Tokio wir kommen
Heute geht’s nach Tokio. Gestern Abend kurz nachdem wir vom Asiatique-Markt zurück waren öffneten sich lautstark, mit Blitz und Donner, die himmlischen Schleusentore und es...


Veröffentlicht: 19.07.2025





































Die etwas kurze erste Nacht (bin glaube ich erst gegen 5 Uhr eingeschlafen, während Schahaatz - kaum das er den ersten Fuss um 1:30 Uhr im Bett hatte - schon schlief) wird durch ein Frühstück abgelöst. So ist das bei uns zu Hause - so ist das auch in Tokio. Wir waren echt gespannt, was uns hier erwartet und wir wurden nicht enttäuscht. Algen, Gemüse, Eierstich (so sieht das bei uns aus), Reis, Brühe und weitere für uns unbekannte Zutaten, Mayo-Nudel-Salat, grüner Salat, Zwiebeln, Möhren, Tomaten und Gurken mit 4 verschiedenen Dressing - Caesar-Salat-Dressing konnte ich definieren (weil‘s dran stand), drum war es auch - schwups auf meinem Berg Frühstückssalat. Natürlich gab es auch mit Käse gefüllte Frikadellen in Bratensauce dazu Pommes, Würstchen, halbgebratenen Bacon und noch recht - nennen wir es ein sehr saftiges und cremiges - Rührei, aber auch Jogurt und Bananen und Grapefruit. Und die bis jetzt nichts gefunden haben was ihnen schmecken könnte, Toast, Croissants und Marmelade gabs auch noch.
Gut gestärkt und nach einer Runde Zimmertetris für die Klamotten, spulen wir unser Programm für heute ab. Wer einmal in Tokio war, muss die berühmteste Kreuzung der Welt gesehen haben - nah wem fällt der Name ein? Richtig die Shibuya-Kreuzung.
Nach der Observation der Kreuzung vom roof top des Kaufhauses Magnet
und inkl. einem Kaltgetränk (12 Uhr ist schon vorbei),
was bei diesen Temperaturen auch sehr wichtig ist „viel trinken“ machen wir uns auf zum Meiji-jingū.
Fakten: Dieser von einem sattgrünen Wald umgebene 100 Jahre alte Shinto-Schrein ist dem Kaiser Meiji (1852-1912) und der Kaiserin Shoken gewidmet, die Japan führten, als es zu einer modernen Nation aufstieg. Auf dem Weg durch den Wald Richtung Schrein kommt man an aufgestapelten Sakefässern vorbei,
die Opfergaben lokaler Brauereien an die Gottheiten des Schreins sind. Gegenüber die Weinfässer
stehen für die Verbindung des Kaisers Meiji mit dem Westen und die Leidenschaft zum Wein. Das Torii vor dem Schrein ist mit 12 m das größte Tor dieser Art Japans.
Zu den traditionellen Shinto-Rituale gehören – Opfergaben und Gebete - eine Münze werfen, sich zweimal verbeugen, ein Gebet sprechen, 2x in die Hände klatschen und sich erneut verbeugen und das Aufschreiben von Wünschen auf Ema-Holztäfelchen.
Beides erledigt.
Was uns bei unserem Spaziergang zum nächsten Punkt auffällt, das es selbst im Wald/Park nicht kühler ist.
Nach einem 15 minütigen Spaziergang durch aufgeheizte Häuser und Straßen erreichen wir den Shinjuku Gyoen.
Fakten: eine grüne Ruheoase in einem Beton-Dschungel. 3 Gartenstile prägen den Park - französischer, englischer und traditionell japanischer.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der Wärme halten wir uns an den letzten Stil. Es stehen noch 2 Punkte auf dem Plan: das Golden Gai - ein Viertel in Shinkuju, das im Reiseführer mit kaltem Bier, heissen Spiessen und Karaoke beschrieben wird.
Alles Drei scheint es zu der Uhrzeit, zu der wir da waren, nicht zu geben 😩. Aber essen müssen wir noch was und so verschlägt es uns in eine Eckkneipe mit Meeresfrüchten.
Als kleinen Appetizer gabs Edamame (da musste ich erstmal googlen wie man die isst). Dann hatte Schahaatz Gemüse bestellt-
war sehr undefinierbar (bis auf die Möhren) aber eigentlich ganz lecker. Die Hauptspeise Reisbowl mit Sashimi Lachs für Schahaatz und ich mit Sashimi Tunfisch.
Ich habe mal wieder festgestellt, der Fisch und ich werden keine besten Freunde.
Nun aber los, die Zeit drängt, denn wir haben für 18:30 Karten für TeamLab Planets und müssen vorher noch kurz ins Hotel.
Nach nicht mal 24 Std und dank GoogleMaps sind wir heute schon wahre Metro-/Bus-Profis. GoogleMaps ist da echt eine super Hilfe. Sagt dir genau welchen Eingang/Ausgang man nehmen muss, wieviel Stationen es sind, wie die Linie heisst und welchen Steig man nehmen muss. Solange man Akku hat.
TeamLab Planets
Fakten: teamLab Planets ist ein Kunstmuseum in Toyosu/Tokio, das „digitale Kunst“ zeigt. Es lädt seine Besucher zum Erkunden mit allen Sinnen ein.
Barfuß verschiedene Materialien erlaufen, knietief eintauchen in das Element Wasser.
mit gemalten Bildern, die in ein riesiges Wandbild eintauchen und lebendig werden. Hier hat Schahaatz seine künstlerische Ader bewiesen und mir eine ganz tolle Liebeserklärung gemacht ❤️❤️.
Ein mega geiles (Äquivalent zum Jugendwort „ehrenhaftes“) Spektakel.
Ein toller Abschluss eines doch echt anstrengenden Tages.
