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6 Wochen kreuz und quer durch Italien

18.10.2020-nur im Auto und am Meer

18.10.2020

Liebe Freunde,

wie entspannt kann man einen Tag verbringen und trotzdem keinen Bock auf irgendwas haben?

Der Morgen begann mit unserem ersten richtigen Bad im Mittelmeer. Die Wellen waren ganz sanft und weich, als wir ein bisschen weiter hinausschwammen, konnte man die Hebungen und Senkungen des Wassers nur noch erahnen. Auch war es jetzt im Sonnenschein nicht mehr ansatzweise so gruselig, wie gestern Nacht, als ich meinen ersten Versuch mit nackt baden wenn es dunkel ist, gestartet habe. Super furchteinflößend. Ich bin nur ganz kurz über die Stelle an der sich die Wellen brachen hinausgeschwommen und sofort wieder zurück, weil durch die Straßenlampen nur die weiße Schaumkrone sichtbar war, danach nichts. Die Tatsache das nicht einmal Mond oder Sterne sichtbar waren, machte das Erlebnis jetzt nicht unbedingt besser, aber es wird auf alle Fälle nicht das letzte Mal gewesen sein.

Danach gab es eine angenehme Dusche unterm Schlauch und lecker Frühstück oben drauf, dann ging es los. Mit dem Wohnmobil jetzt immer in Richtung Norden. Die Gegenden durch die wir fuhren, waren nicht besonders nennenswert, immer an der Küste, nicht besonders arm oder reich, fast nur privater Strand. Nur einmal kurz machten wir einen Stopp an einer Promenade die nur noch ein Fischer und eine kleine Familie nutzte, ansonsten waren wir allein. Doch da ich mit der Tatsache, dass mein Laptop gestern abgestürzt war, weil er keinen Akku mehr hatte, nicht wirklich gut klar kam, da ich unbedingt noch etwas weiter schreiben wollte, nervte ich so lange bis wir wieder los machten.

Durch das Gewirr der Straßen, fast zweimal verfahren und zum Glück über die Bahnschienen, da in der Gegend die Unterführungen meistens nicht einmal zwei Meter hoch sind (das kleinste war weniger als 1,80m). Wieder auf der Straße konnte uns nur kurzzeitig `My heart will go on` motivieren oder besser gesagt mich, als ich es mit aller Macht auskostete und laut dazu mitschrie. Meine Ausrede, dass ich gerade Lungentraining mache, hat es zwar nicht wirklich gerechtfertigt, aber die Aussicht auf viele komische Gedanken die in der Bevölkerung des Dorfes losgetreten wurden, als wir hindurchgefahren sind, hat mich nur motiviert noch lauter zu singen. Es klang bestimmt schrecklich.

Das einzige was heute auf unserem Plan stand, war Le Castella, eine Burgruine im Wasser und genau so sah sie auch aus, wie eine Ruine im Meer. Überraschenderweise war sie wirklich ziemlich groß und der steinige Weg um die äußere Mauer herum, hatte so manche Stolperfalle für uns bereit gehalten, da es aber Nebensaison war, hatte sie nur bis 13Uhr geöffnet und so mussten wir uns mit einem halben Rundgang zur einen und einem viertel auf der anderen Seite zufrieden geben.

Als wir dann bei unserem ersten Versuch einen Campingplatz zu finden vor verschlossenen Türen standen, wurde die Stimmung nicht unbedingt besser, aber zum Glück hat eine erfolgreiche Google-Suche unsere Rettung bedeutet.

In einem kleinen Ort namens Ciro Marina mit Wlan, richtige Hightech-Ausrüstung haben die hier 😊, aber leider ist die Stadt nicht allzu sehenswert. Was unser Gang zur Promenade und zurück unterstützt. Nur recht neue Häuser dicht an dicht, ein kleiner Hafen und ein Strand der schön ist, um ungestört ein Buch zu lesen. Der Stellplatz an sich, ist aber eine coole Idee, wir stehen jetzt bei einem Haus, das ein bisschen mehr Grundstück hat, darauf steht ein kleines Toiletten- und Duschhäuschen und Stromanschlüsse an den Mauern, fertig ist ein kleiner aber feiner Campingplatz.

Bis bald und lernt Waschmaschinen zu schätzen.

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