11. Die Reise nach Benelux
Heute Morgen ging es über die Schweizer Grenze nach Deutschland. Nach dem gemeinsamen Frühstück füllten wir unsere Wasservorräte am örtlichen Trinkbrunnen auf und machten uns auf...

Veröffentlicht: 14.07.2026




















Nach unserer letzten Nacht im Zelt hatten wir ein kleines Problem: Wir hatten das Frühstück verpasst. Also gingen wir kurz zum See, um die Reste vom gestrigen Abendessen abzuwaschen, und machten uns dann auf den Weg nach Neuschwanstein. Unterwegs legten wir einen strategischen Stopp im deutschen Supermarkt Edeka ein, damit wir nicht hungrig und schlecht gelaunt zum Schloss laufen mussten.
Der Aufstieg war zwar anstrengend, aber die Mühe hat sich absolut gelohnt. Der Blick von der Marienbrücke war atemberaubend. Von dieser Brücke hat man den berühmtesten Blick auf das Märchenschloss des bayerischen Königs Ludwig II., das später als Vorbild für das Logo der Walt Disney Studios diente. Für einige von uns, mich eingeschlossen, war es ein richtiger Adrenalinrausch, denn die Brücke überspannt beeindruckende 90 Meter über einem tiefen Abgrund mit Wasserfall. Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, kauften wir Souvenirs und kehrten zum Auto zurück.
Unser letztes Reiseziel, Regensburg, lag vor uns. Doch unterwegs machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, und wir mussten den nächsten McDonald's ansteuern, der sich als zuverlässige Rettungsstation erwies. Bevor wir uns ins Sightseeing-Programm stürzten, machten wir noch einen kleinen Abstecher außerhalb der Stadt. Béďa lockte uns mit der berühmten Eisdiele. Doch unsere Vorfreude war vergeblich, denn an der Tür hing ein Schild: Montag Ruhetag. Enttäuscht fuhren wir direkt nach Regensburg, parkten im Parkhaus des Einkaufszentrums und aßen dort wenigstens schnell etwas.
Anschließend erkundeten wir das Zentrum. Wir besuchten einige Kirchen und durften natürlich den gotischen Petersdom nicht verpassen. Er hatte für uns eine besondere Bedeutung, da Berthold von Regensburg, der inoffizielle Schutzpatron unserer vorherigen Reise, dort begraben liegt. Zum Abschluss unseres Kulturprogramms kehrten wir zum Auto zurück und deckten uns im Einkaufszentrum mit lokalem Bier ein.
Dann machten wir uns auf den Weg zu Béďs Familie, die uns für die letzte Nacht unserer Reise Unterschlupf gewährte. Bei unserer Tante erwartete uns ein herzlicher Empfang – ein riesiges Backblech mit duftender Lasagne. Sie war im Nu verputzt. Mit vollen Bäuchen (und einem kühlen Bier aus der Region in der Hand) ließen wir die schönsten Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren und beendeten so unser großartiges Reiseabenteuer.
Matten
