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12'236 km / 117d / -12h

4th July

Liebes Reisetagebuch 

Sonntag, 4. Juli 2021

Diese Nacht habe ich wieder nicht so gut geschlafen und war bereits um 5:00 Uhr wach. Da wir heute eben unser Auto haben, wollten wir rechtzeitig los und bestellten uns ein Uber für an den Flughafen.

Einmal mehr am Flughafen angekommen, durften wir unser Auto auswählen und fuhren in das Dörfchen Kula, welches in der Mitte vom Maui ist. Leider gab es jedoch dort nichts zu sehen und so fuhren wir über Makawao zu und nach Paia ins Hostel. Mir mussten uns nämlich um 13:00 Uhr für die morgige Tour einschreiben und deshalb kehrten wir für den Zmittag gleich zurück. Kurz nach 13:00 Uhr konnten wir und dann glücklicherweise eintragen und mit unserem Programm fortfahren.

Weiter ging es an den Makena Beach, welcher an der Westküste lokalisiert ist. Ein langer und breiter Strand mit hohen, nahe dem Ufer brechenden Wellen. Zweimal kamen diese so überraschend, dass ich nur noch in die Wellen eintauchen konnte und mit viel Sand im Bikini wieder auftauchte.

Am frühen Abend zwangen wir uns dann mit Ach und Krach in warme Kleidung, was nicht ganz einfach war durch das viele Salz und den Schweiss. Trotzdem schafften es wir irgendwie und fuhren mit einem kurzen Picknick-Einkaufshalt auf den Haleakala.

Die Fahrt auf den Vulkan fühlte dich allmählich wie in der Schweiz an. Die grünen Wiesen, Tannen, Kühe und kurvige Strassen erinnerten uns stark an eine Passstrasse. Die Kühe, wie bei uns auch, mitten auf der Strasse mit ihren Kälbern.

Oben angekommen assen wir genüsslich unsere belegten Brötchen mit Gemüse und Dips. Uns hätte man dieses Brot essen hören. Immer wieder stiess jemand ein „Freudesjubel“ aus, da es endlich wieder einmal mehr oder weniger richtiges Brot war.

Kurz nach 19:00 Uhr mussten wir dann jedoch das Essen hinter und im Auto lassen und nach draussen sprinten, da sich sie Sonne bereits langsam aber sicher von uns verabschiedete. Wir erwischten sie wunschgemäss und kehrten danach wieder ins warme Auto zurück, um weiter zu essen und über die Farben und Sternen zu staunen. Auch wenn es einmal mehr ein wunderschöner Sonnenuntergang war, war jener auf dem Mauna Kea beeindrücklicher.

Die Talfahrt war ebenfalls wunderschön, da die Sternen immer stärker und stärker wurden. Ebenfalls sah man zwischenzeitlich die Lichter der Städte und vereinzelte Feuerwerke.

Nachdem Volltanken retournierten wir das Auto und kamen mit dem Uber wieder ins Hostel zurück. Ich begab mich anschliessend nach einer Dusche gleich ins Bett, da ich wieder völlig erschöpft war.

Montag, 5. Juli 2021

Als ich kurz nach 6:00 Uhr bereits wieder wach war, zog ich mir das nächstgelegene über den Kopf, um mehr Dunkelheit zu gewinnen und wenigstens einige Minuten länger schlafen zu können. Schlussendlich konnte ich nochmals bis kurz vor 8:00 Uhr dösen und stand anschliessend fürs Frühstück auf.

Um 10:00 Uhr ging die Tour wieder mit Jaret los. Glücklicherweise waren wir heute mit ihm nur neun Personen, was es viel gemütlicher und einfacher macht. Unser erster Stop war abermals im Foodland und anschliessend weiter an den D.T. Fleming Beach.

Plötzlich kam das Wasser meinem Badetuch gefährlich nahe und ich musste mich nach weiter hinten verpflanzen. Ebenfalls windete es hässlich fest, sodass ganze Sanddünen auf meinem Tuch entstanden. Auch das Wasser war dementsprechend unruhig und mit meterhohen Wellen bestückt. Wie gestern, musste ich auch heute wieder diverse Male untertauchen, damit ich nicht ans Ufer geschleudert wurde. Als ich genug vom vielen Sand überall hatte, begab ich mich aufs WC, um mir den Sand aus allen Ritzen zu putzen.

Mehr oder weniger sauber assen wir unser Mittagessen an einem Picknicktisch. Weiter fuhren wir zum Nakalele Blowhole an einer roten Küste entlang. Diese erinnerte mich teilweise an Südengland. Der Abstieg zu diesem Loch erwies sich als etwas mühsam mit unseren Flipflops und wir fühlten uns wie die grössten Touris (was wir eigentlich auch sind). Dieser Geysir spritzte Unmengen an Wasser heraus und plötzlich waren wir auch nass, da sich von hinten eine riesige Welle anschlich.

Zum Glück waren wir doch nicht so nass und dies trocknete auf dem Weg zum Bus wieder gut. Wieder auf dieser Strasse zurück, machten wir einen Halt bei der Honolua Bay. Hier jedoch nur einen Spaziergang durch eine märchenhafte, avatarfilmreife Szenerie. Wunderschöne grosse Bäume, an welchen zig grüne Pflanzen hinunter hingen.

Der letzte Attraktionspunkt waren die „Dragons Theeth“. Diese Zähne kamen durch das relativ dünne Lava mit dem entgegenkommenden Wellengang zu Stande. So kühlte sich das Lava plötzlich ab und es entstanden diese Zacken. Dort sprangen einige von der Klippe ebenfalls ins Wasser und versuchten ohne Verletzungen wieder herauszukommen.

Weiter nach Lahaina, wo wir wieder Zeit überbrücken konnten, bis wir an einen weiteren Strand für den Sonnenuntergang fuhren. Per Zufall konnten wir einem Junioren Surfcontest zuschauen und staunten nicht schlecht über die Kunststücke, welche die jungen bereits an den Tag legten.

Der Sonnenuntergang am langen Strand der Strasse entlang war gemütlich. Mit den schwarzen Steinen, dem Schwemmholz und den Bäumen nebenan, sah es wie im Bilderbuch aus.

Znacht gab es für uns nur etwas Salat mit Toast, da sich der Hunger in Grenzen hielt.

Dienstag, 6. Juli 2021

Heute durften wir „ausschlafen“, was bei mir bis 7:00 Uhr bedeutete. Länger konnte ich nicht mehr und so sass ich in den Innenhof, welcher bereits rege gefüllt war. 

Gegen 9:00 Uhr konnten wir als eine der letzten Pancakes mit der Mischung zubereiten bevor diese ausging. Anschliessend lagen wir faul rum und genossen das Nichtsmachen. 

Als es uns zu heiss wurde, verlegten wir unser Chillort nach drinnen aufs Sofa, bis Domi in seinem Sporttenue aus dem Zimmer kam. So warf ich mich auch in meines und spörtelte eine knappe Stunde mit ihm bis uns alles schmerzte. 

Nach meiner kurzen Dusche machten wir alle zusammen eine Wäsche und das Rumliegen ging weiter. Bei der ersten Wäsche faltete ich alles ordentlich zusammen und als die zweite aus dem Tumbler kam, mussten wir sie gleich nochmals reinwerfen, da sie noch immer etwas feucht war. 

Zwischenzeitlich wollten die Mädels runter ins Städtchen und so liessen wir Domi zurück. Er war so freundlich und faltete anschliessend die zweite Ladung zusammen und stoss anschliessend zu uns. Wir entschieden uns heute in einem Restaurant zu essen und entschieden uns für eine Pizzeria. In dieser gibt es nämlich echte italienische Pizzen im Holzofen gebacken. 

Nach einer Glacedegustation liefen wir dann wieder hoch ins Hostel und hüpften kurz in den Whirlpool. 

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