Montenegro 2022
In 8 Etappen durch das Hinterland Montenegros bis zurĂŒck ans Meer Die Planung Gedruckte Helferlein, nach wie vor unverzichtbar. Ganz nach dem Sprichwort "Nach der Tour ist...


Veröffentlicht: 28.07.2023
28.07.2023
Mit einer kleinen VerspĂ€tung sind wir in Hof angekommen. Ist nicht wirklich ein Highlight, dafĂŒr ist der See in der NĂ€he wirklich wunderschön.
Ein Bad im See darf natĂŒrlich nicht fehlen. Bissle kalt, aber herrlich erfrischend. Nach dem Abendessen auf der Hotelterrasse haben wir den See noch umrundet und bei einem GlĂ€schen den Abend ausklingen
 29.07.2023
Start unserer Tour in Hof am Untreusee. Das Wetter war wie fast ĂŒberall momentan in Deutschland sehr durchwachsen, Regen somit ziemlich wahrscheinlich. Nach leichtem Nieselregen wurde es dann auf den ersten Kilometern aber erstaunlich trocken.
Nach ca. 20 km erreichten wir das DreilĂ€ndereck Bayern - Sachsen - Tschechien. Heute ein einsamer Punkt im Wald, frĂŒher sicher sehr gut gesichert.
Lags am GrenzĂŒbertritt? Wohl eher nicht, allerdings hat es kurz danach jĂ€mmerlich angefangen zu regnen. Regenklammotten an, und durch. Bis ins ca. 10 km entfernte Bad Elster hat es jedenfalls nicht mehr aufgehört zu regnen.
Dort angekommen machten wir erst mal eine ausgedehnte Pause, und warteten besseres Wetter ab. Das dann auch tatsÀchlich immer besser wurde.
Weiter gings dann trocken und teilweise sonnig durchs Vogtland bis nach Klingenthal. Zu unserer Unterkunft, der Juhe Klingenthal radelten wir dann entlang der deutsch-tschechische Grenze, und es ging nochmal ordentlich hoch, auf 935 hm. Die Aschbergalm war dann ein willkommener Anlaufpunkt fĂŒr unser AnkunftsgetrĂ€nk đ
Zum Abendessen waren wir dann gleich um die Ecke, in dem schönen Berggasthof "Schöne Aussicht" . Ist absolut zu empfehlen.
Wenn es schön ist, kann man auch wunderbar auf der Terrasse sitzen. Leider konnten wir das aufgrund des aufkommenden Gewitters nicht genieĂen.
In der Hoffnung auf besseres Wetter am nĂ€chsten Morgen, gehts ab in die gemĂŒtliche Jugendherbergs-Heia đ
30.07.2023
Nach einem eher spartanischen Juhe-FrĂŒhstĂŒck fuhren wir heute die ersten Kilometer auf der sehr schönen Kamm-Strasse bis Johanngeorgenstadt.
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Johanngeorgenstadt hat eine interressante Geschichte, unter anderem den Bergbau. Die Pferdegöpel haben zur Förderung unter Anderem von Silber gedient. Eine der Göpel, die wieder aufgebaut wurde, haben wir dort besichtigt.
Kurz nach Johanngeorgenstadt gings dann in Breitenbach vorbei an den unzĂ€hligen MarktstĂ€nden ĂŒber die Grenze nach Tschechien. Entlang der wunderschönen Cerna radelten wir dann wieder stramm auf ĂŒber 900 Meter Höhe.
ZurĂŒck an der Grenze begann dann auch schon die Auffahrt zum Fichtelberg, dem höchsten Berg Sachsens und gleichzeitig auch unserer Reise. Die Auffahrt ist mit dem Auto und der Gondel von Oberwiesenthal möglich, entsprechend viel ist dort immer los.
Ganz ungewöhnlich war dann die Abfahrt vom Fichtelberg. Zuerst auf der alten Rodelbahn und dann eher zufÀllig, ein paar Meter durch die alte, ziemlich verkommene Bobbahn.
Weiter fuhren wir dann durchs schöne Erzgebirge nach Breitenbach und Jöhstadt. Danach gings dann ins PreĂnitztal und dort immer schön bergab, bis nach Wolkenstein, unserem heutigen Ziel.
Zum Abendessen gings dann in die SchlossschÀnke.
Eine rundum sehr schöne, aber auch lange Tagesetappe.
31.07.2023
Das Wetter war heute am Anfang nicht anders als die Tage zuvor. Stark bewölkt, aber zumindest hat es nicht geregnet.
Ein Highlight war heute das Schwarzwassertal. Wild romantisch gings ca. 9 km immer leicht bargauf.
Danach fuhren wir noch etliche Kilometer durch die typische Erzgebirgslanschaft. Vor Obernhau gab's dann eine sehr entspannte fast 10 km lange Abfahrt durch den Wald. Dort machten wir dann eine kleine Rast in der SaigerhĂŒtte, ein fast vollstĂ€ndiges erhaltenes Ensemble einer ErzhĂŒtte, und Teil des Unesco Welterbes "Montanregion Erzgebirge".
Der Rest der Strecke verlief dann, bei besserem Wetter, wieder auf der wunderschönen Kammstrasse entlang der Grenze zu Tschechien.
Das war heute auch wieder eine lange Tour mit vielen Höhenmetern.
01.08.2023
Kalt und regnerisch war's in der Nacht, und so fing auch der Tag an. Nach einem guten FrĂŒhstĂŒck bei den sehr netten Gastleuten in der Pension zur 23, fuhren wir erst mal bei Regen los. GlĂŒcklicherweise konnten wir die ersten Kilometer auf Asphalt fahren.
Mit der Zeit lieĂ der Regen dann etwas nach, und wir fuhren durch das ziemlich einsame Tal des Nasenbaches. Dieses ging dann nahtlos ins Tal der Gottleuba ĂŒber, und endete an der gleichnamigen Talsperre. Von dort ging es dann ĂŒber offenes GelĂ€nde in Richtung Hellendorf.
Ab Hellendorf radelten wir dann im Wald bergauf zu unserer ersten BerĂŒhrung mit dem Elbsandstein, nĂ€mlich dem Zeisigstein. Der ist nicht besonders hoch, und deshalb einfach zu besteigen.
Auf einem wunderschönen Waldweg fuhren wir dann eine super Abfahrt bis zu unserem Pausenziel der OttomĂŒhle.
Auf dem Weg nach Bielatal zeigte sich uns der Reiz des Elbsandsteingebirges. Links und rechts des Weges waren immer wieder die so typischen Sandsteinformationen zu sehen. Eine witzige Abwechslung war dann der Gang durchs Labyrinth. Eine riesige Felslandschaft, durch die ein nummerrierter Weg angelegt wurde.
Nach dem Einchecken in unser Hotel, in dem wir einen Pausentag verbringen, gings dann zum Abendessen ins Ărtchen, und danach noch eine kleine Runde durch Bad Schandau. Am Elbufer gabs dann noch ein SonnenuntergangsgetrĂ€nk.
02.08.2023
FĂŒr zwei NĂ€chte genossen wir den Luxus eines vier Sterne Hotels direkt an der Elbe - man gönnt sich ja sonst nichts đ
Wer uns kennt weiĂ, daĂ "Ruhetag" nix fĂŒr uns ist. Deshalb haben wir eine kleine Tour im Kirnitzschtal geplant.
Auf dem FlöĂersteig wanderten wir auf dem FlöĂersteig vom Endbahnhof der historischen Kirnitzschtalbahn zurĂŒck zur Ostrauer MĂŒhle.
Der FlöĂersteig hat die Qulifikation "schwer", was uns erst im unteren Drittel klar wurde. Am Anfang war es ein schöner, gut zu gehender Weg, weiter unten mussten wir dann auch mal etwas kraxeln. Trittsicherheit und ein bisschen Schwindelfreiheit wĂ€ren nicht schlecht.
NatĂŒrlich nutzten wir den Tag auch um mal Grosse WĂ€sche zu machen đ
Den Abend haben wir dann in der örtlichen Gastronomie bei leckeren sÀchsischen SpezialitÀten verbracht.
03.08.2023
Man kann sagen, dass war unsere letzte âBergetappeâ. Mit 85 Kilometern und 1600 hm war sie nochmal richtig anstrengend. Aber auch ganz besonders, da er Weg mitten durch das Elbsandsteingebirge fĂŒhrte.
Ein StĂŒck radelten wir dann dem schönen und wilden Kirnitzschtal entlang, bevor wir in Hinterhermsdorf den Nationalpark verlassen haben. Von da an verĂ€nderte sich die Landschaft. Es gab nicht mehr so viel Wald, und die Gegend ist viel mehr landwirtschaftlich geprĂ€gt. Wir sind in der Oberlausitz angekommen.
Nach Sebnitz, die Stadt der Kunstblumen (wer weiĂ das nichtđ) mussten wir noch einen HĂŒgel erklimmen, bevor es ins Spreetal ging.
Die letzten knapp 20 Kilometer bis Bautzen waren dann super abwechslungsreich. Und die eine oder andere Möglichkeit Erfrischungen zu uns zu nehmen gabs dann auch noch.
Bautzen hat uns dann positiv ĂŒberrascht. Eine wunderschöne und belebte Innestadt hat uns empfangen. Und es bewĂ€hrt sich immer wieder, wenn man die Unterkunft zentrumsnah bucht, und diesmal war das wieder sehr zentral direkt am Hauptmarkt.
FĂŒr einen Stadtrundgang hatten wir nicht viel Zeit, aber die SehenswĂŒrdigkeiten waren in einem kleinen Radius, so konnten wir doch schon einiges der historischen Innenstadt sehen.
Ein Highlight war dann noch der eher zufĂ€llige Besuch einer PopUp Kneipe im BĂŒrgergarten, mit fantastischem Ausblick auf den Sonnenuntergang. War super schöne, und ein gelungener Abschluss in Bautzen. Einen Besuch können wir empfehlen.
04.08.2023
Nach dem sehr schönen Abend in Bautzen, und einem sehr guten FrĂŒhstĂŒck ging unsere erste flache, und ĂŒber 100 km lange Etappe, vorbei an einigen gefluteten Tagebauseen.
In diesem Gebiet siedeln auch schon seit dem 7. Jahrhundert der Volksstamm der Sorben. Gut zu erkennen an den zweisprachigen Orts- und Strassenschildern.
Trisstess machte sich dann in Hoyerswerda breit. Da muss man nicht gewesen sein. Ein Besuch im Zusemuseum (das war der mit dem Computer) fand keine Mehrheit, deshalb gings nach einem Kaffee auch gleich weiter.
Nach Hoyerswerda fuhren wir entlang des Senftenberger Sees, von wo es dann nur noch ein paar Kilometer zum Hotel waren. 100 km Flachetappe, sehr schön, aber trotzdem anstrengend.
05.8.2023
Auf diese Etappe haben wir uns sehr gefreut, fĂŒhrte sie doch mitten durch das Innere des Spreewaldes. Vorbei an den Drehorten des Spreewaldkrimis, und natĂŒrlich Heimat der so leckeren Spreewaldgurken. Und was soll man sagen, beides konnten wir erkunden, und verkosten.
Am Anfang der heutigen Tour liefs super, und schnell hatten wir 20 km runter. Sehr abwechslungsreich fuhren wir durch Wald und Wiesen. Interessante Einblicke in die Waldwirtschaft konnten wir bei einem spontanen GesprÀch mit einem Förster mitten im Wald bekommen.
Wer kennt sie nicht, die Kalauer, und just in Calau kamen wir vorbei. SelbstverstĂ€ndlich fuhren wir ins StĂ€dtchen. Allerdings ist das nur durch seine Witzherkunft bekannt, und nicht weil es besonders schön ist. Hier natĂŒrlich ein Kalauer:
Geht ein Cowboy zum Friseur. Als er wieder rauskommt, ist sein Pony weg đ
Nach witeren 20 km waren wir dann mitten im BiosphĂ€renreservat Spreewald. In Raddusch erreichten wir den ersten sehr schönen Bootsableger fĂŒr die typischen Bootsrundfahrten.
Auf DĂ€mmen fuhren wir auf sandigem Untergrund entlang der sogenannten FlieĂe (Wasserstrassen) Recht anstrengend waren die etlichen Ăberquerungen auf den HolzbrĂŒcken ĂŒber die FlieĂe.
Ein kurzer Einkehrschwung in der tradtionsreichen Waldkneipe Wotschofska war natĂŒrlich Pflicht.
In LĂŒbbenau ist das Zentrum des Spreewaldes. Entsprechen gut besucht ist der nett hergerichtete Ort. Ein kurzer Besuch des Spreewaldmuseum war zeitlich auch noch drin.
Geflasht von der fantastischen Landschaft fuhren wir wie in Trance die letzten Kilometer zu unserer heutigen Unterkunft (đ€Šââïž was fĂŒr ein Satz)
Nein, im Ernst, die Seenlandschaft auf dem letzten Drittel der Tour war mit den vielen SchwÀnen und anderen Wasservögeln schon sehr beeindruckend.
06.08.2023
Da gibt es nicht viel zu erzÀhlen. Regen, Regen, Regen.
Allerdings musste ich zuerst einen Platten flicken, den ich mir tags zuvor geholt hatte.
Eine nette Abwechslung war dann die Fahrt entlang eines gerade stattfindenden Triathlons am ScharmĂŒtzelsee.
Viel weiter war an diesem Tag nicht. Erfreulicher Weise war es eine kurze Etappe, und wir waren froh am Mittag in Buckow in der mÀrkischen Schweiz anzukommen.
07.08.2023
Nach einem leckeren FrĂŒhstĂŒck schlenderten wir erst mal am Brecht-Haus und am Buckow-See entlang. Ein kurzer Besuch im Naturparkhaus und eine Schiffahrt auf dem SchermĂŒtzelsee, KaffeepĂ€uschen mit lecker Kuchen am Mittag, und Abends Pasta beim hiesigen Italiener rundeten den Tag ab. Es war den ganzen Tag windig bis stĂŒrmisch, und wieder sehr durchwachsen, mit Sonne und Regen im Wechsel.
Hier die Impressionen des Tages
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08.08.2023
Nach dem Pausentag durften wir dann endlich wieder aufs Rad đ. Es war wieder sehr frisch, aber es hat nicht mehr so gestĂŒrmt wie tags zuvor.
Die ersten Kilometer waren noch recht sonnig, das Ànderte sich im Laufe des Tages, und wir hatten immer wieder kurze Schauer. Denen konnten wir aber meist gut aus dem Weg gehen, indem wir passende Möglichkeiten zum Unterstehen gefunden haben.
Ein Highlight war heute dann der Besuch des Schiffshebewerkes in Niederfinow. Wirklich beeindrucken welcher Kraftaufwand dort vor ĂŒber 100 Jahren betrieben wurde, um den Höhenunterschied zu ĂŒberbrĂŒcken, damit eine Schifffahrt möglich war. Damit auch lĂ€ngere Schiffe transportiert werden konnten, wurde ein neues Hebewerk gebaut, das Ende 2022 nach mehrjĂ€hriger Verzögerung und etlichen Kostenerhöhungen in Betrieb ging.
Ausflugsschiff in Hebung
Von Finow aus waren es noch gut 20 Kilometer zu fahren. Ein kurzer Besuch des ehemaligen Klosters Chorin konnten wir dann wieder bei Sonnenschein machen. Ein interessantes Ensemble mit sicher interessanter Geschichte. Beim Besuch des Klosterkaffees konnten wir uns mit lecker Kuchen ein bisschen stÀrken.
Auch an dieser Unterkunft, geplant am schönen Grimnitzsee musste der Sprung ins Wasser wegen mangelnder Temperatur entfallen đ„Ž
Gerne hÀtten wir auch die super schöne Sauna ausprobiert, die auf dem Steg direkt am Wasser stand. Allerdings war die schon ausgebucht, und die Zeit war auch etwas knapp. Vielleicht kommen wir ja irgenwann mal wieder hierher.
09.08.2023
Die Wetteraussichten waren eigenlich nicht ganz schlecht, und tatsÀchlich schien am Morgen die Sonne. Allerdings war es sau kalt.
Nach einem sehr guten FrĂŒhstĂŒck fuhren wir nach Friedrichswalde und dann vorbei am LĂŒbbesee nach Templin.
Interessanter Weise wechselten die StraĂenbelĂ€ge immer wieder. Uns waren natĂŒrlich die geteerten StraĂe am liebsten. Aber leider gab es immer wieder gepflasterte StraĂen, und welche die mit Teer und Pflaster gemischt waren. Es war ein Graus, auf den gepflasterten StraĂen zu fahren, aber erfreulicher Weise kam das nicht ganz so oft vor.
Ab und an konnten wir die Pflanzen, die auf den Feldern angebaut wurden, nicht zuordnen. Google sei Dank, wir konnten die Pflanzen bestimmen ;) Wie hier an den Bilder zu erkennen ist, ein riesiges Buchweizenfeld.
Interessant zu beobachten waren auch die BemĂŒhungen der Förster, den Wald von einer reinen Kiefern-Monokultur in einen Mischwald umzubauen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, ist das möglich, dauert aber eine sehr lange Zeit, und ist sehr aufwĂ€ndig. Da Rehe die kleinen PflĂ€nzchen sehr gerne fressen, mĂŒssen solche Waldabschnitte eingezĂ€unt werden, bis die Pflanzen entsprechend groĂ sind.
Postheim ist ein Stadtteil von Templin und hat seinen Namen tatsĂ€chlich von der frĂŒheren Nutzung der Post als Erhohlungsheim fĂŒr gestresste Postmitarbeiter bekommen.
Templin hat das gleiche Problem wie fast alle StĂ€dte, durch die wir gefahren sind, es ist nĂ€mlich ziemlich trostlos. Der Verkehr fĂŒhrt mitten durch die Stadt, es gibt nicht wirklich viel Infrastruktur und noch weniger SehenswĂŒrdigkeiten, also nichts was wirklich zum Verweilen einlĂ€dt. FĂŒr mehr als eine kurze Kaffeepause im ganz netten Kaffee am Marktplatz hat es dann auch nicht gereicht.
Die Bedeutung der zweisprachigen Schilder mĂŒssen wir noch herausfinden.
Ab und zu plant man Wege, von denen man nicht weiĂ, ob sie fahrbar sind oder nicht. Der Weg durch die kleine Schorfheide war so einer. Die Sorge war allerdings unbegrĂŒndet, die Fahrt war ein Erlebnis. Fernab der "normalen" Radwege, und kein Mensch unterwegs. Etwas spannend wars aber schon.
Mittendrin haben wir auch ein schönes PlĂ€tzchen fĂŒr eine Pause gefunden.
In der Schorfheide kamen wir dann auch an die Havel. An der Schleuse Regow war reger Schiffsverkehr. Es ist möglich, auf der Havel bis nach Berlin zu schippern.
Ganz witzig war dann auch die Fahrt durch Himmelpfort. Da brauchts natĂŒrlich ein eigenes Postamt und ein bisschen Kitsch.
Auch heute war das Wetter sehr durchwachsen und sehr kĂŒhl. Mit einigen warmen Sonnenstrahlen am Ende der Tour, wars dann aber insgesamt ein sehr schöner Tag.
10.08.2023
Nach einer sehr ruhigen Nacht in unserem "Radlerzimmer" mussten wir uns unser FrĂŒhstĂŒck heute erst verdienen. Leider gab es in der Unterkunft keines, und so mussten wir erst ca. 13 Kilometer radeln, um in Wesenberg eine BĂ€ckerei zu finden, die auch ein FrĂŒhstĂŒck angeboten hat.
Heute bewegten wir uns hauptsĂ€chlich im MĂŒritz Nationalpark. Und ganz speziell auch wieder an der Havel entlang bzw. an Seen, die von der Havel durchflossen werden. So auch der Woblitzsee bei Senftenberg. Hier gibt es regen Tourismus, und man sieht hier die typischen Hausboote, die in der ganzen MĂŒritz immer wieder zu sehen sind. Da hier auch der Radweg Berlin Koppenhagen verlĂ€uft, auf den wir immer wieder getroffen sind, haben wir sehr oft hervorragend ausgebaute Radwege benutzen dĂŒrfen.
Ein Grund fĂŒr diese parallel zu den Landstrassen verlaufenden Radwegen ist sicherlich der, dass die StraĂen noch sehr oft gepflastert sind, und mit dem Rad quasi unfahrbar sind.
Aussichtsturm
AnfĂ€nglich war das Wetter noch ganz nett, und wir konnten einen regenfreien Tag erleben. Sonnige und bewölkte Abschitte wechselten sich regelmĂ€Ăig ab. Allerdings war es zwischendrin sehr sehr kalt.
Eine schöne Zwischenstation war heute Waren an der MĂŒritz. Mit einem sehr schönen Blick ĂŒber die MĂŒritz eröffnete sich uns die Siluette der Altstadt. Diese haben wir dann bei einem kleinen Spaziergang erkundet.
Im der traditionsreichen Kneipe Amboss wo schon Schröder und WeizÀcker gesessen haben, machten wir einen kleinen Einkehrschwung.
Die Kneipe steht unter Denkmalschutz, und es darf nichts verÀndert werden.
Die restlichen Kilometer bis zu unserem Etappenziel Krakow am See waren dann ĂŒberschaubar. Es ging durch sehr schöne, teilweise sehr landwirtschaftlich geprĂ€gte Landstriche. Ab und zu mussten wir mal halten, um das Kraut, das auf den riesigen Ăckern angebaut wird zu identifizieren. So auch ein Acker mit Lupinen. Kannten wir vorher auch nicht.
In Krakow angekommen konnten wir noch die letzten Sonnenstrahle im Seerestaurant mit unserem obligatorischen AnkunftsgetrĂ€nk genieĂen. Der See ist wunderschön gelegen. Hier könnte man sicher auch mehrere Tage verbringen. Am Abend haben wir noch lecker im Nordischen Hof gespeist (es war sogar drauĂen möglich). Dort werden osteuropĂ€ische Leckereien angeboten. Piroggen, Borscht oder rote Beete Suppe sind nur ein paar Beispiele von der Speisekarte - voll lecker.
Zepelinai (Zeppelin) gefĂŒllte Kartoffelklöse mit Hackfleisch und Schmand
11.08.2023
Heute hatten wir endlich mal von Anfang bis Ende das Wetter, das wir uns auch vorgestellt hatten. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach einem ganz ordentlichen FrĂŒhstĂŒck in Krakow los.
Die erste gröĂere Stadt war GĂŒstrow. GĂŒstrow ist bekannt fĂŒr seinen berĂŒhmten Bewohner Ernst Barlach. Im Dom in GĂŒstrow hĂ€ngt dann auch eines seiner bekannteren Werke, der schwebende Engel.
In GĂŒstrow haben wir dann den Fernradweg Berlin-Kopenhagen verlassen, da dieser einen groĂen Umweg Richtung Rostock machte.
Das sollte sich etwas rĂ€chen, war doch eine ca. 5 Kilometer lange Strecke auf einer stark befahrenen BundesstraĂe, ohne jeglichen Radweg, das Ergebnis. Das macht nicht wirklich SpaĂ.
In Schwaan waren wir dann Gott sei Dank wieder auf dem Fernradweg, und den Rest bis Rostock konnten wir dann zĂŒgig und angenehm auf diesem entlangradeln.
In Rostock angekommen haben wir uns erst mal in der Innenstadt eine Erfrischung gegönnt. Danach haben wir dann noch die Marienkirche besichtigt. Die Marienkirche ist schon etwas sehr besonderes, hat sie doch eine bombastische Orgel, und eine uralte astronomische Uhr, die zufÀllig auch noch geschlagen hat, wÀhrend wir anwesend waren.
Weiter war in der Kirche gerade eine Sonderausstellung der zehn Gebote von Udo Lindenberg. SelbstverstÀndlich gemalt mit Farben aus Eierlikör.
12.08. - 15.08.2023
Nach der anstrengenden Tour durch den Osten Deutschlands wollten wir noch ein paar Tage an der Ostsee entspannen. Dazu hatten wir uns in der Villa Baltica fĂŒr 4 NĂ€chte einquartiert. Das war eine gute Entscheidung, da die Villa alles fĂŒr einen entspannten Urlaub geboten hat. Neben einem super schönen Zimmer hatten wir an jedem Morgen ein wunderbares FrĂŒhstĂŒck. Am Nachmittag standen im sehr schön gestalteten Hinterhof GetrĂ€nke und Snacks zur VerfĂŒgung.
Der Weg an die Ostsee war nicht besonders weit, mit dem Fahrrad waren es gerade mal 3 Minuten. Dort verbrachten wir dann auch gleich den ersten Abend, und konnten den wunderschönen Sonnenuntergang erleben.
FĂŒr einen Ausflug ĂŒber das Fischland-DarĂ haben wir eine Busfahrt mit dem Rad-Bus nach Zingst geplant. Die Fahrt dauerte gut eineinhalb Stunden und fĂŒhrte von Dierhagen ĂŒber Wustrow, Born am DarĂ und Prerow nach Zingst. WĂ€hrende der Fahrt konnten wir schon die Schönheit des Fischlandes betrachten. Allerdings war die RĂŒckfahrt mit dem Fahrrad dann nochmal um so schöner.
Leider sind die Tage an der Ostsee viel zu schnell vorbeigegangen, und wir mussten schon unsere RĂŒckreise mit dem Zug antreten. Mit dem Bummelzug ging es zuerst von Graal-MĂŒritz nach Rostock, und von Rostock mit dem Regionalexpress nach Berlin. Berlin erreichten wir um zwei Uhr. Dort besuchten wir dann Onkel Birn von Elke. Dazu radelten wir vom Hauptbahnhof vorbei an SchloĂ Bellvue und der SiegessĂ€ule, weiter entlang des Tiergartens in den Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf, wo Birn wohnt.
Nach einem leckeren Essen beim Mexikaner und ein zwei ErfrischungsgetrĂ€nken gings dann am Abend wieder zurĂŒck zum Hauptbahnhof, um dann mit dem ICE von Berlin nach Stuttgart zurĂŒck zu fahren.
Nach einer spannenden Fahrt mit dem ICE sind wir dann morgens um kurz vor 6 Uhr in Stuttgart angekommen. Eine kurze Fahrt mit dem RE nach NĂŒrtingen hat sich dann noch angeschlossen. Da der Zug nicht bis nach Metzingen fuhr, und in NĂŒrtingen wegen Bauarbeiten die Endstation hatte, mussten wir dann die letzten Kilometer nach Metzingen zurĂŒckradeln, was aber auch seinen Charme hatte und wir mit dem Fahrrad nach zweieinhalb Wochen zu Hause angekommen sind.