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Kandy 2.0 - Sri Lanka

Veröffentlicht: 24.09.2023

Meinen kurzen Besuch zuvor in Kandy machte ich wieder wett, indem jetzt dort noch zwei Nächte nach holte. An dem einen Tag Aufenthalt versuchte ich in das zweitgrößte Krankenhaus Sri Lankas einen Abstecher zu machen um mir die Unterschiede und Ähnlichkeiten zu unserem deutschen Gesundheitssystem anzusehen. Während es in Deutschland ziemlich einfach ist für einen Tag in einem Krankenhaus zu hospitieren  und mit einer Begleitpersonen durch das Krankenhaus zu laufen, ist es in Sri Lanka alles andere als das. Alle waren super freundlich und ich sprach sogar persönlich mit dem Klinikdirektor, welcher mir erklärte, dass man sich bei dem Gesundheitsministerium persönlich eine Bescheinigung holen muss. Der Aufwand wieder in die Hauptstadt zu fahren, einen Termin dort zu bekommen und zu hoffen, dass ich dann diese Bescheinigung bekomme war mir dann doch ein wenig zu viel Aufwand. Dennoch werde ich es in dörflicheren Krankenhäusern erneut versuchen und im Rest Asien auch.

Dann ging es in den so angepriesenen "schönsten botanischen Garten Sri Lankas". Er war auch schön, doch finde ich den Dschungel hier überall ansprechender und auch sichtlich vielfältiger. Ich glaube, dass die botanischen Gärten in Deutschland und Zentraleuropa durch die höhere Finanzierung einzigartig schön sind. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man die Artenvielfalt des Dschungels künstlich nicht übertreffen kann, während es in z.B. Deutschland sehr viel einfacherer ist den botanischen Garten artenreicher als den monokulturellen Fichtenwald zu gestalten.

Nach einer Portion Kothu in einer kleinen Blechhütte, welche in Deutschland aus hygienischen Bedingungen niemals existieren könnte, ging es dann zu guter Letzt noch zu dem Ambulawawa Turm, welcher leider im Wolkenbett verschwand und eine Sicht über 5M nicht zu las. Dennoch war die Architektur sehr interessant und erinnerte in einer komischen Weise an einen Leuchtturm aus der italienischen Renaissance. Als ich dann Abends noch mit ein paar Leuten Carrum spielte fragte sich mein Magen, ob es wirklich die beste Idee war in einem "Imbiss" zu essen in dem Hunde aus derselben Spüle in dem das Geschirr gespült wird, trinken, die Gasfeuerstelle mit einem Stück Zeitung angezündet wird, das dann immer noch brennend einfach auf den Boden zu den dutzend anderen verkohkelten Zeitungen geworfen wird und man sich eine Motte aus dem Schwarztee fischen muss. Auch wenn mir beim Essen die Schärfe die Tränen aus meinen Augen drückte und mein Magendarmtrakt offensichtlich nicht begeistert war, war es doch so unfassbar lecker dass ich es jederzeit wieder tun würde. Irgendwie muss man ja auch das Gedächtnis des Immunsystems mit neuen Mikroorganismen bekannt machen um... ja ok, vielleicht doch nicht. Aber es war wirklich lecker!

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