Kauaí, der erste Tag
Bereits gestern am Flughafen in Honolulu wurden wir vorgewarnt: Es gibt auf Kauaí mehr Hühner als Hühner, äääähhhm. Ja, mehr Hühner als menschliche Hühner! Und der lustige...


Veröffentlicht: 11.02.2018






















































Den Freitag beginnen wir mit einem Frühstück außerhalb des Hotels. Wir fahren nach Kapaá ins Olympic Cafe, wo wir uns an einem tollen Früchteteller und Pancakes satt essen. Nebenbei genießen wir den Ausblick auf den Ort und das geschäftige Treiben vom ersten Stock aus. Anschließend bummeln wir ein bischen durch das beschauliche Städtchen und ich finde ein ganz tolles Mitbringsel in einem kleinen Laden, der Schmuck und Kleinigkeiten aus hiesigem Holz anbietet. Alles ist handgemacht, der Schmuck von der Inhaberin selbst gefertigt und wirklich sehr filigran und geschmackvoll!
Nach dieser erfolgreichen Souvenierjagd entspannen wir am Pool in der Sonne. Abends gehts dann zur Hula-Show ins Tropical Paradise, das ist nur 10 Minuten Fußmarsch entfernt. Eigentlich ein Klacks, leider gibts aber keinen vernünftigen Fußweg dahin, so dass wir über die vielbefahrene Hauptstraße drüber und dann ein Stück entlang gehen müssen. Nicht so schön, aber geschafft. Das Tropical Paradise gehört der Familie Smith. Die Großeltern, er Amerikaner, sie Hawaiianerin, haben sich ihr Geld zunächst mit Flußfahrten auf dem Wailua River verdient, und dann irgendwann diesen herrlichen Themengarten mit Freilichtbühne, Restaurant und mehreren Teichen angelegt. Es ist alles immer noch in Familienhand und mittlerweile ein großes Geschäft. Die abendliche Show beginnt mit einer Rundfahrt durch den Garten, danach kann man alles in Ruhe zu Fuß ablaufen.
Eine Stunde später trifft man sich am Imu, dem Erdofen, in dem seit 9 Stunden das Schwein gart. Es lagert in einer Erdgrube, in der zunächst Feuer gemacht wird. Mit dem Feuer werden die darumlegenden Lavasteine erhitzt. Dann werden die Steine mit Bananenblättern abgedeckt, das Schwein und was sonst noch mit gegart werden soll (Pui, Tarobrei) daraufgelegt, mit Meersalz eingerieben und dann wieder mit Bananenblättern zugedeckt. DArauf kommt dann Erde und dann heißt es warten... Durch die porösen Lavasteine und die Bananenblättern bleibt das Schwein schön saftig. Mit einer Zeremonie, die durch Muschelhörner angekündigt wird, wird der Braten freigelegt und danach zerteilt.
Wir genießen inzwischen Mai Tai und nehmen Platz im Pavillon-Restaurant, es spielt Livemusik. Dann gibt es Buffet, typisch hawaiiansche Speisen wie roher Fisch, das Imu-Schwein, Rind und Hühnchen-Teriyaki, Reis und Salate. Und Pui, ein grauer, nach nichts und Wasser schmeckender Brei aus der Taro Knolle, die gebraten oder gegrillt 10x besser schmeckt. Hier gehört es eigentlich zum Schwein, aber es schmeckt gar nicht. Egal, sind ja genug andere Leckereien da!
Zum Nachtisch gibts frisches Obst und Kokoskuchen und Kona Kaffe (die Bohnen wachsen auf Big Island).
Dann ziehen wir um zur Seebühne, wo die Hula-Show stattfindet. Das Repertiore ist breit, vom modernen hawaiianischen Gesang (Schlager-Ähnlich) bis zum durchdringenden Trommeln der Neuseeländischen Maori. Ein Samoanischer Feuertänzer heizt richtig ein, klassischer Hula, ein Mimiktanz, der damals in einer Welt ohne Schriftzeichen große Bedeutung hatte. Auch portugiesische Stangentänzer treten auf, es wird einem fast schwindelig, wie geschickt die Paare zwischen den sich bewegenden Bodenstangen bewegen! Ein sehr abwechslungsreicher und kurzlebiger Abend geht zu Ende und wir laufen auf unserem Abendteuerpfad zurück zum Hotel.