Clara und Matze
Claras und Matzes Reiseerlebnisse

Perth, Party und Melonen (schon wieder)

In Perth angekommen, gönnten wir uns erstmal ein schönes Airbnb für eine Nacht. Wunderschön mal wieder in einem richtigen Bett zu schlafen. Das Haus hatte eine “Zentralkühlung” also eine Klimaanlage, die das ganze Haus einheitlich kühl hielt. Zum ersten Mal seit ich in Australien bin, fühlte ich mich wie in einem schönen deutschen Altbauhaus im Sommer. Ausgeschlafen und erholt erkundeten wir am nächsten Morgen die Stadt und das, was sich verändert hat seit wir das letzte Mal hier waren. Das Museum in Northbridge, gegenüber des Hostels, wo ich damals gelebt hatte, war endlich fertig gestellt. Wir gingen hinein und sahen uns eine grandiose Ausstellung über die Geschichte der Aboriginals der Gegend an, lernten etwas über Erfindungen und Erfinder der (west)australischen Geschichte und die Zeit zwischen Kolonialisierung und dem 2. Weltkrieg. Nach einem abendlichen Kinobesuch standen wir etwas ratlos herum, hatten wir doch glatt vergessen uns eine Unterkunft zu besorgen. Zum Glück hatte die Aberdeen Lodge, unser altes Hostel, noch ein günstiges Zimmer für uns frei (ein Sechsbettzimmer als Doppelzimmer für schlappe 30 Dollar). Morgens gingen wir erstmal in die Stadt, ein wenig Einkaufen fürs Frühstück. Nach dem Frühstück und Auschecken besuchten wir eine Brauerei (mit hammergeilen Toiletten) und machten uns im Anschluss auch schon auf den Weg zur schon lange geplanten “Bush Doof”, einer Party im Busch, welche für mehrere Tage angesetzt war. Am späten Nachmittag erreichten wir die Party, zur gleichen Zeit, wie tausend andere Leute. Es ging trotzdem alles erstaunlich schnell vonstatten und wir bauten unser Camp auf. Auf der Suche nach den Leuten die wir kannten, trafen wir ein anderes deutsches Pärchen, Lynn und Philipp, mit dem wir uns nett unterhielten. Später stellte sich heraus, dass sie zusammen mit unseren anderen Leuten campten. Wir verbrachten quasi die gesamte Nacht mit Ihnen, zogen zwischen Camp und Tanzfläche hin und und her und hatten jede Menge Spaß. Gegen sieben Uhr morgens fielen wir dann schließlich ins Bett, wenn auch nur für zwei Stunden. Ein wenig erholt standen wir auf und wunderten uns, dass die Musik, die schon kurz vorm ins Bett gehen ausgegangen war immer noch aus war. Kurz darauf teilte uns Lynn mit, dass wohl jemand auf der Tanzfläche gestorben sei und die Polizei da wäre. Nicht lange darauf fuhr ein Krankenwagen vorbei und und allen wurde klar, dass damit die Party vorbei war. Zwei Stunden später ging dann auch der Veranstalter in Begleitung der Polizei herum und teilte allen Leuten mit, dass sie die Party zu verlassen hätten. So packten wir alles wieder zusammen und beschlossen, mit Lynn und Philipp zum Black Diamond Lake zu fahren und dort noch für zwei Tage zu campen. Nach etwa anderhalbstündiger Fahrt erreichten wir das Camp und bauten auf, machten es uns gemütlich, hatten zum ersten Mal in Australien ausgedehnte Pärchengespräche, spielten Spiele und genossen die Ruhe. Morgens begaben wir uns dann die 300m bis zum See, breiteten unsere Picknickdecke aus, gingen Baden und entspannten. Am nächsten Tag kam dann der Abschied. Lynn und Philipp mussten wieder zu ihrem Job bei Wave Rock im Nordosten, unser Weg führte uns gen Westen an die Küste. Wir hatten wieder einen Job in der Melonenernte gefunden. Dieser sollte am 5. Januar losgehen und so hatten wir noch einen Tag Zeit, die Gegend zu erkunden. Abends erreichten wir schließlich Bunbury, eine Küstenstadt etwa zwei Stunden südlich von Perth. Wir machten einen Spaziergang und gönnten uns zum Abendessen lecker Fish & Chips. Eine Übernachtungsmöglichkeit in der Gegend zu finden stellte sich allerdings als etwas schwerer heraus, da es keine Freecamps in der Gegend gibt und alle anderen Sachen ziemlich teuer waren. Aber wir hatten Glück. Eine kleine Macadamiafarm, eine Viertelstunde außerhalb der Stadt bot Camping für nur 20 Dollar pro Auto an. Es war wunderschön und ruhig da draußen und wir schliefen wie die Babys. Morgens ging es dann noch einmal nach Bunbury um für die erste Woche auf der Farm einzukaufen. Nach einem etwas ausgedehnteren Stadtrundgang, diversen Einkäufen und dem Besuch der lokalen Kunstgalerie machten wir uns schließlich auf den weg zu unserem neuen Job. Die Farm war recht klein und familiär, und nachdem wir unseren Papierkram bekommen hatten gab es einen kleinen Rundgang durch Küche, Bad und Gemeinschaftsscheune. Ganz nett eigentlich, auch wenn die Scheune nicht den aller vertrauenserweckenden Eindruck machte. Wir hatten uns für die Campingoption entschieden, da ein Doppelzimmer gleich mal 35 Dollar pro Person mehr gekostet hätte. Wir stellten unser Zelt am Rande des Camps auf, bauten unser Vorzelt mit an und schon hatten wir eine Premiumbehausung, besser als die eigentlichen Räume (bloß ohne Klimaanlage, aber die braucht man hier eh nicht wirklich). Wir starteten gleich am nächsten Morgen mit Unkraut jäten. Allzu viele Melonen waren noch nicht reif, weshalb der Großteil der Leute mit anderen Dingen als Ernte beschäftigt war. Nach der Mittagspause kam dann Isaac, unser Supervisor und holte mich ins Ernteteam. Einer der Picker hatte schon nach ein paar Stunden auf dem Feld die Schnauze voll gehabt und war abgehauen. Clara durfte weiter Unkraut zupfen bis nach etwa anderthalb Wochen das zweite Pickingteam eröffnet wurde. Issac fragte verschiedene Mädels, ob sich einen Traktor fahren könnten, aber nachdem die dritte verneinte beschloss ich Clara vorzuschlagen. Issac war zufrieden Clara war es mehr oder weniger egal, ich war glücklich, dass sie ihren kaputten Rücken in Zukunft etwas schonen konnte. - Und jetzt fährt sie beruflich Lamborghini! Nach unseren ersten zwei Wochen auf der Farm fuhren wir das erste Mal wieder nach Perth. Unterwegs hielten wir noch in Mandurah und besuchten die Three Rivers Brauerei. Hier wird noch alles in Handarbeit selbst gemacht, gebraut mit umfunktionierten Milchtanks. Der Brauer war Brite und die Biere erfrischend anders, als der übliche Australische Kram, sehr lecker. Der Brauer selbst war leider nicht da, aber wir hatten ein gutes Gespräch mit seiner Frau, die uns die Anlage zeigte und der coolsten Brauereitresendame, die man sich vorstellen kann. Wir packten noch sechs Biere zum Mitnehmen ein und fuhren weiter nach Perth. Nicht lange auf der Autobahn fiel uns eine fette schwarze Rauchwolke auf und die Autobahn war im weiteren verlauf gesperrt. Wir sahen das zum Glück rechtzeitig und konnten der Sache so ausweichen. Ein riesiges Buschfeuer war ausgebrochen und breitete sich rasant aus. Schließlich erreichten wir dann Perth, nisteten uns in einem schönen AirBnb ein und gingen dann in die Stadt um etwas zu essen und mal wieder einen Kinofilm zu sehen.

Am 30.1. hatten wir frei und fuhren bereits morgens zusammen mit Julia nach Perth. Wir besuchten einen niedlichen kleinen Wochenmarkt mit veganem Frühstücksangebot und einem Bäcker, der tatsächlich ein schönes dunkles Brot mit im Sortiment hatte. Julia fuhr dann mit der Bahn nach Fremantle in ihr altes Hostel, Matze und ich beschlossen, die in Perth recht selten vorkommende Windstille für einen Besuch des FKK Strandes zu nutzen. Wir passierten gerade das Trennschild der Badebereiche, als Matze beim Anblick eines nahen nackten Paares stutzte. Er war dunkelhäutig, sie hell, mehr konnte man auf den 1. Blick eigentlich nicht erkennen, aber Matze war sich sicher: Wir hatten sie in Lancelin am Strand kennengelernt. Er sprach sie auch gleich an, sie wussten sofort Bescheid. Verrückter Zufall, Perth ist ja nun auch kein Dorf und der Nacktbadestrand ein recht spezieller Ort. Wir unterhielten uns angeregt, tranken Bier und genossen die Sonne - natürlich mit einer üppigen Schicht an Sonnencreme. Karen und Dee luden uns ein, sie bei Gelegenheit in ihrem Haus in Coogee, im Süden von Perth, zu besuchen. Wir 4 mussten ein interessantes Bild abgeben, alterstechnisch könnten sie unsere Eltern sein. Immer wieder schön, sich mit anderen Menschen außer Backpackern zu unterhalten. Abends gingen wir Burger essen, bevor wir uns ausgehschick machten (also ich, Matze ist ja von Natur ausgehfertig ^^). Um nicht noch nachts irgendwie unser Auto bewegen zu müssen, ließen wir es an einem Parkcafe stehen und bestellten uns ein Uber zur Party. Die Location war super, es gab 2 Floors (nicht so üblich für die Parties in industriellen Hallen) und es wurde recht abwechslungsreiche Musik gespielt. Am besten gefiel mir der 80s inspirierte Techno. Gegen 4.30 waren wir erschöpft und liefen zurück zum Park, wo wir uns einfach 2 Decken und die Isomatte auf ein Stück Wiese etwas abseits vom Weg legten und uns einkuschelten. Nicht, dass wir uns kein Hostel oder AirBnb leisten konnten.. aber wozu Geld ausgeben, um dann noch nichtmal einigermaßen ausschlafen zu können? Wir schliefen nach anfänglicher Mückenplage und frösteligen 8 Grad - Spray und Decke sei Dank - erstaunlich gut… Bis ich eine recht autoritär klingende Stimme vernahm und durch noch halb geschlossene Augenlider ein Paar Schuhe vor meinem Gesicht ausmachte. Ich setzte mich hastig auf, der Herr der mich angesprochen hatte, war ein Ranger, so ne Art Parkwächter. Solche Leute sind berüchtigt dafür, ab und an Backpackern, die irgendwo illergalerweise nächtigen empfindliche Bußgelder aufzudrücken. Ich bemühte mich also, um ein möglichst nüchternes und kooperatives Auftreten und erklärte, dass wir nicht geplant hatten, im Park zu schlafen, nur war das Hostel, in dem wir eigentlich nächtigten zu laut gewesen und wir mussten ja fit sein für unseren sehr fordernden Job auf einer Melonenfarm (von der ich ihm natürlich freiheraus auch die Adresse verriet, ich wollte ja glaubwürdig wirken). Brenzlig wurde es kurz, als er fragte, in welchem Hostel wir denn eigentlich waren, Matze antwortete zum Glück schlagfertig und damit schien das Verhör vorbei zu sein. Wir hatten nur eine Verwarnung erhalten und hofften nun natürlich, dass er keine weiteren Nachforschungen tätigte. Der Park, in dem sich beim Einschlafen lediglich ein Müllmann und ein eindeutig geistesgestörter Jogger aufgehalten hatten, war nun - 9.30 - voller Menschen. Als ich nach meinen Schuhen griff, entdeckte ich einen gefalteten 50 Dollar Schein. Ich war kurz verdutzt, dann peinlich berührt, schließlich gerührt. Da hatte Jemand ein großes Herz für uns vermeintlich obdachlose Backpacker. Wir räumten unser Bett weg, kochten Kaffee und genossen einen entspannten Sonntagmorgen, später fuhren wir in ein paar Galerien und sackten Julia an ihrem Hostel ein. An dieses Wochenende werde ich mich sicherlich noch als alte Oma erinnern! Die Arbeitswoche war dann sehr eintönig, aber am Wochenende fuhren wir wieder nach Perth, Samstag Abend verbrachten wir einen entspannten Filmabend mit Essenslieferung bei Karen und Dee. Ihr gemütliches Mietshaus hatte unter Anderem ein Gästezimmer, in dem wir unglaublich ruhig und tief schliefen. Die letzten Nächte im Zelt hatte uns der Lärm des im Wind flatternden Stoffes mehrfach geweckt und wach gehalten. Am Sonntag morgen hatte ich ein Shooting, nachdem ich von einer angehenden Visagistin für eine ihrer Zwischenprüfungen geschminkt worden war. Danach hatte ich ein wirklich extrem auffälliges Make Up, aber man kann ja auch mal auffallen! Seit wir nach Australien gekommen sind, lasse ich mein Gesicht an 99% der Tage in seinem Naturzustand. Wir waren gerade am Brunchen und ich holte mir an einem Kaffeestand meine Koffeinzufuhr, als mich die Barista fragte, ob ich schon von den Neuigkeiten wusste. Ich antwortete mit Nein, es breitete sich bereits ein ungutes Gefühl in meiner Magengegend aus. Sie sah nicht gerade enthusiastisch aus und mein Gefühl hatte mich nicht getrügt: Wir befanden uns ab 18 Uhr im Lockdown, es hatte einen Coronafall gegeben. Ein Sicherheitsmann hatte sich in einem Quarantänehotel unter noch ungeklärten Umständen bei einem der Gäste angesteckt. Nun klingt es sicherlich nach einer krassen Maßnahme, deswegen gleich ein Lockdown einzuberufen, aber es gab hier in Western Australia seit Ewigkeiten keine frei herumlaufenden Infektionsherde und man wollte es natürlich weiterhin so haben. Nun entdeckte ich auch, dass Melissa, die Frau des Farmbosses, uns bereits mehrere Nachrichten geschrieben hatte, dass wir so schnell wie möglich zur Farm zurückkehren sollten. Wir gingen natürlich schon noch unseren Wocheneinkauf erledigen, auf das teure und sicherlich von unseren Farmmitbewohnern bereits stark dezimierte Angebot im lokalen Markt wollten wir uns nicht stürzen müssen. Die Stimmung im Supermarkt war natürlich etwas angespannt, manche Leute kauften schon wieder auf Vorrat, zunächst sollte das Lockdown aber auch nur 1 Woche gehen, um Kontaktpersonen ausfindig zu machen und zu testen. Als wir zur Dämmerung auf der Farm eintrafen, stand Melissa mit ihrem Auto am Tor, um die Zurückkehrenden zu verhören. Wir wussten, dass sie niemanden reinlassen wollte, der aus Perth gekommen war, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass wir irgendwie in Kontakt gekommen waren, verschwindend gering war. Offiziell hatten wir also das Wochenende in Bunbury verbracht. Die Lüge kam uns sicherlich nicht leicht über die Lippen, wir wollten aber unseren Job nicht verlieren. Melissa ließ uns passieren. Die Woche verlief dann eigentlich wie alle anderen, wir fuhren ja ohnehin nach Arbeit nie irgendwo hin. Matze bekam überraschend ein Jobupgrade, er durfte nun den kleinen Traktor fahren und kam in mein Team. Damit hatten wir wieder gleiche Pausenzeiten (seit wir mehr als 45 Leute waren aßen mittags alle Teams gestaffelt), aber hatten uns auch dadurch weniger nach der Arbeit zu erzählen. Regelmäßig Matzes Gesicht zu sehen, zauberte aber immer wieder zuverlässig ein Lächeln in mein Eigenes. Als nach 1 Woche der Lockdown vorüber war, sollten wir auf Anordnung der Farm noch eine weitere nur für dringend Benötigtes nach Waroona fahren. Die Arbeitstage schlichen dahin, mich motivierte jedoch die Tatsache, dass ich meine insgesamt 176 Farmtage fast geschafft hatte und mir damit das 3. Jahr in Australien möglich war. Unser Supervisor Isaac vertraute meinen Fähigkeiten mit dem Traktor und dem Arbeitsschema inzwischen deutlich mehr als am Anfang, nur ich kommunizierte mit ihm per Handy und kontaktierte ihn bei Problemen. Auch angesichts der Temperaturen, die sich an die 40 heranpirschten, konnte ich mich glücklich schätzen, unter einem Dach zu sitzen. Am 13.2., einem Samstag 2 Wochen nach unserem Perthwochenende, durfte Matze zusammen mit den anderen Jungs arbeiten, ich und viele Andere hatten frei. Ich hätte wirklich gern gearbeitet, aber am Wochenende zuvor hatten nur wir Mädels gearbeitet, ausgleichende Gerechtigkeit. Ich nutzte die Freizeit zum Lesen, dann brachte Cecilia, eine Backpackerin aus Taiwan, Nicolina, Douglas und mir ein Kartenspiel bei. Später knüpften wir unter Nicolinas Anleitung Freundschaftsarmbänder und als die Arbeitenden zurückkehrten und einige zum nahegelegenen See fuhren, schloss ich mich an. Der kommende Tag, Valentinstag, war der perfekte Anlass für Pärchenaktivitäten. Wir gingen in Mandurah spazieren, Burger essen und bummelten durch einige Second Hand Geschäfte. Danach erwartete uns wieder eine lange Arbeitswoche mit vielen Tonnen Melonen, diesmal auch zum 1. Mal Miniwassermelonen. Superlecker und auf jeden Fall praktisch, wenn man nicht mehrere Tage am Stück mit dem Verzehr einer Melone beschäftigt sein möchte. Am 20.2. fuhren nach der Arbeit fast alle Farmbewohner zum Bier- und Ciderfest nach Bunbury. Wir hatten uns nach einem Blick auf die Hostel-und Hotelpreise für die Buchung eines Campingplatzes entschieden, wir konnten uns entspannt Nachts selbst einchecken. Das Festgelände war recht klein und die Schlangen vor den einzelnen Ständen der Hersteller lang, aber es war interessant beim in der Schlange stehen so viele Menschen beobachten zu können. Am Besten schmeckten uns die Biere einer lokalen Brauerei, die leider keine eigene Bar in ihrer Brauerei hatte, aus diesem Grund hatten wir ihr auch keinen Besuch abgestattet. Als wir uns an einem der Essstände etwas bestellten, lernten wir eine andere Deutsche kennen, Lisa aus Leipzig. Und um diesen Zufall noch eins draufzusetzen, sie würde uns wohl in 1-2 Wochen auf der Farm Gesellschaft leisten. Dann wären wir 5 Deutsche, davon 4 aus Sachsen und 1 aus Berlin! Am kommenden Morgen besuchten wir einen kleinen Markt, neben einigen Flohmarktgütern gab es auch leckeren Honig und Selbstgemachtes. Wir hatten schon seit der Arbeit auf der Rinderfarm in Boulia mit der Anschaffung von Stoffmasken geliebäugelt und fanden auf dem Markt 2 sehr schöne und individuelle Exemplare. Am Nachmittag genossen wir die angenehme Kühle eines Staudammes und die Abwesenheit anderer Backpacker. Nicht, dass die Alle nerven, aber unsere Farmitaliener unterhalten sich meist in der Lautstärke, als wären sie alle in verschiedenen Räumen. Aber auch am Damm hatten wir mit Plagegeistern zu kämpfen: Immer wieder tauchten aus dem Nichts heraus Bremsen auf, wir erschlugen in den 2,5 Stunden, die wir dort verbrachten, bestimmt 8. Kaum hatten wir nach einigen Zielungenauigkeiten eine erwischt, tauchte wenige Minuten später eine Neue auf. Ja, ihr Lieben, der schöne Schein kann trügen, man muss aber sagen, dass Bremsen sicherlich nicht die Bedrohung ist, die man im Kopf hat wenn man an Australien denkt.

#perth# waroona#bunbury
Kommentare

Ralf
❤️