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2. Tag: Von Angeiras nach A-Vero-O-Mar

Veröffentlicht: 30.08.2020


Nachdem sich gestern Abend die Stelle unter dem linken Fuß doch als Blase herausgestellt hatte, musste ich sie noch aufstechen und desinfizieren, damit es nicht noch schlimmer wird. Das erste Blasenpflaster kam also zum Einsatz.

Die Nacht war etwas unruhig, was am Nachbarhund lag, der diverse Male anschlug. Da auch noch die Alarmanlage am Nachbarhaus anging, schien das nicht zu Unrecht gewesen zu sein. 

Überhaupt Hunde: jeder Zweite scheint hier gefühlt einen zu haben. 

Und wenn der kläfft, dann lässt Herrchen/Frauchen ihn kläffen. Ich mag Hunde, aber das ist schon sehr nervig.

Zu Begegnungen in der Herberge kam es nicht wirklich. Auch hier natürlich Corona geschuldet. Im Haus nur mit Maske und im Wohnbereich hält sich niemand auf. Gefrühstückt wird beim Bäcker gegenüber und das ist inklusive.

Mit leichtem Muskelkater in den Beinen gehts wieder auf den Weg. 

Heute ist es wieder sonnig und leicht windig. Als ich gegen 8:30 Uhr starte, sind es 20 Grad, die sich wärmer anfühlen. Nicht eine Wolke am Himmel.

Wohin ich heute genau laufe? Das weiß ich noch nicht. Es kommt drauf an, wie die Blase am Fuß mitspielt. 

Falls alles gut geht, dann gibt es zur Belohnung nach 23 km ein richtiges Hotel mit Pool und Spa, direkt am Strand für 70,- Euro. Sozusagen als Belohnung.

Falls ich dich eher einknicke, gibt es nach 13 km eine Herberge für 15,- Euro. Mehr hab ich dann nicht verdient! 😄

Ich esse in einem Restaurant in Vila do Conde ein Fischgericht inkl. Getränk Und Suppe  für 6,- €. Es handelt sich um ein Pilgerangebot. 

In Póvoa de Varzim komme ich zuerst am riesigen Casino vorbei um dann auf ca. 3 km Strandpromenade mit viel Publikum und Musik aus Straßenlautsprechern zu stoßen. Der Strand ist unterteilt in mehrere Bars und statt Strandkörben wie bei uns liegen die Menschen in Stoffkabinen.

Obwohl es windig ist funktioniert das auch.

Meine Blase macht mir keine großen Schwierigkeiten, eher das Aufraffen nach längeren Pausen. Da merkt man schon etwas Muskelkater.

Ich komme bei einer Pause am Strand mit Tomaś aus Porto ins Gespräch, der etwa mein Alter hat. 

Ich merke, dass mein Englisch etwas eingerostet ist, aber für 30 min smalltalk reicht es. 

Er gibt mir Tipps für Porto und ich ihm für Hamburg, da er nächstes Jahr dort Freunde besuchen möchte.

Ich ziehe die knapp 25 km heute durch, entschließe mich aber, statt Spa und Pool im Hotel zu nutzen, in eine Herberge (Casa Fragosa) mit 10er Zimmer zu gehen, da ich ja auch Kontakte knüpfen möchte.

Es ist sauber und alles voneinander getrennt. Doch erstmal sind alle ausgeflogen.

So lege ich mich mit Bier und Gebäck, die ich vorausschauend schon im Vorort gekauft habe, an den Strand.

Am Abend gibt es noch ein Steak und nach 30.000 Schritten am heutigen Tag ist Feierabend.


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