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Meine Geschichte vom Hobbytaucher zum Divemaster

Day 3 Mangrove restoration Project

Gestern haben wir meine schwedische Mitpraktikantin vom Flughafen abgeholt und einiges organisatorisches erledigt.

Heute geht es nun endlich los. Unser erster Tag als "interns" oder zu deutsch Praktikanten. ConnectOcean, meine Tauchschule, setzt sich für verschiedene Umweltprojekte ein. So gingen wir an unserem ersten Tag nicht ins Meer tauchen, sondern in den Mangrovenwald um neue Mangroven zu setzten.


Das Erdbeben 2012 in Costa Rica hatte fatale folgen für den Mangrovenwald hier in Guanacaste. Durch das Erbeben verschob sich die Erdplatte um ca. 1.5 Meter und schloss damit den Ausfluss eines Flusses ins Meer, welcher durch die Mangrovenwälder floss. Die Mangrovenbäume brauchen sowohl Salzwasser, welches vom Meer zurück gespült wird, so wie Frischwasser welches vom Inland her kommt. Durch die Schliessung des Ausfluss konnte kein neues Salzwasser zu den Bäumen gelangen. Die Bäume standen im Frischwasser, welches began toxisch für die Pflanzen zu werden. Ein Projektteam versuchte den Ausfluss wieder zu öffnen und schaffte das auch. Aber es folgte eine besonders heisse Trockenzeit, so das die Flüsschen austrockneten und kein Frischwasser mehr in den Mangrovenwald brachten. Eine riesige Fläche des Waldes ist nun abgestorben.


So sollte es eigentlich Aussehen: 




Und so sieht es jetzt aus: 





Die Mangrovenwälder sind für die Umwelt sehr, sehr wichtig. Zum einen filtern sie Schadstoff, wie Düngemittel oder Pestizide, welche mit den Flüssen sonst im Meer landen, aus dem Frischwasser. Diese Substanzen können einen schlechten Einfluss auf das aquatische Leben haben. Ausserdem federn die Mangrovenwälder die Naturgewalten wie Hochwasser und Stürme etwas ab, welche vom Meer her kommen. Somit schützen sie die Küstenregionen. Auch für die Tierwelt sind die Mangrovenwälder extrem wichtig. Viele Fische nutzen das überschwemmte Wurzelwerk der Bäume als Kinderstube für ihre Jungen. Die Wurzeln bieten ideale Verstecke für die Jungtiere. Aber natürlich auch Vögel und andere Tiere sind auf den Wald angewiesen.


Ein Studententeam der lokalen Universität setzt sich nun für die wieder Aufforstung des Mangrovenwaldes ein. ConnectOcean unterstützt das Projekt und deshalb fuhren wir heute zu diesem Mangrovenwald. Etwa 20 Freiwillige trafen sich um bei der Aufforstung zu helfen. Wir wurden in 3 Teams eingeteilt. Das erste Team soll die ca. 100 Setzlinge, welche das Projektteam bereits aufgezogen hat, aussetzten um zu sehen wie die jungen Pflanzen wachsen. Eine zweite Gruppe soll in die noch lebenden Mangrovenwälder gehen und dort Samen für neue Pflanzen sammeln. Die 3  Gruppe bereitete Töpfe vor, um die neuen Samen zu pflanzen und Setzlinge aufzuziehen. 

Das ConnactOcean Team wurde zusammen mit dem Projektteam in die zweite Gruppe eingeteilt und so gingen wir in den Mangrovenwald und suchten nach Samen.

 



Wir sammelten um die 800 Samen in einer Stunde. 

Das erste Team pflanzte über 100 Setzlinge in das abgestorbene Gebiet. Hoffentlich wachsen dort bald wieder Mangroven. 

Zurück in der Basis halfen wir dann noch die ca 800 Töpfe mit Dreck und Schlamm zu füllen, um die Samen zu pflanzen. 



Es dauert jetzt ca. 6 Monate bis die Setzlinge genug gross sind um ausgesetzt werden können. Es ist sicher ein Anfang das um die 1000 neue Pflanzen im Gebiet gepflanzt werden. Aber es wird Jahre brauchen, bis dort wieder ein Wald steht. 


Nach getaner Arbeit liessen wir uns es dann aber nicht nehmen, noch schnell ins nahe gelegene Meer zu springen und den ganzen Dreck abzuspülen und uns etwas abzukühlen. 




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