Weiter geht's
Als Jane am Sonntagabend, dem Tag vor unserer geplanten Abreise, unsere Unterkunft bezahlen wollte, erwähnte die Dame, dass in Italien die nächsten zwei Tage Feiertag seien, und...

Veröffentlicht: 03.06.2026
Heute war wieder ein Reisetag. Wir packten im Regen unsere Sachen und verabschiedeten uns von Italien, um zwei Stunden zum Bleder See in Slowenien zu fahren. Die Grenzüberquerung bestand lediglich aus dem Vorbeifahren an unbesetzten Hütten. Unser Bip-and-Go-Transponder (für die automatische Mautzahlung) hatte sich schon bei der ersten Mautstelle bezahlt gemacht. Vor der Grenze gerieten wir in einen 20-minütigen Stau, der sich als Mautstellen-bedingt herausstellte. Die innere Spur war gelb markiert, und nach fünf Minuten erkannten wir, dass sie für Fahrzeuge mit Transponder war. Wir nutzten sie gerne, um die gesamte Schlange zu umgehen und die Mautstelle ohne anzuhalten zu passieren. Perfekt!
Auf dem Weg hielten wir an einer Tierhandlung, um für Winnie neues Trockenfutter und ein paar Dosen Fleisch zu besorgen, und kamen gegen 13:45 Uhr auf dem Campingplatz an – und da herrschte das reinste Chaos. Es war ein großer Platz, aber völlig ausgebucht, und als wir ankamen, standen vielleicht zehn andere Wohnmobile im Wartebereich. An der Rezeption erfuhr ich, dass noch einige wenige Stellplätze buchbar waren, allerdings nur für eine Nacht. Ansonsten konnten wir uns einen Platz auf den „freien Stellplätzen“ aussuchen. Dort konnte sich jeder seinen Platz aussuchen. Wenn man einen passenden Platz fand, reservierte einer von uns ihn, während der andere eincheckte. Wir taten das und fanden einen recht schönen Platz mit Blick auf den reißenden Fluss. Wir checkten ein und bauten unser Lager auf, und innerhalb einer Stunde standen schon ein halbes Dutzend anderer Wohnmobile in der Gegend, kreuz und quer, und belegten jeden freien Platz zwischen den Bäumen. Wir hatten Glück, dass wir überhaupt noch einen Stellplatz bekamen.
Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen hatten, aßen wir zu Mittag und fielen dann beide für ein paar Stunden ins Bett. Vielleicht einfach nur Reisemüdigkeit.
Am frühen Abend, nachdem wir die Hunde gefüttert hatten, schlenderten wir nach Bled. Es war zwar nicht das schönste Städtchen, aber es hatte eine besondere Atmosphäre, und wir setzten uns hin und tranken ein paar Drinks mit Blick auf den See. Auf dem Rückweg kamen wir an einer Minigolfanlage vorbei, die 1964 eröffnet wurde und laut Geschichtsschreibung das zweitwichtigste Ereignis jenes Jahres war (nach meiner Geburt 😁).
Zum Abendessen gab es dann Zucchini-Pesto-Pasta, dazu eine Tasse Tee, und dann haben wir uns schlafen gelegt. Morgen früh geht es los zu einem gebuchten Ausflug in eine Schlucht.
