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Back to Istrien

Veröffentlicht: 10.05.2021

Nach der Woche Split ging es wieder in die Natur. Weg von der Küste, zu einem See nördlich von Split. Die Fahrt war recht trostlos, zwischen vielen Kleine Dörfern hindurch. Hier hat es der Tourismus nicht hingeschafft. An der Küste wird gebaut und alles wieder erneuert und auf dem Land geht viel zu Grunde. Ein bisschen schade.

Angekommen am See. Eine tolle Landschaft. Wir beschlossen hier die Nacht zu bleiben. Es war stockduster und immerwieder kamen Autos und kehrten wieder um oder blieben für ein paar Minuten stehen. Für mich ein wenig gruselig bzw. ungewohnt anders als sonst. Natürlich verlief die Nacht gut. Der Kaffee am Morgen schmeckte in so einer tollen Kulisse wirklich lecker. Wir fuhren weiter Richtung Norden Sees, hier lag ein NaturCampingplatz. Ein Check In musste selber vorgenommen werden. Wir standen bis nachmittags allein, bis ein Schweizer Pärchen mit ihrem Off-Roader kam. Ein herrlicher Platz. Eine ruhige, erholsame Nacht. Tagsdrauf sprach ich mit der Dame aus der Schweiz, sie wollten weiter Richtung Quelle der Cetina. Noch nie gehört. Ich erzählte es Chris und wir fuhren den Schweizern am späten Mittag nach. Eine sehr gute Entscheidung. Ein Naturerlebnis der extra Klasse. Das Wasser eiskalt. Die Schweizer machten den Anfang und gingen ins eiskalte Wasser. Das lies sich Chris nicht nehmen und sprang hinterher. Mir war es definitiv zu kalt. Selbst beim eintauchen der Füße, erfroren diese. Wir verbrachten die Nacht gemeinsam am Fluss. Eine Nacht in der ich auch ruhig schlafen konnte. 

Tagsdrauf fuhren wir weiter zu den plitvicer Seen. Unser erster Platz zum übernachten gab es nicht mehr. Also suchten wir eine Alternative. Wir fuhren zu einem Reiterhof etwa 20min entfernt. Es gab noch keine Bewertung bei Park4Night, also mal schauen was uns erwartet. Angekommen wurden wir herzlich begrüßt von 3 Voluntern und 4 Hunden. Die Farm war zwar noch im Aufbau, aber das feeling hier war toll. Die Gastgeber und Helfer waren superfreundlich. Hier schliefen wir 2 Nächte. Den Preis durften wir selbst bestimmen. 

Nach der ersten Nacht sind wir zu dem Nationalpark „Plitvicer Seen“ gefahren. Da ich gelesen hatte, dass es hier bei gutem Wetter früh schon sehr voll sein soll, beschlossen wir um 8.15uhr loszufahren. Wir kamen dann 8:45uhr an. Es sah aus, als wäre noch alles geschlossen. Eine nette Frau vom Empfang beriet uns, welche Touren wir am besten erkunden sollten. Die erste Route waren wir fast alleine. Gegen Mittag wurde es dann wirklich voll. Gut, dass wir so früh dort waren. Trotz Corona war hier an dem sonnigen Tag mit gut 22 Grad etlich was los. Der Park ist ein wirkliches Highlight. Die Wasserfälle und Seen sind wirklich magisch. Können wir nur empfehlen wenn man hier mal in der Nähe ist. Und Früh aufstehen, sogar vielleicht eher wenn Corona vorbei ist. 

Zurück auf der Farm aßen wir eine Kleinigkeit und gammelten den Rest des Tages mit den Hunden ab. Tagsdrauf 8 Grad und regen. Verdammt. Ich schaute auf die Wetterkarte. In Zadar waren 18 Grad. Wir unsere Sachen gepackt und Richtung Zadar gefahren. 1,5 Stunden später waren wir in einem kleinem Camp. (Standort sieht Foto) 

Hier konnten wir mal wieder Wäsche waschen, Theo aufräumen und jeder seinem Hobby nachgehen. Mit uns waren hier lediglich eine paar deutsche mit ihren 2 Hunden. Das absolute Highlight war abends. Das Meer war ruhig, keine Welle zu sehen. Plötzlich Delfine. Wir haben Delfine gesehen in freier Natur und sogar mit einem kleinem Babydelfin. Wahnsinn!!! Nach 3 Tagen fuhren wir weiter nach Karlobag. Hier gab es einen Stellplatz über einen Bucht. Hier standen wir eine Nacht, auf der anderen Seite standen dieses Mal auch Womos. Wir gingen hier spazieren, Chris kletterte ein bisschen und ich genoss die Sonne. Tagsdrauf war es etwas ungemütlich, wir machten einen Spaziergang, lasen ein Buch und spielten im Bus. Gegen 19 Uhr fing es wie aus Eimern an zu gießen. Akzeptiert. Regnet ja öfter mal in Kroatien. 1,5 Stunden später wehte ein böiger Wind. Nicht so angenehm auf der Anhöhe. Wir warteten... Es wurde aber immer heftiger. Der Bus auf der anderen Anhöhe fuhr nun auch weg. Wir hinterher ins Dorf. Hier fragten die anderen deutsche bei der Polizei ob wir hier über Nacht stehen dürften. Kein Problem. Hier unten war es schon angenehmer. Dachte ich... Es wurde immer heftiger und ich konnte kaum die Augen zu machen. Wind und Regen. Der heftige Sturm( Bora )hat nun auch uns einmal richtig erwischt. Spannend wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt. Aber bitte nicht noch einmal. Nach einer nicht wirklich guten Nacht fuhren wir nach Jablanac. Das Dorf hat 82 Einwohner und hat die tiefstgelegene Berghütte Europas. Hier befand sich während des 2. Weltkrieges auch ein KZ mit Serben, Juden und Romas. Beeindruckend. Es ist wirklich sehr niedlich, anscheinend auch so bekannt, dass rund 20 Motorradfahrer hier Einhalt gewähren. Als wir gerade losfahren wollten, schallte laute kroatische Musik durch das Dorf. Ob das Sonntag immer so ist und alle kommen zusammen oder jemand hatte Geburtstag. Wir wissen es nicht. Aber es war toll. 

Weiter nach Senj. Eine Burg und ein riesiger Garten in dem man stundenlang spazieren gehen kann. Hier machten wir uns Mittag und genossen die Ruhe an der Burg und die Aussicht. Wir beschlossen die Nacht in Jadronovo zu verbringen. Hier schliefen wir bereits auf der hintour schon einmal und es war ruhig und schön. Als wir hier ankamen, war das Dorf verändert. Einheimische machten Urlaub, die Apartments waren gefüllt, 10 Leute saßen eng gedrängt auf ihrem Boot, genossen Wein und essen und die 2 Cafés waren geöffnet. Ein ganz anderes Gefühl, als „damals“. Anders aber schön, weil man merkt, dass sich das Dorf wieder mit Leben füllt. Die Nacht war schnell vorbei, da ich noch so gerädert war. Wir tranken einen Kaffee und verliessen das Dorf bevor die anderen Gäste aufwachten. 

Wir fuhren Richtung Istrien zurück. Wir kauften endlich wieder einmal essen ein und fuhren ins Camp was ich rausgesucht hatte. Ich zauberte einen leckeren Salat. Dazu gab es Nuggets für Chris und für mich frische Sardellen. Dann erstmal duschen. Gegen Nachmittag wanderten wir am Strand entlang und entdecken schöne alte Häuser und genossen die Sonne und die warme Luft. Abends gab es Chili con Carne und einen Film dazu.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Lovran. Leider gibt es hier an der Küste nicht wirklich Fahrradwege, sodass wir mit dem Bus auf einen Parkplatz fuhren. Am Ende gar nicht verkehrt. Wir sind in Lovran gute 10km gelaufen. Hier gibt es am Ufer eine Promenade die man sehr sehr weit laufen kann. Immer am Wasser entlang. Heute, zum Montag... Menschenleer. Wir sahen ein kleines niedliches Café und machten hier erst einmal Stopp und genossen die Musik, den Stil der Bar und das Meer. 2 Café und 2 Wasser für 20 Kuna(2,65€). Ein Traum. Wir liefen die Promenade bis zum Hafen in Opatja... und zurück...Hier gab es schon die ein oder andere fette Villa. Früher haben hier die berühmten Leute wie Albert Einstein ihren Urlaub verbracht. Auch heutzutage steigen hier viele Prominente noch ab. Aber Namen konnte ich leider nicht herausfinden. Aber wer ein Zimmer im 5Sterne Hotel für 1.400€ bezahlen kann, muss meiner Meinung nach prominent sein. Achja, inklusive Frühstück ;)  Zurück im Camp gingen wir nochmal an unseren Strand. Und ich war im Wasser. Es war zwar immernoch kühl aber angenehmer als die letzten Male. 

Als Nächstes wollen wir nochmal ins Herz Istriens. Die grüne Natur sieht man bereits hier.

Liebe Grüße nach Deutschland!!!

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