Von unserer Maori-Unterkunft geht es direkt nach Taupo. Da gibt es vielen Action-Aktivitäts-Möglichkeiten: Fallschirm, Schaukelsprung, Bungee... Ich will ja eigentlich noch meine letzte Hürde überwinden und unbedingt mal Bungee-Jumpen. Aber heute fühlt es sich einfach nicht richtig an. Und so lassen wir uns zu dritt an den Haka Falls (schon wieder Wasserfälle!) aus dem Bus werfen und wandern entlang des Flusses nach Taupo, wo wir die Nacht verbringen. Und das ist genau richtig so, denn der Fluss ist wunderschön mit so unfassbar klarem Wasser, dass man aus weiter Entfernung noch auf den Grund sehen kann.Im Hostel angekommen kümmern wir uns ein bisschen um so nervige Haushaltsdinge wie Essen verstauen und Wäsche waschen, bevor wir uns zum See begeben, wo wir schwimmen und faul in der Sonne liegen. Ein langsamer Nachmittag. Und das ist genau richtig so, denn wie sind alle etwas erschöpft von den vollen letzten Tagen. Am Abend sitzen wir nach einem Stop in einem Restaurant noch auf der Hostelterrasse - genau richtig so, denn dort gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir lachen und knabbern Erbsenchips, den Wein machen wir ein bisschen später auf, denn er wurde uns (bzw derjenigen, die ihn gekauft hat), von einer Gruppe Niederländerinnen geklaut. Die kennen unser zwei Grundregeln der Gruppe nicht, die da lauten:
- Always have fun.
- Never get caught.
Regel 2 verletzen sie, weil sie sich völlig offensichtlich mit der Weinflaschen in den Aufenthaltsraum setzen und dort von unserer sehr taffen Amerikanerin zur Rede gestellt werden. Die gibt sich auch nicht mit "It was an honest mistake, you can have one bottle Back." zufrieden, sondern möchte natürlich ihre beiden Flaschen wiederhaben. So lässt sich die beschämte junge Frau von ihrem Freund zum Supermarkt fahren, wir haben tatsächlich etwas Mitleid mit ihr (sie war sehr geknickt, der Typ hat so getan als wäre nichts), bis sie wiederkommt. Denn da verlangt sie von unserer Amerikanerin eine Entschuldigung, "because you made me feel bad." Ohne Worte - das ist echt nicht richtig so.
Zugegebenermaßen müssen wir über die Geschichte viel lachen, weil sie so skurril ist. Aber das bringt auch Spaß und Unbeschwertheit. Und das ist genau richtig so.