Cape Egmont Lighthouse - Ōakura - Paritutu Rock - Holly Hut Track
Den Surf Highway entlang bin ich weitergefahren mit dem Ziel Egmont Nationalpark. Ab und zu bin ich an die Küste gefahren, z.B. am Cape Egmont Lighthouse oder in Ōakura und habe...


Veröffentlicht: 18.11.2024
Bis ich am Henry's Peak und damit fast am Ziel war, bin ich fast nur unter Bäumen gelaufen und weitestgehend trocken geblieben. Ab dem Henry's Peak hat sich das schlagartig geändert und innerhalb weniger Minuten waren meine Hose und Schuhe komplett nass.
Als ich nach 3,5 Stunden Wanderung endlich am Reflection Pond angekommen war, habe ich erstmal die nasse Hose aus-, eine trockene Hose an- und meine Regenhose drübergezogen. Zu Beginn der Wanderung war es nämlich ziemlich kalt, deshalb hatte ich zwei Hosen übereinander gezogen, unterwegs aber eine ausgezogen, weil mir zu warm wurde. Warum hatte ich die Regenhose nicht gleich angezogen, als ich gemerkt habe, dass ich nass werde? Ich weiß es nicht.
Die nächsten zwei Stunden lang habe ich Runden um den kleinen Teich gedreht, um mich warm zu halten. Dann kam Stefan vom anderen Ende des Wanderweges dazu und wir haben uns eine Stunde lang unterhalten. Während an mir schon drei andere Leute vorbeigekommen waren, bevor Stefan kam, war ich die erste Person, die er getroffen hat. Witzig, dass er zufälligerweise auch aus Berlin kommt!
Nachdem wir zusammen noch eine Stunde darauf gewartet hatten, dass es endlich aufklart, haben wir beschlossen es aufzugeben. Ich musste den Weg, den ich gekommen war, auf jeden Fall wieder zurückgehen, weil am Ende mein Auto stand. Stefan war etwas flexibler, weil er sowieso nach der Wanderung von einem Freund abgeholt werden musste. Also ist Stefan mit mir mitgekommen, um nicht den gleichen langweiligen Weg mit unglaublich vielen Treppenstufen zurückgehen zu müssen.
Der Rückweg war eine 4,5-stündige Tortur. Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir für den Rückweg nach unten eine Stunde länger gebraucht haben als ich für den Hinweg nach oben gebraucht hatte. Schon nach zwei Stunden war ich einfach nur froh, dass ich Begleitung hatte und dann auch noch so nette! Durch den stundenlangen Regen war der Waldboden komplett aufgeweicht und matschig, an vielen Stellen stand das Wasser und der Regen wurde immer schlimmer. Komplett nass, entweder vom Regen oder vom Schweiß sind wir bei meinem Auto angekommen und konnten uns dort erstmal unter die Kofferraumhaube stellen. Reinsetzen wollten wir uns nicht, um nicht alles dreckig zu machen.
Netterweise hatte Stefan mir angeboten mit zu ihm und seinem Kumpel in die Unterkunft zu kommen. Dort konnte ich duschen, Wäsche waschen und sie gleich noch im Trockner trocknen - ich weiß nicht, wie ich meine Sachen im Auto hätte trocken bekommen sollen... Es war ein wirklich schöner Abend mit Stefan und Felix, indischem Essen, Tee und netten Gesprächen und als der Trockner fertig war, hat Stefan mich wieder zu meinem Van gebracht.
Ach ja, das Titelbild zeigt übrigens meine Sicht auf den Teich und die Nicht-Spiegelung des Mount Egmont darin. Aber ich habe extra auch ein Foto von dem Schild gemacht. So ein Bild hatte ich mir nämlich gewünscht!
