Elke und Siegfried's Reiseblog
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Zuletzt in Metzingen

Deutschlands Osten 2023

Veröffentlicht: 28.07.2023




Tag 1: Anreise nach Hof

28.07.2023

Gut verstaut
Historische Bahnfahrt
Fahrzeit ca. 2,5 Stunden
Neueste Technik 😀


Mit einer kleinen VerspĂ€tung sind wir in Hof angekommen. Ist nicht wirklich ein Highlight, dafĂŒr ist der See in der NĂ€he wirklich wunderschön.

Auf dem Weg zum Untreusee
Untreusee, 18 Grad warm

Ein Bad im See darf natĂŒrlich nicht fehlen. Bissle kalt, aber herrlich erfrischend. Nach dem Abendessen auf der Hotelterrasse haben wir den See noch umrundet und bei einem GlĂ€schen den Abend ausklingen



Tag 2: von Hof nach Klingenthal

  29.07.2023

Start unserer Tour in Hof am Untreusee. Das Wetter war wie fast ĂŒberall momentan in Deutschland sehr durchwachsen, Regen somit ziemlich wahrscheinlich. Nach leichtem Nieselregen wurde es dann auf den ersten Kilometern aber erstaunlich trocken.

War schon ĂŒppiger 😏
noch wars trocken

Nach ca. 20 km erreichten wir das DreilĂ€ndereck Bayern - Sachsen - Tschechien. Heute ein einsamer Punkt im Wald, frĂŒher sicher sehr gut gesichert.

FrĂŒher eiserner Vorhang, heute grĂŒnes Band
Was das wohl ist
😀

Lags am GrenzĂŒbertritt? Wohl eher nicht, allerdings hat es kurz danach jĂ€mmerlich angefangen zu regnen. Regenklammotten an, und durch. Bis ins ca. 10 km entfernte Bad Elster hat es jedenfalls nicht mehr aufgehört zu regnen.

sollen wir weiterfahren, oder nicht?
Es gibt kein schlechtes Wetter đŸ€Šâ€â™‚ïž
Ganz kurz in Tschechien
Unterschlupf gefunden.

Dort angekommen machten wir erst mal eine ausgedehnte Pause, und warteten besseres Wetter ab. Das dann auch tatsÀchlich immer besser wurde.


Weiter gings dann trocken und teilweise sonnig durchs Vogtland bis nach Klingenthal. Zu unserer Unterkunft, der Juhe Klingenthal radelten wir  dann entlang der deutsch-tschechische Grenze, und es ging nochmal ordentlich hoch, auf 935 hm. Die Aschbergalm war dann ein willkommener Anlaufpunkt fĂŒr unser AnkunftsgetrĂ€nk 😁

Die Dreirainsteine
SchutzhĂŒtte, die wir Gott sei Dank nicht benötigten
Grab aus dem ersten Weltkrieg
Die Kammstraße
Wetter wurde immer besser
Entlang der Grenze zum Aschberg
Blick auf den Aschberg
Die Aschbergalm
Juhe auf dem Aschberg
Aschbergturm
Noch ein Gewitter zieht auf

Blick vom Aschbergturm auf Klingenthal

Zum Abendessen waren wir dann gleich um die Ecke, in dem schönen Berggasthof "Schöne Aussicht" . Ist absolut zu empfehlen.

Wenn es schön ist, kann man auch wunderbar auf der Terrasse sitzen. Leider konnten wir das aufgrund des aufkommenden Gewitters nicht genießen.

mmmh, lecker
Nach dem Gewitter
Tolle Abendstimmung

In der Hoffnung auf besseres Wetter am nĂ€chsten  Morgen, gehts ab in die gemĂŒtliche Jugendherbergs-Heia 😊


Tag 3: von Klingenthal nach Wolkenstein

30.07.2023

Nach einem eher spartanischen Juhe-FrĂŒhstĂŒck fuhren wir heute die ersten Kilometer auf der sehr schönen Kamm-Strasse bis Johanngeorgenstadt.


 

Abfahrt an der Juhe

Wieder auf der Kammstrasse
Hochmoor
Grosser Kranichsee

Johanngeorgenstadt hat eine interressante Geschichte, unter anderem den Bergbau. Die Pferdegöpel haben zur Förderung unter Anderem von Silber gedient. Eine der Göpel, die wieder aufgebaut wurde, haben wir dort besichtigt.

Pferdegöpel
  
Schwibbogen, Ursprung in Johangeorgenstadt


Kurz nach Johanngeorgenstadt gings dann in Breitenbach vorbei an den unzĂ€hligen MarktstĂ€nden ĂŒber die Grenze nach Tschechien. Entlang der wunderschönen Cerna radelten wir dann wieder stramm auf ĂŒber 900 Meter Höhe.

MarktstÀnde an der Grenze zu Tschechien

Cerna
Immer geradeaus und bergauf


ZurĂŒck an der Grenze begann dann auch schon die Auffahrt zum Fichtelberg, dem höchsten Berg Sachsens und gleichzeitig auch unserer Reise. Die Auffahrt ist mit dem Auto und der Gondel von Oberwiesenthal möglich, entsprechend viel ist dort immer los.


Auffahrt zum Fichtelberg
Das Fichtelberghaus

Ganz ungewöhnlich war dann die Abfahrt vom Fichtelberg. Zuerst auf der alten Rodelbahn und dann eher zufÀllig, ein paar Meter durch die alte, ziemlich verkommene Bobbahn.

hier fÀhrt kein Bob mehr runter ;)
Alte Bobbahn
😀

Weiter fuhren wir dann durchs schöne Erzgebirge nach Breitenbach und Jöhstadt. Danach gings dann ins Preßnitztal und dort immer schön bergab, bis nach Wolkenstein, unserem heutigen Ziel.

Typischer Wald- und Radweg
entlang der Preßnitz
Museumsbahn
Museumsbahn
Alter Stollen

Schloss Wolkenstein
Wunderschöne Umgebung.

Zum Abendessen gings dann in die SchlossschÀnke.

Eine rundum sehr schöne, aber auch lange Tagesetappe.

sehr uriger Gastraum



Tag 4: von Wolkenstein nach Altenberg

31.07.2023

Das Wetter war heute am Anfang nicht anders als die Tage zuvor. Stark bewölkt, aber zumindest hat es nicht geregnet.

Steile Abfahrt ganz am Anfang
Offene Pferdegöpel

Ein Highlight war heute das Schwarzwassertal. Wild romantisch gings ca. 9 km immer leicht bargauf.

Im Schwarzwassertal

Am Nonnenfelsen
schöne SteinbrĂŒcke am Ende des Tales

Danach fuhren wir noch etliche Kilometer durch die typische Erzgebirgslanschaft. Vor Obernhau gab's dann eine sehr entspannte fast 10 km lange Abfahrt durch den Wald. Dort machten wir dann eine kleine Rast in der SaigerhĂŒtte, ein fast vollstĂ€ndiges erhaltenes Ensemble einer ErzhĂŒtte, und Teil des Unesco Welterbes "Montanregion Erzgebirge".

SaigernhĂŒtte in Obernhau
Kurzer Trail
ungewöhnliche Architektur am Wegesrand

Der Rest der Strecke verlief dann, bei besserem Wetter, wieder auf der wunderschönen Kammstrasse entlang der Grenze zu Tschechien.

Das war heute auch wieder eine lange Tour mit vielen Höhenmetern.



Tag 5: von Altenberg nach Bad Schandau

01.08.2023

Kalt und regnerisch war's in der Nacht, und so fing auch der Tag an. Nach einem guten FrĂŒhstĂŒck bei den sehr netten Gastleuten in der Pension zur 23, fuhren wir erst mal bei Regen los. GlĂŒcklicherweise konnten wir die ersten Kilometer auf Asphalt fahren.

Ziemlich ungemĂŒtlich

Mit der Zeit ließ der Regen dann etwas nach, und wir fuhren durch das ziemlich einsame Tal des Nasenbaches. Dieses ging dann nahtlos ins Tal der Gottleuba ĂŒber, und endete an der gleichnamigen Talsperre. Von dort ging es dann ĂŒber offenes GelĂ€nde in Richtung Hellendorf.

Am Nasenbach
Talsperre Gottleuba

Ab Hellendorf radelten wir dann im Wald bergauf zu unserer ersten BerĂŒhrung mit dem Elbsandstein, nĂ€mlich dem Zeisigstein. Der ist nicht besonders hoch, und deshalb einfach zu besteigen.

Aufstieg zum Zeisigstein
Kletterhilfe :)
SchutzhĂŒtte am Zeisigstein

Auf einem wunderschönen Waldweg fuhren wir dann eine super Abfahrt bis zu unserem Pausenziel der OttomĂŒhle.

Auf dem Weg nach Bielatal zeigte sich uns der Reiz des Elbsandsteingebirges. Links und rechts des Weges waren immer wieder die so typischen Sandsteinformationen zu sehen. Eine witzige Abwechslung war dann der Gang durchs Labyrinth. Eine riesige Felslandschaft, durch die ein nummerrierter Weg angelegt wurde.


WWie in jungen Jahren😀
Zu unserem Tagesziel Bad Schandau waren es von dort aus nur noch wenige Kilometer.

An der Elbe angekommen setzten wir mit der FĂ€hre ans andere Ufer ĂŒber,
und fuhren den Rest der Strecke auf dem Elbtalradweg.


Nach dem Einchecken in unser Hotel, in dem wir einen Pausentag verbringen, gings dann zum Abendessen ins Örtchen, und danach noch eine kleine Runde durch Bad Schandau. Am Elbufer gabs dann noch ein SonnenuntergangsgetrĂ€nk.

Blick aus dem Hotelzimmer
Historischer Personenaufzug
Am Elbufer




Tag 6: "Ruhetag" in Bad Schandau

02.08.2023

FĂŒr zwei NĂ€chte genossen wir den Luxus eines vier Sterne Hotels direkt an der Elbe - man gönnt sich ja sonst nichts 😜

Wer uns kennt weiß, daß "Ruhetag" nix fĂŒr uns ist. Deshalb haben wir eine kleine Tour im Kirnitzschtal geplant.

Historische Bahn

Auf dem FlĂ¶ĂŸersteig wanderten wir auf dem FlĂ¶ĂŸersteig vom Endbahnhof der historischen Kirnitzschtalbahn zurĂŒck zur Ostrauer MĂŒhle.

Auf dem FlĂ¶ĂŸersteig
Sieht nicht ganz gesund aus
Trockenheit und BorkenkÀfer setzen dem Wald zu

Der FlĂ¶ĂŸersteig hat die Qulifikation "schwer", was uns erst im unteren Drittel klar wurde. Am Anfang war es ein schöner, gut zu gehender Weg, weiter unten mussten wir dann auch mal etwas kraxeln. Trittsicherheit und ein bisschen Schwindelfreiheit wĂ€ren nicht schlecht.

Nass und rutschig
Ab und zu etwas ausgesetzte Stellen

NatĂŒrlich nutzten wir den Tag auch um mal Grosse WĂ€sche zu machen 😊

Den Abend haben wir dann in der örtlichen Gastronomie bei leckeren sÀchsischen SpezialitÀten verbracht.





Tag 7: von Bad Schandau nach Bautzen

03.08.2023

Man kann sagen, dass war unsere letzte „Bergetappe“. Mit 85 Kilometern und 1600 hm war sie nochmal richtig anstrengend. Aber auch ganz besonders, da er Weg mitten durch das Elbsandsteingebirge fĂŒhrte.

Die Kirnitzsch

Ein StĂŒck radelten wir dann dem schönen und wilden Kirnitzschtal entlang, bevor wir in Hinterhermsdorf den Nationalpark verlassen haben. Von da an verĂ€nderte sich die Landschaft. Es gab nicht mehr so viel Wald, und die Gegend ist viel mehr landwirtschaftlich geprĂ€gt. Wir sind in der Oberlausitz angekommen.

Schöner Rastplatz mitten im Wald
Typisches Haus in der Oberlausitz

Nach Sebnitz, die Stadt der Kunstblumen (wer weiß das nicht😉) mussten wir noch einen HĂŒgel erklimmen, bevor es ins Spreetal ging.

Die junge Spree

Die letzten knapp 20 Kilometer bis Bautzen waren dann super abwechslungsreich. Und die eine oder andere Möglichkeit Erfrischungen zu uns zu nehmen gabs dann auch noch.

wunderschöner Radweg entlang der jungen Spree
willkommener Zwischenstop
Trail Richtung Bauzen

Bautzen hat uns dann positiv ĂŒberrascht. Eine wunderschöne und belebte Innestadt hat uns empfangen. Und es bewĂ€hrt sich immer wieder, wenn man die Unterkunft zentrumsnah bucht, und diesmal war das wieder sehr zentral direkt am Hauptmarkt.

Blick aus dem Hotelzimmer auf den Hauptmarkt
Rathaus Bautzen
Bauzener Senf, weltbekannt.

FĂŒr einen Stadtrundgang hatten wir nicht  viel Zeit, aber die SehenswĂŒrdigkeiten waren in einem kleinen Radius, so konnten wir doch schon einiges der historischen Innenstadt sehen.

Nicolaikirche mit Friedhof
Im Inneren der Nicolaikirche
Ortenburg

Ein Highlight war dann noch der eher zufĂ€llige Besuch einer PopUp Kneipe im BĂŒrgergarten, mit fantastischem Ausblick auf den  Sonnenuntergang. War super schöne, und ein gelungener Abschluss in Bautzen. Einen Besuch können wir empfehlen.




Tag 8: von Bautzen nach Senftenberg/Sallgast

04.08.2023

Nach dem sehr schönen Abend in Bautzen, und einem sehr guten FrĂŒhstĂŒck ging unsere erste flache, und ĂŒber 100 km lange Etappe, vorbei an einigen gefluteten Tagebauseen.

Gefluteter Tagebau
Mr. Adebar
Kraniche am Wegesrand

In diesem Gebiet siedeln auch schon seit dem 7. Jahrhundert der Volksstamm der Sorben. Gut zu erkennen an den zweisprachigen Orts- und Strassenschildern.

Überall zweisprachig
Schöner Rastplatz
Infoplatz des Bergbaus in der Oberlausitz

Trisstess machte sich dann in Hoyerswerda breit. Da muss man nicht gewesen sein. Ein Besuch im Zusemuseum (das war der mit dem Computer) fand keine Mehrheit, deshalb gings nach einem Kaffee auch gleich weiter.

Trail kurz vor Hoyerswerda
Eine SehenswĂŒrdigkeit in Hoyerswerda
... Und die zweite

Nach Hoyerswerda fuhren wir entlang des Senftenberger Sees, von wo es dann nur noch ein paar Kilometer zum Hotel waren. 100 km Flachetappe, sehr schön, aber trotzdem anstrengend.

Kurzer Wolkenbruch, trocken ĂŒberstanden
Hier kann man ĂŒbernachten
Letzte Meter vor dem Ziel
Schloss Sallgast
 



Tag 9: von Sallgast nach Leibsch

05.8.2023

Auf diese Etappe haben wir uns sehr gefreut, fĂŒhrte sie doch mitten durch das Innere des Spreewaldes. Vorbei an den Drehorten des Spreewaldkrimis, und natĂŒrlich Heimat der so leckeren Spreewaldgurken. Und was soll man sagen, beides konnten wir erkunden, und verkosten.

Schöner Waldweg

Am Anfang der heutigen Tour liefs super, und schnell hatten wir 20 km runter. Sehr abwechslungsreich fuhren wir durch Wald und Wiesen. Interessante Einblicke in die Waldwirtschaft konnten wir bei einem spontanen GesprÀch mit einem Förster mitten im Wald bekommen.

Wer kennt sie nicht, die Kalauer, und just in Calau kamen wir vorbei. SelbstverstĂ€ndlich fuhren wir ins StĂ€dtchen. Allerdings ist das nur durch seine Witzherkunft bekannt, und nicht weil es besonders schön ist. Hier natĂŒrlich ein Kalauer:

Geht ein Cowboy zum Friseur. Als er wieder rauskommt, ist sein Pony weg 😀

Nach witeren 20 km waren wir dann mitten im BiosphĂ€renreservat Spreewald. In Raddusch erreichten wir den ersten sehr schönen Bootsableger fĂŒr die typischen Bootsrundfahrten.

FĂ€hrhafen Raddusch
typisches Ausflugsboot

Auf DĂ€mmen fuhren wir auf sandigem Untergrund entlang der sogenannten Fließe (Wasserstrassen) Recht anstrengend waren die etlichen Überquerungen auf den HolzbrĂŒcken ĂŒber die Fließe.

Sogenannte Fließe
Ein stÀndiges rauf und runter

Ein kurzer Einkehrschwung in der tradtionsreichen Waldkneipe Wotschofska war natĂŒrlich Pflicht.

FĂ€hrhafen in LĂŒbbenau

In LĂŒbbenau ist das Zentrum des Spreewaldes. Entsprechen gut besucht ist der nett hergerichtete Ort. Ein kurzer Besuch des Spreewaldmuseum war zeitlich auch noch drin.


Model fĂŒr Textildruck
Das Ergebnis
Verschiedene Handwerker waren ausgestellt
Lok der alten Spreewaldlinie
sehr holpriger Abschnitt durch den Spreewald

Geflasht von der fantastischen Landschaft fuhren wir wie in Trance die letzten Kilometer zu unserer heutigen Unterkunft (đŸ€Šâ€â™‚ïž was fĂŒr ein Satz)

Nein, im Ernst, die Seenlandschaft auf dem letzten Drittel der Tour war mit den vielen SchwÀnen und anderen Wasservögeln schon sehr beeindruckend.

Nest eines Haubentauchers
Abendrot schlecht Wetter droht?


TAG 10: von Leibsch nach Buckow am See

06.08.2023

Da gibt es nicht viel zu erzÀhlen. Regen, Regen, Regen.

Allerdings musste ich zuerst einen Platten flicken, den ich mir tags zuvor geholt hatte.

Eine nette Abwechslung war dann die Fahrt entlang eines gerade stattfindenden Triathlons am ScharmĂŒtzelsee.

Wechselstelle
Am ScharmĂŒtzelsee
Kurze Rast

Viel weiter war an diesem Tag nicht. Erfreulicher Weise war es eine kurze Etappe, und wir waren froh am Mittag in Buckow in der mÀrkischen Schweiz anzukommen.

Schleuse an der Spree



TAG 11 : Pausentag in Buckow am See

07.08.2023

Nach einem leckeren FrĂŒhstĂŒck schlenderten wir erst mal am Brecht-Haus und am Buckow-See entlang. Ein kurzer Besuch im Naturparkhaus und eine Schiffahrt auf dem SchermĂŒtzelsee, KaffeepĂ€uschen mit lecker Kuchen am Mittag, und Abends Pasta beim hiesigen Italiener rundeten den Tag ab. Es war den ganzen Tag windig bis stĂŒrmisch, und wieder sehr durchwachsen, mit Sonne und Regen im Wechsel.

Hier die Impressionen des Tages

Villen am SchermĂŒtzelsee
meistens sehr schön hergerichtet
Brecht Haus
Igitt, gemeine Feuerwanze
Buckowsee
Eiszeitpfad
Blick auf Buckow
Hotel in Buckow
đŸ‘ŒđŸ»

Spaziergang in der mÀrkischen Schweiz
Animierte Karte im Naturparkhaus
130 Jahre Schiffahrt auf dem See
SchermĂŒtzelsee



 

Tag 12: von Buckow nach AlthĂŒttendorf

08.08.2023

Nach dem Pausentag durften wir dann endlich wieder aufs Rad 😉. Es war wieder sehr frisch, aber es hat nicht mehr so gestĂŒrmt wie tags zuvor.

Seehotel in Buckow

Gut zu fahrender Waldweg
Kirche in Wriezen

Die ersten Kilometer waren noch recht sonnig, das Ànderte sich im Laufe des Tages, und wir hatten immer wieder kurze Schauer. Denen konnten wir aber meist gut aus dem Weg gehen, indem wir passende Möglichkeiten zum Unterstehen gefunden haben.

Brikketfabrik
Spannender Trail entlang der alten Oder
teilweise sehr zugewachsen
In Bad Freienwalde
Fontane Geburtshaus
Das Oderbruch
An der Oder angekommen

Auf dem Oderdamm
Gerade noch geschafft
Alte Oder
Zum Schiffshebewerk
Mal etwas Sonne
Auf dem Weg zum Hebewerk

Ein Highlight war heute dann der Besuch des Schiffshebewerkes in Niederfinow. Wirklich beeindrucken welcher Kraftaufwand dort vor ĂŒber 100 Jahren betrieben wurde, um den Höhenunterschied zu ĂŒberbrĂŒcken, damit eine Schifffahrt möglich war. Damit auch lĂ€ngere Schiffe transportiert werden konnten, wurde ein neues Hebewerk gebaut, das Ende 2022 nach mehrjĂ€hriger Verzögerung und etlichen Kostenerhöhungen in Betrieb ging.

Über einen Nebenarm der Oder
Ausgediente Schleuse
Links altes Hebewerk, rechts das Neue
Regen kĂŒndigt sich mal wieder an.
Neues Hebewerk
Altes Hebewerk

Ausflugsschiff in Hebung


Von Finow aus waren es noch gut 20 Kilometer zu fahren. Ein kurzer Besuch des ehemaligen Klosters Chorin konnten wir dann wieder bei Sonnenschein machen. Ein interessantes Ensemble mit sicher interessanter Geschichte. Beim Besuch des Klosterkaffees konnten wir uns mit lecker Kuchen ein bisschen stÀrken.

Kreuzgang im ehemaligen Kloster Chorin
Kloster Chorin
Unsere Unterkunft am Grimnitzsee
Sauna direkt am See

Auch an dieser Unterkunft, geplant am schönen Grimnitzsee musste der Sprung ins Wasser wegen mangelnder Temperatur entfallen đŸ„Ž

Gerne hÀtten wir auch die super schöne Sauna ausprobiert, die auf dem Steg direkt am Wasser stand. Allerdings war die schon ausgebucht, und die Zeit war auch etwas knapp. Vielleicht kommen wir ja irgenwann mal wieder hierher.



Tag 13: von AlthĂŒttendorf nach Strasen

09.08.2023

Die Wetteraussichten waren eigenlich nicht ganz schlecht, und tatsÀchlich schien am Morgen die Sonne. Allerdings war es sau kalt.

Nach einem sehr guten FrĂŒhstĂŒck fuhren wir nach Friedrichswalde und dann vorbei am LĂŒbbesee nach Templin.


Grimnitzsee
Im Dorf der Holzschumacher
Kombination aus Kopfsteipflaster und Teer

Interessanter Weise wechselten die StraßenbelĂ€ge immer wieder. Uns waren natĂŒrlich die geteerten Straße am liebsten. Aber leider gab es immer wieder gepflasterte Straßen, und welche die mit Teer und Pflaster gemischt waren. Es war ein Graus, auf den gepflasterten Straßen zu fahren, aber erfreulicher Weise kam das nicht ganz so oft vor.


Schöner Waldweg.

Buchweizen
Buchweizenfeld

Ab und an konnten wir die Pflanzen, die auf den Feldern angebaut wurden, nicht zuordnen. Google sei Dank, wir konnten die Pflanzen bestimmen ;) Wie hier an den Bilder zu erkennen ist, ein riesiges Buchweizenfeld.

Interessant zu beobachten waren auch die BemĂŒhungen der Förster, den Wald von einer reinen Kiefern-Monokultur in einen Mischwald umzubauen. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, ist das möglich, dauert aber eine sehr lange Zeit, und ist sehr aufwĂ€ndig. Da Rehe die kleinen PflĂ€nzchen sehr gerne fressen, mĂŒssen solche Waldabschnitte eingezĂ€unt werden, bis die Pflanzen entsprechend groß sind.

Mono-Kiefernwald links

Mischwald rechts
Traumfahradstrasse durch den Wald 🙂
LĂŒbbesee kurz vor Postheim
Seehotel in Postheim

Postheim ist ein Stadtteil von Templin und hat seinen Namen tatsĂ€chlich von der frĂŒheren Nutzung der Post als Erhohlungsheim fĂŒr gestresste Postmitarbeiter bekommen.

Rathaus in Templin
Stadttor in Templin

Templin hat das gleiche Problem wie fast alle StĂ€dte, durch die wir gefahren sind, es ist nĂ€mlich ziemlich trostlos. Der Verkehr fĂŒhrt mitten durch die Stadt, es gibt nicht wirklich viel Infrastruktur und noch weniger SehenswĂŒrdigkeiten, also nichts was wirklich zum Verweilen einlĂ€dt. FĂŒr mehr als eine kurze Kaffeepause im ganz netten Kaffee am Marktplatz hat es dann auch nicht gereicht.

Die Bedeutung der zweisprachigen Schilder mĂŒssen wir noch herausfinden.

nettes Kirchlein
In der kleinen Schorfheide
Gedenkstein fĂŒr einen ermorderten Förster

Ab und zu plant man Wege, von denen man nicht weiß, ob sie fahrbar sind oder nicht. Der Weg durch die kleine Schorfheide war so einer. Die Sorge war allerdings unbegrĂŒndet, die Fahrt war ein Erlebnis. Fernab der "normalen" Radwege, und kein Mensch unterwegs. Etwas spannend wars aber schon.

Mittendrin haben wir auch ein schönes PlĂ€tzchen fĂŒr eine Pause gefunden.

Sandiger Weg

In der Schorfheide kamen wir dann auch an die Havel. An der Schleuse Regow war reger Schiffsverkehr. Es ist möglich, auf der Havel bis nach Berlin zu schippern.

Schleuse an der Hafel

Ganz witzig war dann auch die Fahrt durch Himmelpfort. Da brauchts natĂŒrlich ein eigenes Postamt und ein bisschen Kitsch.

Im Weihnachtsbaus
Seltene Sonnenstunden
Am Schwedtsee
Unser Ziel
Schöne Abendstimmung

Auch heute war das Wetter sehr durchwachsen und sehr kĂŒhl. Mit einigen warmen Sonnenstrahlen am Ende der Tour, wars dann aber insgesamt ein sehr schöner Tag.




Tag 14: von Strasen nach Krakow am See

10.08.2023

Nach einer sehr ruhigen Nacht in unserem "Radlerzimmer" mussten wir uns unser FrĂŒhstĂŒck heute erst verdienen. Leider gab es in der Unterkunft keines, und so mussten wir erst ca. 13 Kilometer radeln, um in Wesenberg eine BĂ€ckerei zu finden, die auch ein FrĂŒhstĂŒck angeboten hat.

immer wieder Backsteinkirchlein unterwegs
Sonnenblumen so weit das Auge reicht
super Radwege

Heute bewegten wir uns hauptsĂ€chlich im MĂŒritz Nationalpark. Und ganz speziell auch wieder an der Havel entlang bzw. an Seen, die von der Havel durchflossen werden. So auch der Woblitzsee bei Senftenberg. Hier gibt es regen Tourismus, und man sieht hier die typischen Hausboote, die in der ganzen MĂŒritz immer wieder zu sehen sind. Da hier auch der Radweg Berlin Koppenhagen verlĂ€uft, auf den wir immer wieder getroffen sind, haben wir sehr oft hervorragend ausgebaute Radwege benutzen dĂŒrfen.

Ein Grund fĂŒr diese parallel zu den Landstrassen verlaufenden Radwegen ist sicherlich der, dass die Straßen noch sehr oft gepflastert sind, und mit dem Rad quasi unfahrbar sind.

Eigentlich unsere liebsten Wege
Vogelschutzgebiet im Naturpark

Aussichtsturm

AnfĂ€nglich war das Wetter noch ganz nett, und wir konnten einen regenfreien Tag erleben. Sonnige und bewölkte Abschitte wechselten sich regelmĂ€ĂŸig ab. Allerdings war es zwischendrin sehr sehr kalt.

Eine schöne Zwischenstation war heute Waren an der MĂŒritz. Mit einem sehr schönen Blick ĂŒber die MĂŒritz eröffnete sich uns die Siluette der Altstadt. Diese haben wir dann bei einem kleinen Spaziergang erkundet.

Marktplatz in Waren

Im der traditionsreichen Kneipe Amboss wo schon Schröder und WeizÀcker gesessen haben, machten wir einen kleinen Einkehrschwung.

Die Kneipe steht unter Denkmalschutz, und es darf nichts verÀndert werden.

Man achte auf die Kleidung, nicht sehr sommerlich :(

Die restlichen Kilometer bis zu unserem Etappenziel Krakow am See waren dann ĂŒberschaubar. Es ging durch sehr schöne, teilweise sehr landwirtschaftlich geprĂ€gte Landstriche. Ab und zu mussten wir mal halten, um das Kraut, das auf den riesigen Äckern angebaut wird zu identifizieren. So auch ein Acker mit Lupinen. Kannten wir vorher auch nicht.

Lupinenacker
SĂŒĂŸlupine?
uralte SchÀfer-Buche ca. 200 Jahre alt

In Krakow angekommen konnten wir noch die letzten Sonnenstrahle im Seerestaurant mit unserem obligatorischen AnkunftsgetrĂ€nk genießen. Der See ist wunderschön gelegen. Hier könnte man sicher auch mehrere Tage verbringen. Am Abend haben wir noch lecker im Nordischen Hof gespeist (es war sogar draußen möglich). Dort werden osteuropĂ€ische Leckereien angeboten. Piroggen, Borscht oder rote Beete Suppe sind nur ein paar Beispiele von der Speisekarte - voll lecker.

erste Reetgedecktes Dach was uns begegnet ist
rechts unser Hotel
Rathaus in Krakow

Zepelinai (Zeppelin) gefĂŒllte Kartoffelklöse mit Hackfleisch und Schmand




Tag 15: von Krakow am See nach Graal MĂŒritz

11.08.2023

Heute hatten wir endlich mal von Anfang bis Ende das Wetter, das wir uns auch vorgestellt hatten. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach einem ganz ordentlichen FrĂŒhstĂŒck in Krakow los.

wieder schöne, einsame Straßen
mal Schotter, mal geteert
Badesee bei GĂŒstrow

Die erste grĂ¶ĂŸere Stadt war GĂŒstrow. GĂŒstrow ist bekannt fĂŒr seinen berĂŒhmten Bewohner Ernst Barlach. Im Dom in GĂŒstrow hĂ€ngt dann auch eines seiner bekannteren Werke, der schwebende Engel.

In GĂŒstrow haben wir dann den Fernradweg Berlin-Kopenhagen verlassen, da dieser einen großen Umweg Richtung Rostock machte.

Das sollte sich etwas rĂ€chen, war doch eine ca. 5 Kilometer lange Strecke auf einer stark befahrenen Bundesstraße, ohne jeglichen Radweg, das Ergebnis. Das macht nicht wirklich Spaß.

In Schwaan waren wir dann Gott sei Dank wieder auf dem Fernradweg, und den Rest bis Rostock konnten wir dann zĂŒgig und angenehm auf diesem entlangradeln.

Marienkirche in Rostock
astronomische Uhr in der Marienkirche

In Rostock angekommen haben wir uns erst mal in der Innenstadt eine Erfrischung gegönnt. Danach haben wir dann noch die Marienkirche besichtigt. Die Marienkirche ist schon etwas sehr besonderes, hat sie doch eine bombastische Orgel, und eine uralte astronomische Uhr, die zufÀllig auch noch geschlagen hat, wÀhrend wir anwesend waren.

Weiter war in der Kirche gerade eine Sonderausstellung der zehn Gebote von Udo Lindenberg. SelbstverstÀndlich gemalt mit Farben aus Eierlikör.

Der Meister himself
Du sollt nicht töten...
Bis nach Graal MĂŒritz war es dann noch ca. 25 Kilometer zu fahren, die wir bei bestem Wetter absolvieren konnten. Nach 1050 km haben wir dann Graal MĂŒritz Unfall- und Schadensfrei und in insgesamt 12 Fahrtagen erreicht.
die letzten Meter bis Graal-MĂŒritz
letztes PĂ€uschen
riesige Farne
an der Ostsee angekommen
AnkunftsgetrÀnk




Letzte Tage an der Ostsee

12.08. - 15.08.2023

Nach der anstrengenden Tour durch den Osten Deutschlands wollten wir noch ein paar Tage an der Ostsee entspannen. Dazu hatten wir uns in der Villa Baltica fĂŒr 4 NĂ€chte einquartiert. Das war eine gute Entscheidung, da die Villa alles fĂŒr einen entspannten Urlaub geboten hat. Neben einem super schönen Zimmer hatten wir an jedem Morgen ein wunderbares FrĂŒhstĂŒck. Am Nachmittag standen im sehr schön gestalteten Hinterhof GetrĂ€nke und Snacks zur VerfĂŒgung.

Die Villa Baltica
Hinterhof, sehr schön zum Verweilen
Da fehlt nix
Da fehlt auch nix

Der Weg an die Ostsee war nicht besonders weit, mit dem Fahrrad waren es gerade mal 3 Minuten. Dort verbrachten wir dann auch gleich den ersten Abend, und konnten den wunderschönen Sonnenuntergang erleben.


FĂŒr einen Ausflug ĂŒber das Fischland-Darß haben wir eine Busfahrt mit dem Rad-Bus nach Zingst geplant. Die Fahrt dauerte gut eineinhalb Stunden und fĂŒhrte von Dierhagen ĂŒber Wustrow, Born am Darß und Prerow nach Zingst. WĂ€hrende der Fahrt konnten wir schon die Schönheit des Fischlandes betrachten. Allerdings war die RĂŒckfahrt mit dem Fahrrad dann nochmal um so schöner.

SteilkĂŒste bei Ahrenshoop


gut besuchter Strand
Blick ĂŒber den Saaler Bodden
Warten auf den Sonnenuntergang



Leider sind die Tage an der Ostsee viel zu schnell vorbeigegangen, und wir mussten schon unsere RĂŒckreise mit dem Zug antreten. Mit dem Bummelzug ging es zuerst von Graal-MĂŒritz nach Rostock, und von Rostock mit dem Regionalexpress nach Berlin. Berlin erreichten wir um zwei Uhr. Dort besuchten wir dann Onkel Birn von Elke. Dazu radelten wir vom Hauptbahnhof vorbei an Schloß Bellvue und der SiegessĂ€ule, weiter entlang des Tiergartens in den Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf, wo Birn wohnt.

RĂŒckfahrt im RE 9 nach Berlin
Schloß Bellvue
Die SiegessÀule

Nach einem leckeren Essen beim Mexikaner und ein zwei ErfrischungsgetrĂ€nken gings dann am Abend wieder zurĂŒck zum Hauptbahnhof, um dann mit dem ICE von Berlin nach Stuttgart zurĂŒck zu fahren.

lecker :)
Brandenburger Tor, sehr gut besucht
Bundestag
Berlin Hauptbahnhof

Nach einer spannenden Fahrt mit dem ICE sind wir dann morgens um kurz vor 6 Uhr in Stuttgart angekommen. Eine kurze Fahrt mit dem RE nach NĂŒrtingen hat sich dann noch angeschlossen. Da der Zug nicht bis nach Metzingen fuhr, und in NĂŒrtingen wegen Bauarbeiten die Endstation hatte, mussten wir dann die letzten Kilometer nach Metzingen zurĂŒckradeln, was aber auch seinen Charme hatte und wir mit dem Fahrrad nach zweieinhalb Wochen zu Hause angekommen sind.


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