It's a long way to Byron Bay
Heute haben wir die längste Stecke der Route vor uns. Ziemlich früh starten wir mit einem kleinen Kaffee-Stop in Richtung Byron Bay. Auf dem Weg gibt es eine kurze Pause an...


Veröffentlicht: 08.01.2025
Heute ist ein Tag, an dem mein Handy theoretisch viele tolle Bilder und Videos hätte machen können.
Davon, wie uns der funny Surflehrer die Wellen erklärt. Wie ich auf dem Surfbrett stehe. Wie sich die Sonnenstrahlen im Wasser brechen. Davon, wie ich lache, wenn ich ins Wasser falle. Von meinem Sonnenbrand am Hintern. Fotos von den Haarsträhnen im Gesicht, weil die Schorchelmaske die Frisur zerstört. Ein Video von der rasanten Fahrt mit dem Schnellboot vom Ufer zu den Felsen, um die wir schnorcheln. Von Dorie aus "Findet Nemo", die ich da mit ihrer Freundin treffe, genauso wie viele Zebrafische, 3 Schildkröten und Wobbegong-Haie. Fotos hätte ich machen können vom Blick über die Weite des Meeres, dem Sternenhimmel, dem Meer bei Nacht mit der Silent Disco am Strand.
Ich habe kein einziges solches Foto oder Video gemacht. Ich mein Handy weg- und ausgelassen, nicht wegen des Wassers oder des Sandes. Manche Dinge filmt man besser mit seinem Kopf, mit seinen Erinnerung, weil sie viel zu schön sind, als dass sie irgendeine Kamera einfangen könnte. Und, manche Dinge kann auch das beste Handy nicht konservieren: Das Bitzeln auf der Haut, wenn einen die kleinen Quallen erwischen. Das Gefühl von Freiheit, wenn man über die Wellen gleitet und das von Aufregung, wenn man mitten in einem Schwarm bunter Fische schwimmt. Das Sonnenstrahlenkitzeln, das den Sonnenbrand ankündigt. Den Geschmack von Sonnencreme, salzigem Meer und dem Chlorwasser aus der Leitung. Die Hitze der Straße unter den Füßen nach dem Aussteigen aus dem Boot. Diese wohlige Entspanntheit eines Glases Wein in netter Gesellschaft im Abendwind des Meeres.
Klick Klick. Mein Gehirn hat viele Sinneserinnerungsbilder gemacht. Und das ist mehr als genug.
