ISLAND Insel der Wasserfälle, Wale und Schafe
Die Wasserfälle entstehen durch Gletscher, Vulkanismus und Landhebung. Der Dettifoss ist der mächtigste Wasserfall was die Fallhöhe als auch das Wasservolumen betrifft.
Veröffentlicht: 04.05.2026




















Unsere Rundreise beginnt in Reykjavik auf der Ringstrasse Nr. 1 die immer schneefrei ist und um ganz Island führt.
Der Flughafen Keflavik liegt ca. 50km westlich von Reykjavik, war bis 2006 eine Militärbasis der NATO, aber keine Raketenstation. Derzeit hat Island genauso wie Costa Rica kein Militär.
Zur Historie: Seit 870 n. Chr. eroberten Wikinger, meist Norweger das Land und besiedelten es im 9.Jahrhundert.
930n.Chr. wurde im heutigen Thingvellir Nationalpark das erste isländische Parlament gegründet. Hier wurden jedes Jahr im Juni Rechtssprechungen gehalten. Alte Gesetze wurden entlassen, neue verabschiedet, Fehden geschlichtet, man scheute auch nicht Mannsgeld zu erheben. Das heisst bspw. für einen verlorenen Mann 20 Pferde, für eine Frau 4 Pferde.
Das sehr gut erhaltene Bauernmuseum Glaumbaer ist ein Zeitzeugnis von der Bauweise der Torfhäuser. Man verwendete Grasnarben die im Fischgrätenmuster angeordnet sind und eine gute Wärmeisolation entsteht. Die Häuser sind durch Gänge miteinander verbunden.
Im 13. Jahrhundert kam es zur Kalmarer Union. Die Norweger, Schweden und Dänen vereinigten sich. Island kam unter dänische Herrschaft. Erst 1944 wurde Island unabhängig und machte sich durch den spektakulären Kabeljaukrieg einen Namen. Hierbei ging es um die Erweiterung der Fischereizone bis auf letztendlich 200 Seemeilen. Man muss dazu sagen der Fisch ist die Haupteinahmequelle, zur Zeit wird sie durch den Tourismus mehr oder weniger in den Schatten gestellt.
Island ist eine Vulkaninsel und liegt auf dem mittelatlantischen Rücken. Die eurasische und die nordamerikanische Platte driften immer mehr auseinander, es entstehen Spaltenvulkane die sich mit Lava füllen.
Islands Geysir ist der Namensgeber für Springquellen. Durch das Divergieren der Kontinentalplatten dringt Magma nach oben und bringt das Grundwasser zum Kochen.
Zentralisland ist eine Wüste. Das poröse Lavagestein ist nicht in der Lage humusreichen Boden zu entwickeln, das Wasser sickert sofort durch und die geringen Lufttemperaturen machen es der Pflanzenwelt auch nicht unbedingt einfacher.
Der Ausbruch des Laki, im Südosten Islands, verursachte 1783-1784 verheerende mit Schwefeldioxid angereicherte Aschewolken die weltweit zu Missernten, Hungersnöten, Massensterben und zu einem Herabsinken der Lufttemperaturen von bis zu vier Grad führte.
Der Vatnajökull ist mit seinen fast 8000km2 der größte Gletscher Europas. Das Gletschereis ist teilweise blau, was durch Komprimierung von Schnee entsteht.
Die Lavaeinschlüsse zeugen von subglazialen Eruptionen. Der Rückgang der Gletscherdicke führt zur Druckentlastung des Magmas und unter dem Gletscher kann es zu mehr vulkanischer Aktivität kommen.
Die Amphibienfahrzeuge aus US-Army Beständen dienen dem Tourismus über Land als auch See.
An den Polen herrscht eine geringere Vielfalt in der Pflanzen-und Tierwelt als in den Tropen. Storchschnabel, Hahnenfuß, Eberesche als auch die eingeführte Lupine sind häufig anzutreffen.
In der Vogelwelt sieht man die Eiderente, Stockente, Dreizehnmöven, Papageitaucher auf dem Vogelfelsen bei Dyrhólaós, Schnepfen und Austernfischer.
