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Live Kroatien

Von Felsenburgen und Hängematten

Veröffentlicht: 01.08.2026

Radtour
Ljubljana → … → zwischen Bukovje und Podkraj
Slowenien
Unterkunft
Plateau bei Bukovje und Podkraj
Frei­camping · Bukovje und Podkraj
Attraktion
Burg Predjama
Predjama, Slowenien
Sehenswert
Supermarkt in Postojna
Postojna, Slowenien

Tag #79

Samstag, der 18.07.

Von Ljubljana bis irgendwo zwischen Bukovje und Podkraj


[Anmrk.d.Red.: Die letzten Tage waren bewegt durch das Festival und die anschließende Heimkehr, da kam es zu Herausforderungen im Betriebsablauf.]


Es ist eine Herausforderung im Mehrbettzimmer seine Sachen leise zu packen.

Der andere Bikepacker war da ambitionierter und strukturierter, er ist, soweit ich das mitbekommen habe, gegen 6 aufgestanden und einfach los.

Wobei er im Gegensatz zu mir scheinbar auch seinen Kram am Fahrrad gelassen hat.

Es funktioniert bei mir einigermaßen und zudem werden die anderen beiden Personen auch langsam wach, sodass Rücksichtnahme weniger notwendig ist.

Auf dem Weg aus der Stadt fahre ich entlang der Autobahn, auf welcher sich der Verkehr staut und es ist ein befreiendes Gefühl mit dem Fahrrad unterwegs zu sein.

Aufgrund einer Baustelle muss ich umdisponieren, da die Unterführung unter den Gleisen gesperrt ist.

Nach einem kurzen Austausch mit einer einheimischen Familie, die dort mit den Rädern unterwegs ist, ist klar was die beste Alternative ist.

Also einmal das Gleisbett hoch und das Rad über die Bahngleise wuchten. Ist ja inzwischen schon eine bekannte Art und da oben auch alles Baustelle ist muss ich mir um Züge keine Sorgen machen.

Irgendwann fällt mir auf, dass ich zu häufig auf der Straße fahre und mich erst wieder daran gewöhnen muss die Radwege zu benutzen.

Vor allem, da sie hier durchdacht und durchgängig sind und keine Gefahr besteht, dass sie einfach vor einer Wand enden macht es Sinn sie zu nutzen.

So, wie die vielen anderen Menschen, die auf ihren Rädern unterwegs sind.

Die Tour geht weiter über einen gemütlich zu fahrenden und schönen Waldweg entlang eines ausgetrockneten Bachbettes.

Es ist ein entspanntes Fahren, auch wenn es wieder einmal in die Höhe geht.

Die Schatten spendenden Bäume sorgen für eine angenehme Temperatur.

Bis auf einen letzten steilen Anstieg in der prallen Sonne.

Kurz vor Postojna fahre ich wieder entlang einer Autobahn mit Stau und erneut freu ich mich auf dem Fahrrad unterwegs zu sein.

An der angegebenen Stelle in der Stadt suche ich vergeblich nach einer Wasserstelle und steuere den nächsten Supermarkt an.

Dann kann ich direkt auch nochmal Vorräte für den morgigen Sonntag aufstocken.

Kurzzeitig kommen dicke Regentropfen herunter, doch die kann ich während des Einpackens unter dem Vordach des Ladens gut ignorieren und danach bleibt es bei einem dunklen Himmel.

Und anstatt in den Kern der Stadt zurückzufahren, um auf die eigentliche Route zu gelangen, bleibe ich auf der Landstraße, um in einem Bogen zur angegebenen Strecke zu gelangen.

Neben ein paar Kilometern spare ich mir zusätzlich einige Höhenmeter.

Klingt gut.

Währenddessen fällt mir auf, dass ich den Überblick über die Anzahl an heutigen Bikepackern verloren habe.

Eigentlich ist es auch nur noch was besonderes, wenn es mal einen Tag ohne andere Radreisende gibt.

Irgendwas um die acht waren es heute.

Zwei hole ich noch ein, doch es reicht nur für eine Hallo und Tschüss, bevor ich in Richtung der Burg Predjama abbiege.

Dort mache ich eine weitere Pause. Muss einfach sein, denn der Anblick der Festung, die in den Felsen gebaut ist, ist einfach überwältigend.

Einen Besuch des zugehörigen und mehrgeschossigen Höhlensystems wird es bei einer anderen Gelegenheit geben.

Bei mir geht es nochmal ab in die Steigungen.

Ein paar Höhenmeter sollten es heute noch sein, bevor ich mir einen Platz für die Nacht suche.

Auf einem Plateau finde ich auf einem Nebenweg einen geeigneten Platz für die Hängematte.

Darüber freu ich mich sehr, da es die letzte Nacht meiner Reise sein wird.

Zum Kochen entferne ich mich von meinem Camp, da ich mich extrem abgeschieden in den Bergen befinde und damit rechne, dass es hier Bären geben könnte.

Und so werden anschließend brav meine Vorräte wieder in einen Baum gezogen.

Es bleibt ein dezent mulmiges Gefühl, doch nach bestem Wissen und Gewissen habe ich alle Vorkehrungen getroffen und lege mich müde und satt in die Hängematte.

Und so habe ich alles erledigt, als es anfängt zu regnen und ein Gewitter aufzieht.

Der auf das Tarp tropfende Regen und das leichte Schwingen der Hängematte wiegen mich in einen tiefen und entspannten Schlaf.

Song des Tages:

Slope - It's Tickin'

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
Allein
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Burg Predjama
  • Nacht in der Hängematte auf einem Plateau
  • Fahrt entlang von Autobahn und Waldweg
  • Supermarktstopp in Postojna
FahrradHängematteTarp
RoadtripNaturTransitArchitektur
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Antworten (1)

Christinavor 3 Tagen
ach schön, dass wir die letzten Einträge bekommen :) Und in der Hängematte mit Regengetrippel klingt nach einem guten letzten Abend im der Hängematte (insofern am nächsten Tag alles etwas trocknen kann)

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