Die Nacht war viel zu kurz - wir haben maximal 3 Stunden geschlafen. Aber es war ja ein Luxushotel mit top Bett, Schlaf đ€ zĂ€hlt also doppelt. Der Flug nach Cartagena verlief reibungslos, was sind schon 40 Minuten VerspĂ€tung.
In Cartagena angekommen fiel schon beim Taxi auf: Alles ne Nummer teurer, als im Rest des Landes. Schon aus dem Flugzeug konnten wir den Grund dafĂŒr im Hafen liegen sehen: Kreuzfahrtschiffe đą. Und auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt haben wir auch schon den ersten Schwung Kreuzfahrer gesehen: Sie wurden in Kutschen durch die Stadt gefahren - ganz authentisch
Nach Einzug ins Hostel erster Stadtbummel. Ich weiĂ nicht, ob es am wenigen Schlaf gelegen hat, aber ich war sehr schnell genervt. Im Gegensatz zum kompletten Rest von Kolumbien, wurde man hier laufend angequatscht: Amigo hier, Amigo da ... HĂŒte, Selfiesticks, good Restaurant, cold drinks, âhabe a lookâ, âcheap priceâ usw. Die ĂŒbliche Leier, die man von anderen Orten kennt. Völlig nervig und echt zum Abgewöhnen! Schade eigentlich, denn die Stadt ist wirklich schön. Gut erhaltene und gut restaurierte HĂ€user aus der Kolonialzeit, wirklich sehenswert. Julia hatte mich vorgewarnt (sie war wĂ€hrend ihres wirklich harten Semesters schon mal zum Ausspannen hier đ), denn ich wollte eigentlich lĂ€nger in Cartagena sein. Sie sagte, dass ein Tag reicht und ich wĂŒrde sogar sagen, im Notfall tut es auch ein halber.
Die Preise liegen ĂŒbrigens mindestens Faktor 2 ĂŒber denen in allen anderen Regionen Kolumbiens, oft auch Faktor 3 oder mehr. Schuld sind die trotteligen Krruzfahrttouristen, die fĂŒr alles jeden Preis zahlen, ohne nachzudenken, geschweige denn mal zu verhandeln. Da laufen sie rum mit Aufklebern auf dem T-Shirt und werden von Attraktion zu Attraktion gefĂŒhrt - mit minutiösem Zeitplan. Na klar und die fette Emily aus Miami zahlt auch die 2,50 ⏠fĂŒr die Kugel Eis, mit denen man 20 Kilometer ins Landesinnere ein ganzen Kindergeburtstag schmeiĂen könnte, aber so ist es eben.
Um so ĂŒberraschter war ich, als wir gegen 4 am Nachmittag nochmal durch die StraĂen gezogen sind. Die Kreuzfahrer sind wieder auf ihren Schiffen und schon wirdâs wieder kolumbianisch: Man wird nur noch vereinzelt angesprochen, die Einheimischen sind viel entspannter. Auch ein wenig auĂerhalb vom historischen Kern gibt es schöne Ecken. Selbst die Skyline mit den HochhĂ€usern hat etwas, da die Fassaden alle ganz weiĂ sind.
Also nochmal zusammengefasst: sehr schöne Stadt, sehr sehr heià (ca. 40 Grad) und wenn gerade kein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, lÀsst es sich aushalten.
Gegen Abend wollten wir schonmal unser Boot anschauen, mit dem es morgen fĂŒr 5 Tage in die Karibik geht. Am angegebenen Liegeplatz war es nicht. Ich bin sicher es bekommt noch neuen TĂV đ. Wir gehen morgen Abend auf einen Katamaran und segeln damit ĂŒber die San Blas Islands nach Panama.
Unter folgendem Link kann man angeblich immer die aktuelle Position des Bootes tracken:
https://share.findmespot.com/shared/faces/viewspots.jsp?glId=0ZD4KXLrNnCVVPkysMq33cEB99tbYF52T
Bis jetzt steht da eine Fehlermeldung, aber wir sind ja auch noch nicht unterwegs - schaun mer mal. Unser Boot heiĂt Nacar 2.
Ich nehme an, die nĂ€chsten Tage sieht es schlecht aus mit Internet - bis in ?? Tagen dann đđ