clara-marie-in-der-praerie
clara-marie-in-der-praerie
vakantio.de/clara-marie-in-der-praerie
Zuletzt in Fidschi

Hahei - The 309 Road - Coromandel

Veröffentlicht: 04.12.2024

Nachdem ich am Hot Water Beach den Sonnenaufgang genossen hatte, bin ich nach Hahei gefahren. Von dort aus kann man nämlich die Cathedral Cove besuchen. Das ist eine ähnliche Felsformation wie der Elefant Rock und man kann sie normalerweise auf einer Wanderung erreichen. Ich wusste vorher schon, dass der Wanderweg momentan wegen eines Erdrutsches gesperrt ist, aber es gibt auch Wasstertaxis, die einen dorthin bringen und man kann auch selbst mit dem Kajak fahren. Zu meinem Pech waren die Wellen an diesem Tag so groß, dass das Wassertaxi nicht gefahren ist und der Kajakverleih auch keine Kajaks verliehen hat. Letzteres war natürlich nett, weil sich die Touris dann nicht in Gefahr begeben, aber ich fand es trotzdem sehr schade.


Auf der Schotterpiste "The 309 Road" habe ich dann die Coromandelinsel von Osten nach Westen Richtung der Stadt Coromandel durchquert und unterwegs die Waiau Falls und einige uralte Kauri-Bäume besucht. Besonders cool fand ich die Siamese Kauris, zwei Kauri-Bäume, die zwar aus verschiedenen Samen entsprungen, mit der Zeit aus Platzgründen aber zusammen gewachsen sind.


Bis die ersten Siedler kamen, gab es hier 1,2 Millionen Hektar Kauri-Bäume, die dann aber ziemlich schnell abgeholzt wurden, um das Holz zu verkaufen. Da die Stämme der Kauri-Bäume unglaublich dick werden und damit sowohl schwer, als auch schwierig zu transportieren, wurden sie teilweise einfach in einen Fluss geworfen, auf dem sie dann von allein Richtung Hafen getrieben sind. Obwohl es dabei bis zu 80% Verlust gab, hat sich diese Praxis gelohnt. Als mit der Abholzung aufgehört wurde, waren gerade mal 80.000 Hektar - also weniger als 10% - Kauri-Bäume übrig.


Als ich am nächsten Morgen in Coromandel aufgewacht bin, habe ich gesehen, wie jemand vom Distrikt kontrolliert, ob alle Campervans einen Self-Contained-Camper-Sticker haben. Zum Glück hatten alle den Sticker und alle standen im fürs Freedom-Camping freigegebenen Bereich. Wenn man keinen Sticker hat oder nicht im Freedom-Camping-Bereich steht, kostet das nämlich sofort 400$ Strafe. Und erst in der Nacht zuvor gab es Ärger mit zwei 19-jährigen Mädchen, die zwar im Freedom-Camping-Bereich standen, aber den Sticker nicht hatten. Eine Spanierin ist daraufhin ziemlich ausgerastet, weil sie deshalb mit ihrem riesigen Wohnmobil keinen Platz mehr im freigegebenen Bereich hatte. Letztendlich ist nichts passiert und ich glaube, dass die Mädels auch Platz gemacht hätten, wenn die Spanierin etwas diplomatischer gewesen wäre und nicht gleich die spanischen Beleidigungen rausgeholt und mit der Polizei gedroht hätte.


Nach dem Frühstück habe ich die Driving Creek Railway besucht. Diese wurde von Barry Brickell, dem ersten Kiwi, der in Vollzeit als Töpfer gearbeitet hat, gebaut. Er kaufte den Berg 1961, weil es dort ausgezeichneten Ton gab und baute die Bahn, um den Ton vom Berg in seine Töpferwerkstatt zu transportieren. Auch heute noch kann man dort an Töpfer-Workshops teilnehmen, mit der Bahn hoch und wieder runter fahren... oder mit der Bahn hoch fahren und auf dem Weg nach unten die Zip-Line nehmen. Ich habe mich für letzteres entschieden und hatte mit einem südafrikanischen Pärchen, das seit etlichen Jahren in Auckland wohnt, einen großen Spaß!


Da die Wettervorhersage für das Tongariro Alpine Crossing für Freitag und Samstag gut aussah, habe ich mich nach dem Zip-Lining auf den Weg Richtung Tongariro Nationalpark gemacht. Unterwegs wollte ich mir nochmal einige uralte Kauri-Bäume ansehen und habe auf dem Weg dorthin 7km von der nächsten Ortschaft entfernt auf einer Schotterpiste einen Mann und eine Frau am Straßenrand gesehen, die ziemlich verlottert aussahen und mir gewunken haben, damit ich anhalte. Durch das geöffnete Fenster haben sie mir dann erzählt, dass sie seit vier Tagen im Wald umherirren und nichts zu Essen und zu Trinken haben. Ich habe ihnen etwas von meinem Proviant abgegeben und sie auf dem Rückweg bis zum nächsten Ort mitgenommen, dabei haben sie mir erzählt, wie es dazu kam, dass sie sich verlaufen haben. Erst als ich die Story abends Markus erzählt habe, habe ich gemerkt, wie absurd sie wirklich ist. Wenn da keine Drogen im Spiel waren, weiß ich auch nicht...

clara-marie-in-der-praerieFolge diesem Blog und verpasse keine neuen Beiträge.
Antworten

Neuseeland
Reiseberichte Neuseeland