Ruhe in Raglan & Wunder in Waitomo
In Raglan wollte ich eigentlich Surfen. Und obwohl die Thaimassage meinen körperlichen Zustand um 86,7% verbessert hat, bin ich immer noch irgendwie zu still für so viel Action...


Veröffentlicht: 03.03.2025
Der Morgen heute ist der offiziell letzte Abschnitt der Gruppenreise. Ich sage offiziell, weil sich am Vorabend schon alles sehr zerfasert hat: Unser Herzensfahrer Clinton hat sich sofort verabschiedet, nachdem wir unsere Taschen ausgeladen haben (ich glaube, er freut sich nun genauso auf ein wenig Ruhe und sein Zuhause wie wir). Beim Abschlussessen zwischen uns 5 letzten "Clintons Angels" (so haben wir uns genannt), gerate ich in eine Auseinandersetzung mit den zwei lauten extrovertierten Gruppenleaderinnen. Das ist schade, dass es so endet, aber ich bin stolz auf mich, dass ich nicht einfach genickt, sondern meine Werte verteidigt habe. Und zwei Personen haben sich bereits Nachts um 4 Uhr auf den Weg zum Flughafen gemacht. Deswegen frühstücke ich mit einem Österreicher, der unser Sechserzimmer aufgefüllt hat, und unterhalte mich lange über das Aussteigen aus dem Alltag. Ich verabschiede mich von den letzten beiden Angels und lese dann bis Mittags in der Hotellobby, weil das Wetter gar nicht Mal so gut ist. Ich suche mir ein Café und lese weiter. Ich finde den schönsten Second-Hand-Buchladen und lese weiter. Ich steige zum Sonnenuntergang auf den Mount Eden und lese, bis die Sonne verschwunden ist. Am Abend stelle ich zu meiner Begeisterung fest, dass im Gegensatz zum vollen Zimmer in der Nacht zuvor kein einziges weiteres Bett in meinem Zimmer belegt ist und ich somit quasi ein Einzelzimmer-Upgrade erhalten habe. Manchmal ist der Zufall einfach gut zu dir! Und ich fühle mich ein bisschen aufgetankt, so dass der Schmerz darüber, dass ich mich heute endgültig von meinen ausgelatschten Lieblingssneakern verabschieden muss, nicht ganz so groß ist. Danke liebe Schuhe - ihr habt mich an so tolle Orte getragen!
