Veröffentlicht: 12.07.2025
Hallo zusammen
Wow, sind tatsächlich schon wieder zwei Wochen vergangen? Es tut mir total leid, dass es hier in letzter Zeit so ruhig war. Aber keine Sorge: ich war nicht faul, sondern es ist einfach wahnsinnig viel passiert, und davon möchte ich euch heute erzählen.
Fangen wir mal mit dem Grund an, warum ich überhaupt hier bin: der gute alte Laboralltag. Nachdem anfangs einige meiner Versuche eher in die Kategorie "naja, Versuch war’s wert" gefallen sind, hat sich das Blatt nach ausgiebigem Recherchieren, Tüfteln und Optimieren endlich gewendet. Meine neuesten Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen, und ich bin gespannt, wie mein Supervisor das am Montag sieht. Da steht nämlich unser nächstes Auswertungsgespräch an, ich hab schon ein paar Ideen im Kopf, wie wir darauf aufbauen können.
Außerdem wird Montag noch aus einem anderen Grund spannend: ich darf zwei neue Studenten ins Labor einarbeiten. Es geht um die Technik des Western Blots. Ich bin ehrlich: ein bisschen aufgeregt bin ich schon, aber ich freue mich auch drauf. Davon erzähle ich euch dann im nächsten Blog mehr!
Zwischendurch hatte ich noch einen besonderen Besuch aus Deutschland, wahrscheinlich meinen vorerst letzten, bevor meine Mama vielleicht mit meinem Bruder herkommt, um mich abzuholen. Also haben wir die Gelegenheit genutzt und noch einen richtig schönen Roadtrip gemacht: über 1000 Meilen durch den Südwesten Englands!
Erster Halt: Portsmouth. Da war ich ja im April schon mal, aber ich wollte unbedingt nochmal ins Historic Dockyard Museum zu den alten Kriegsschiffen. Empfehlung steht weiterhin: Super spannend, auch wenn die HMS Victory leider noch 8 Jahre saniert wird. Man kann aber trotzdem schon rein und das Schiff von innen bestaunen. Riecht auch ein bisschen nach Geschichte.
Weiter ging's nach Exeter. Falls ihr die Stadt nicht kennt, die hat nicht nur eine traumhaft schöne Kathedrale, sondern auch die berühmten Underground Passages. Die wurden im 14. Jahrhundert gebaut, um sauberes Wasser durch ein unterirdisches System in die Stadt zu leiten. Die Tour da unten ist nichts für Leute mit Platzangst, an manchen Stellen muss man echt fast auf allen Vieren durch. Mein Tipp: zieht bloß keine weißen Klamotten an.
Nächster Stopp: St. Ives! Über winzige Straßen (und ich meine wirklich winzig) haben wir es schließlich bis dorthin geschafft. Ein hübsches Küstenstädtchen, das fast wie gemalt aussieht. Und weil wir schon so weit im Westen waren, sind wir am nächsten Tag gleich weiter zum legendären Land’s End, dem westlichsten Punkt Englands. Klar, es hat geregnet. Aber irgendwie gehört das hier ja dazu. Die Aussicht war trotzdem magisch.
Auf dem Rückweg gab's noch Highlights:
Zurück in London habe ich mich direkt wieder ins Labor gestürzt. Aber am Freitagabend stand noch ein echtes Highlight an: Ich war im Musical „Wicked“ und ich kann es euch wärmstens empfehlen! Ein tolles Bühnenbild, mitreißende Songs und eine Geschichte, die auch für einen Familienausflug richtig schön ist.
Bevor ich mich für heute verabschiede, zieh ich jetzt noch fix die Laufschuhe an und dreh eine Runde an der frischen Luft. Kopf freikriegen, ein bisschen Bewegung, tut einfach gut nach all dem Gewusel der letzten Tage.
Danke, dass ihr hier immer wieder reinschaut. Nächste Woche gibt's das nächste Update aus dem Labor und vielleicht auch schon die ersten Geschichten von meinen beiden neuen Labor-Küken.
Bis dahin!
Eure Steffi
