Veröffentlicht: 14.09.2025
Wow, wie verrückt ist das bitte? Mehr als ein Monat ist seit meinem letzten Eintrag vergangen, und in dieser Zeit ist so viel passiert, dass ich kaum fassen kann, wie viele kleine Geschichten sich da hineingezogen haben. Die letzten Wochen in England fühlten sich an wie ein lebendiges Fotoalbum: laut, bunt, warm und manchmal ein bisschen wehmütig aber vor allem voll von Momenten, die ich für immer bei mir tragen werde.
London noch einmal mit meiner Mama und meinem Bruder zu erleben war ein Geschenk. Wir standen im 58. Stock im Horizont 22 und sahen die Stadt sich unter uns wie ein lebendiges Mosaik aus Straßen, Parks und Gebäuden ausbreiten. Wir haben uns durch neue Geschmackserlebnisse probiert, standen vor dem Buckingham Palace und ich durfte ein letztes Mal ein Musical sehen Mamma Mia! das meine Augen und mein Herz zum Leuchten brachte. Auf Empfehlung einer Freundin haben wir außerdem eine Thames River Cruise gemacht: bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wetter war das einfach unglaublich, die Stadt vom Wasser aus zu sehen, mit Wind im Haar und dem Glitzern auf der Themse, das bleibt unvergesslich.
Brighton war eine andere, leichtere Welt: Strandspaziergänge, Meeresluft und mein erstes Mr. Whippy nach sechs Monaten, Softeis mit Schokostange, eine kleine englische Tradition, die süß auf der Zunge zerging. Wir haben auch das älteste Pub in London besucht, lecker gegessen und einen typisch englischen Abend genossen (ich bleibe zwar eher Cider-Fan, aber ein echtes Bier gehört dazu).
Ein weiterer Höhepunkt war unser Tagesausflug zu den Warner Bros. Studios. Hinter den Kulissen der Filme zu stehen, die ich so liebe, war magisch, Requisiten, Sets, kleine Details, die im Film fast unsichtbar wirken und doch so viel Arbeit und Liebe tragen. Es war eine dieser Erfahrungen, nach denen man ein bisschen langsamer atmet, weil alles plötzlich noch größer und kostbarer wirkt.
Dann ging es weiter: Abschied von meiner Wohnung, ein paar verirrte Tränen und weiter mit dem Auto nach Liverpool, auf den Spuren der Beatles, mit Hafenstimmung und lebhaften Straßen. Über Gretna Green, dieses süße kleine Dorf, in dem Hochzeitsträume quasi in der Luft liegen, fuhren wir hoch nach Edinburgh. Die Stadt mit ihren verwinkelten Gassen, den kleinen Pubs und der Live-Musik fühlte sich an wie eine warme Umarmung.
Glasgow, die Isle of Arran, bei der das Wetter uns kurz ausbremste, aber später mit Sonne und einem unglaublichen Eis belohnte und dann die Isle of Skye, die für mich das Herzstück dieser Reise war. Regenbögen, ein kleines Schloss mitten in einem See, Landschaften, die wie aus einem alten Gemälde wirken. Ich habe mich gefühlt, als würde die Welt für einen Moment langsamer atmen. Und natürlich die Fahrt über den Loch Ness: Nessie blieb im Verborgenen, aber die Ruhe des Wassers und die Weite drumherum machten das mehr als wett.
Die letzten sechs Monate waren intensiv, voll tiefer Begegnungen, neuer Freundschaften und tausender kleiner Augenblicke, die mich verändert zurücklassen. Ich bin unendlich dankbar, für die Menschen, die ich getroffen habe, für die Orte, die ich sehen durfte, und für jedes Lachen und jede stille Minute, die ich erleben durfte.
Seit ein paar Tagen bin ich wieder in Deutschland. Es fühlt sich merkwürdig und zugleich vertraut an, und ich weiß, dass die Rückkehr nur der Anfang von etwas Neuem ist, vielleicht ein neues Kapitel, vielleicht nur eine Pause. Was auch immer kommt: diese Reise hat mir gezeigt, wie groß die Welt ist und wie viel Platz in mir für Neues bleibt.
Danke an euch alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben, durch Nachrichten, kleine Aufmerksamkeiten und das Mitfühlen. Ohne euch wäre vieles weniger bunt gewesen.
Alles Liebe,
Eure Steffi
