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11. Tag: Barcelos nach Fátima

Veröffentlicht: 09.09.2020

Wieder startete ich früh (8:30 Uhr) nach dem Frühstück, um der Sonne zu entgehen. Es waren 5 km von der Unterkunft in die Innenstadt, die ich wegen der Steigungen in 1,5 Std bewältigte. 

In der Innenstadt fragte ich auf der Polizeiwache nach dem Omnibusbahnhof, da dies nicht aus dem Internet hervorging.

Nachdem ich erklärt hatte, dass ich ein deutscher Kollege sei und ihnen ein dienstliches Wappen schenkte, wurde ich freundlich empfangen und erhielt ein portugiesisches Wappen als Gegengeschenk. Die Kollegen meinten, dass es weit zu Fuß sei und brachten mich mit dem Streifenwagen dorthin. Sehr freundlich und zuvorkommend. 

Leider stellte ich fest, dass ich noch 3 Std überbrücken musste, bis der nächste Bus nach Fatima ging. Im Internet hatte dies unter ‚busbud.com’ anders gestanden. 

Ich nutzte die Zeit, um mich in der Gegend umzusehen und etwas zu essen.

Der bunte Hahn fiel mir überall in Geschäften auf. Der Sage nach soll im Mittelalter ein Wanderprediger eines Verbrechens beschuldigt worden sein, das er jedoch abstritt. 

Der Richter verurteilte ihn zum Tod am Galgen am nächsten Tag, da sich kein anderer Verdächtiger fand und er als Fremder als Erstes in Frage kam.

Der Verurteilte bestand darauf, auf seinem letzten Weg am Haus des Richters vorbeigeführt zu werden.

Dort angekommen, saß dieser mit Freunden bei einem Festmahl. 

Der Wanderprediger zeigte auf den gebratenen Hahn und sagte, dass dieser dreimal krähen werde, bevor das Todesurteil vollstreckt sei, da der Prediger unschuldig sei.

So geschah es dann und der Richter ließ den Verurteilten frei.

Im Anschluss ging es dann in einem klimatisierten Bus über Braga 2,5 Std nach Fatima (19,- € Einzelstrecke).

Dort angekommen bezog ich mein Hotelzimmer im Santa Isabel in direkter Nähe der Wallfahrtstätte.

Ich war angenehm über den Preis (26,-/Nacht im DZ) überrascht. 

Zum Abendessen gab es Sushi im Restaurant nebenan. 



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