Achterbahnfahrt
Es geht mir wieder besser! Wieso das denn? Die letzen 48 Stunden waren eine echte Achterbahnfahrt. Der Reihe nach... Das mit dem Abtanzen hatte so viel Spaß gemacht, das ich an...

Veröffentlicht: 07.03.2022
Also ab in den Regenwald. Falsch, in Monteverde heist er Wokenwald, weil 80% der 2,5 m Niederschlag / Jahr nicht senkrecht abregnen sondern waagrecht aus den Wolken nieseln. So hat es uns der Ranger erklärt. 3 Stunden Aufklärung zu den Themen Fauna, Flora, Natur- und Artenschutz. Vor Ort, mitten im Wald. Das ganze ist sehr durchorganisiert. Den berühmten Quetzal Vogel wird man kaum zu Gesicht bekommen, es ist einfach zuviel los. Danach bin ich auf eigene Faust los und hab den Park innerhalb von 3 weiteren Stunden soweit als möglich erkundet. Das meiste ist nicht zugänglich. Highlights waren die Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik (was für ein Ausblick) und ein Kolibri bei der Nahrungsaufnahme (wunderschön, aber unmöglich zu fotografieren). Danach war ich ganz schön groggy. Aber auch zufrieden. Natur, grün, satt. Übernacht hatte es nochmal ganz schön gestürmt, so dass es in meiner Hütte ganz schön zog. Jetzt. hab ich den Schnief und einen ordentlichen Husten. OK.
Die heutige Fahrt war toll. Sehr gute Strassen ab Tilaran. Auf dem Weg dorthin hatte ich 2 Gedanken. 1. Die grünen Hügel mit der Michwirtschaft sehr sehr schön aus, waren früher aber Wolkenwald. Durch die vielen Mikro-Klimazonen ist das Land alle 2 Stunden Fahrzeit ein anderes.Und der Mensch hat es bereits stark verändert. Für billiges Fleisch und billige Milch, die in den Export gehen. 2. Die Telefon- und Datenleitungen sind auf Holzmasten verlegt. Wieso hängt aber ab un zu ein Mast in der Luft und wird von den Kbeln getragen? Lösung: Der Randstreifen wird durch Brandrodung in Schuss gehalten. Dabei kostet es au mal einen Masten. Wenn die zwei neben ihm aber alles noch hochhalten, gibt es keinen Grund etwas zu ändern. Das ist hier typisch. Hauptsache es läuft. Der Weg führt dann um den Arenalsee, durch einen Regenwald (Achtung Nasenbären halten den Verkehr auf), nach Fortuna und über eine Trockenebene nach Cuidad Quesada. Kurz vor Quesada treff ich mein erstes Faultier. Es nimmt die Telefonleitungen als Schnellstrasse. Cool.
Die Nachrichten auf CNN aus der Ukraine sind furchtbar. Ich sollte das weglassen. Gestern zog mich das runter. Fühle mich machtlos. Was kommt noch?
Wofür bin ich heute dankbar? Für das Glück zu lieben und geliebt zu werden.
Morgen ist eine größere Wanderung geplant. Insgesamt 6 Stunden, 12 km, von 1600 m hier im Hideaway auf 2100 m. Schaun mer mal....
