Santander
Kilometerstand: unverändert Es war wieder einmal Zeit für eine Stadtbesichtigung. Mit der Fährverbindun


Veröffentlicht: 04.09.2026
Kilometerstand: 160258
Wir waren heute, für Urlaubsverhältnisse, früh wach und kamen zügig los. Dafür bot sich uns, auf der Fahrt, ein herrlicher Frühherbst-Hochnebel-Anblick. Als wir durch den Nebel in den Tälern fuhren, war die Sicht manches Mal eingeschränkt und oben auf den höher gelegenen Straßen schaute die eine oder andere Bergkuppe aus den Wolken wie eine Insel hervor.
Unser heutiges Ziel hieß Cóbreces, dort sollte es einen sehr netten kleinen Stellplatz geben. Als wir in den Ort fuhren und die große Kirche mit dem zugehörigen Kloster ein Stück bergauf stehen sahen, wären wir fast am Stellplatz vorbeigefahren.
Die nette, ältere Dame, die uns in Empfang nahm, gewährte freie Platzwahl und so entschieden wir uns für einen halbschattigen Ort auf der Wiese unter den Obstbäumen.
Während wir uns einrichteten sahen und hörten wir die Kühe auf der Weide nebenan, es schien uns wie die Idylle einer Bergalm.
Beim Einkauf im engen, kleinen Kiosk gerieten wir in eine Gruppe Pilger auf dem Jakobsweg, die an ihrer guten Wanderausrüstung und der obligatorischen Muschel leicht zu erkennen waren. Wieder einmal hatten wir keinen großen Supermarkt unterwegs gefunden, sodass wir nun beim kleinen Händler kauften, mit allen Vor- und Nachteilen.
Direkt neben dem Kiosk war die ,Panaderia‘. Dort wollten wir noch Brot für das Wochenende kaufen. Als wir durch die Tür traten, befanden wir uns nicht wie erwartet in einem Verkaufsraum, sondern völlig überraschend mitten in der Backstube bei den Öfen. Wir wollten schon umdrehen, als die beiden Männer uns nachdrücklich hereinwinkten. Auf dem Boden standen große Körbe mit allerlei weißem Brot, auf dem Fenstersims, einem Kleinen Tisch und zwei wackeligen Regalen waren gleichfalls Brote, Gebäcke und Kuchen ausgestellt. Wir entschieden uns für ein Brot und ein Stück Kuchen von der Größe eines A4- Blattes in einer Aluform.
Zurück bei Gary machten wir unser zweites Frühstück, mit Kaffee, Äpfeln vom Apfelbaum und dem Kuchen, der zwar nicht besonders aussah, aber herrlich saftig war und wunderbar schmeckte. Danach fielen wir in ,postprandiales Koma’ und schliefen bis fast 15.00 Uhr.
Nun fehlte nur noch ein Besuch am Strand, um die Verhältnisse für morgen anzusehen. Die Leihe eines Boards konnte sich lohnen, die Wellen sahen vielversprechend aus, auch wenn aktuell noch Niedrigwasser war.
Auf dem Weg zurück zu Gary entdeckten wir, dass die Käsefabrik, welche wir - ob des baulichen Zustandes des Gebäudes - für geschlossen gehalten hatten, geöffnet war. Umgehend besuchten wir den urigen Laden, in dem es genau eine Kühltheke gab. Darin lagen feste Käse in runder und eckiger Form, sowie Weichkäse und Schokolade. Wir kauften einen der runden 1kg-Käse und eine Packung der Schokopralinen, die anscheinend ebenso aus eigener Produktion stammten.
Zurück auf dem Stellplatz gingen wir erst einmal duschen, dann war es Zeit für das Abendessen. Heute gab es Gebratenes. Zuerst brieten wir die Würstchen, die wir am Nachmittag im Kiosk gekauft hatten. Diese waren so fettig, dass der Wok nach wenigen Minuten eher wie eine Fritteuse wirkte. Also frittierten wir die Würstchen eben. Dazu hatten wir vorhin noch eine Tortilla mit Kartoffeln gekauft die, kurz von beiden Seiten angebraten, eine wunderbare Beilage zu den ,Salchichas‘ gab.
