlichste Stadt von Norwegen "Mandal" und der südlichste Punkt von Norwegen "Lindesnes". Am südlichsten Punkt kann man einen Leuchtturm, der noch in Betrieb ist, besichtigen. Die Aussicht über das umliegende Gebiet war wunderschön und wurde begleitet von kalten Windböen. Es sind jetzt nur noch 2'518 Kilometer Luftlinie ans Nordkap.
Am Pfingstsonntag haben wir übrigens auch unsere erste 3-Liter-Weinbox angezapft. Danke an Trudy & Armin für den Tipp. Der Merlot schmeckt uns sehr gut.

Der Pfingstmontag startete mit der Besichtigung von Flekkefjord, ein kleines Dorf am Meer. Während einer Kaffeepause schmiedeten wir Pläne und einigten uns auf eine kurze Wanderung zum Kolbolten (auch kleiner Kjerag genannt). Wir fuhren der Küstenstrasse Nummer 44 entlang bis zum Startpunkt der Wanderung. Wir stellten uns auf einen "Spaziergang" mit wenig Höhenmeter ein. Leider haben wir falsch recherchiert. Die Wanderung dauerte statt 1 Stunde volle 2 Stunden. Heidi war nicht immer sehr glücklich, da wir nicht das optimale Schuhwerk angezogen haben und es teilweise kleine Kletterpassagen hatte (mit Höhenangst nicht soooo cool). Aber wir habens geschafft und Reto stand auf den Felsen.

Am anderen Tag standen wir zeitig auf, denn wir hatten grosses vor. Wir wollten zum Kjeragbolten wandern. Die Fahrt zum Ausgangspunkt führte uns durch schöne Landschaften mit einer wunderbaren Morgenstimmung. Beim Ausgangspunkt angekommen mussten wir zuerst einmal leer schlucken, die Parkgebühren hier in Norwegen sind teilweise richtig horrend. Dieser Parkplatz kostete uns ungefähr CHF 25.00. Wir liessen uns nicht beirren und wanderten los. Wir wanderten 5 Kilometer und rund 600 Höhenmeter, der Schwierigkeitsgrad war jedoch sehr hoch. Heidi ist nicht ganz schwindelfrei, die Wanderung war für sie eine echte Herausforderung und sie hat mehrmals die Komfortzone verlassen und der Höhenangst tief in die Augen geschaut. Die Wanderwege waren mit Ketten versehen damit man sich über die Steinplatten hinaufziehen konnte. Nach rund 2 Stunden Wanderzeit erreichten wir den berühmten (für Influencer jedenfalls) Stein zwischen den Steinen - also der Kjeragbolten. Und ja, natürlich stand auch da Reto auf den genannten Stein, 1'000 Meter über den Lysenfjord.
Fazit: Zwischendurch die Komfortzone verlassen bringt einen wirklich weiter... (Danke Christoph)
Am letzten Tag vom Mai gönnten wir unseren Beinen eine Erholung. Wir besichtigten kurz das hübsche Städtchen Stavanger, wo auch grosse Kreuzfahrtschiffe anlegen. Und fuhren unseren nächsten Ausgangspunkt, der Hafen von Jorpeland an. Während der Fahrt durchfuhren wir den längsten Tunnel unter dem Meer der Welt, 14,4 Kilometer lang. 

Am ersten Tag vom Juni wartete das nächste Influencer-Highlight auf uns. Der Preikestolen, auch Kanzel genannt, wird jährlich von ca. 300'000 Touristen besucht. Die Wanderwege waren der reinste Spaziergang im Vergleich zum Kjeragbolten. Aber auch da mussten wir fast 350 Höhenmeter überwinden. Der Weg nach oben war recht angenehm, wir liefen zeitig ab. Die wahnsinnig schöne Aussicht auf den Lysenfjord und die umliegenden Berge faszinierte uns sehr. Siehe Fotos. Auf dem Rückweg kamen uns hunderte von Tagestouristen entgegen. Zum Glück sind wir früh aufgestanden.
Wir fuhren danach auf der RV 13 in Richtung Bergen.

Heute, am 02.06.2023 passierte nicht viel, wir blieben an unserem wunderschönen Plätzchen am Fluss in der Region Suldalsosen und geniessen die Sonne. 

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