Wo der Ozean die Seele berührt
Für den entspannten Teil unserer Kolumbienreise haben wir uns zunächst für San Andres entschieden. Die 26 Quadratkilometer große Insel liegt 770 km von der Küste Kolumbiens...

Veröffentlicht: 13.07.2025
Wir sind nun bereits drei Tage auf San Andrés und haben uns schon gut an die Insel und die Gepflogenheiten hier gewöhnt. Man braucht hier Geduld, alles geht ein wenig langsam voran. Bereits am Morgen ist nicht immer sicher, ob der gewohnte Ablauf nicht durch einen Stromausfall (den gab es bereits zweimal seitdem wir hier sind) gestört wird... Duschen Fehlanzeige, Klospülung Fehlanzeige, Klimaanlage Fehlanzeige, Internet Fehlanzeige. Meckern hilft nicht, Geduld hilft...und zum wachwerden ein Sprung in den Pool.
Das Frühstück hier in der Unterkunft ist einfach aber gut, auch hier dauert es allerdings ein wenig, bis die freundliche Dame in Schwung kommt. Kein Problem, wir haben Zeit.
Nach dem Frühstück ist dann auch der Strom wieder da. Sobald die Gruppe salonfähig ist, schwingen wir uns in unseren Mule und erkunden knatternderweise weiter die Insel.
Der erste Stopp heißt Rocky Cay. Die kleine Insel liegt gut 200 Meter vor San Andrés und kann bei Niedrigwasser zu Fuss über eine Sandbank erreicht werden. Das Wasser ist hier größtenteils nur Hüfthoch. Als wir uns mit entsprechendem Schuhwerk ausgestattet hatten, ging' s durch das 27 Grad Celsius warme Wasser auf Wanderschaft. Direkt vor Rocky Cay liegt der gestrandete Frachter "Nicodemus" seit den 70er Jahren und rostet vor sich hin. Der Anblick ist imposant und es soll wohl ein toller Schnborchelspott sein.
Nächster Halt: Capi Beach. Der kleine Strandclub mit angeschlossenem Restaurant offeriert wirklich leckeres Seafood, welches wir uns hier gut schmecken lassen haben. Als wir dann bemerkten, dass ein DJ seine Anlage aufbaut war klar, dass wir noch ein wenig länger verweilen werden. Leckere Drinks und laute Latino-Sounds animierten zum Tanzen im weißen Karibiksand. Darüberhinaus bietet die Location einen traumhaften Blick auf das Meer und die Küstenlinie.
Nach mehreren Inselumrundungen führt uns unsere Fahrt etwas weiter in das Innere der Insel. Das Ziel: Laguna Big Pond, dem Süsswasserreservoir der Insel. Für den Eintritt i.H.v. 5000 COP (1 EUR) bekommt man eine "Tour" gleich mitgeliefert. Die Rasta-People, die diesen Ort zum einzig wahren Reggae-Paradies auf der Insel erklärt haben, leben in Ihrer eigenen, recht verkifften Welt. Es war daher nicht besonders verwunderlich, dass die "Tour" wenig wissenswertes hervorbrachte. Nunja, wir haben ein kaltes Getränk bekommen und einen kleinen Alligator gesehen, der meinen Mädels genug Angst eingejagt hat, um den Ort auf kurzem Wege wieder zu verlassen. Fazit: Muss man nicht gesehen haben.
Auf der Rückfahrt über die Insel hielten wir bei einem höher gelegenen Aussichtspunkt. Die Inselbewohner sind besonders auf ihr "Meer der sieben Farben" stolz. Die Farbpalette reicht von tiefem Blau bis zu hellem Türkis und strahlendem Grün und kann am besten zwischen 12 und 14 Uhr bewundert werden. Auch wenn wir die sieben Farben nicht zusammenbekommen haben, die Aussicht war allemal schön.
Morgen genießen wir den letzten vollen Inseltag, bevor es dann am Montag nach Cartagena geht.
Stay tuned!