Überall Schreine
5:45 klingelt der Wecker. Heute haben wir unseren gebuchte Tour nach Nikko. 6:30 Uhr verlassen wir das Hotel in Richtung Treffpunkt. So leer kann Tokio sein Noch kurz bei...


Veröffentlicht: 21.07.2025
Heute verlassen wir Tokio in Richtung Hakone.
Nach einem letzten Frühstück heisst es Koffer packen und die Gärten des Kaisers besichtigen. Die Sonne brezelt vom Himmel - es sind 32 Grad. Noch ein Blick auf Google für die Route und siehe da, die Gärten des Kaisers sind Montags geschlossen. Das ist ja blöd und schade, aber nicht zu ändern. Also machen wir uns gleich auf den Weg.
Mit der Metro zum Shinjuku Bhf - von dort eine einstündige Express Fahrt mit der Odakyu Line (bei uns sind das S-Bahnen) nach Odawara.
Hier in die Hakonetozan Line bis Hakone-Yumoto-Station und die letzte Strecke weiter mit der Hakonetozan Line nach Gora.
Die Fahrt war schon etwas crazy. Losgefahren, nach 5 Minuten gehalten. Die beiden Fahrer wechseln die Position. Der Zug fährt wieder zurück. Zum Hintergrund: die Strecke ist einspurig, nur an den Stationen gibt es 2 Gleise. Ok, denken wir, vielleicht müssen wir einen schnelleren Zug vorbei lassen. Die Fahrer wechseln wieder die Position und wir fahren wieder in die andere Richtung. Jetzt klickert es langsam - der Zug schaukelt sich über Serpentinen den Berg hoch, da die Strecke sonst zu steil wäre.
Im Juni und Juli wird die Linie auch „Hortensienzug“ genannt, da die Blüten dann so nahe sind, dass man sie fast berühren kann.
Nach einer Stunde erreichen wir Gora.
4 Minuten später unser Hotel. Eine Empfehlung von meinem lieben Ex-Kollegen Gorden und die ist wirklich gut.
@Gorden an dieser Stelle ein Dankeschön, wir werden dich in unser Nachtgebet einschließen.
Große Zimmer, Futonbetten,
traditionell darf man das Zimmer nicht mit Strassenschuhe betreten. Aber auch hier gibt es keinen Schrank, aber wenigstens Platz für unsere Koffer. Und hier ist das Toilettenpapier schon doppelt so dick wie in Tokio. Da konnte man wirklich-wirklich Zeitung durchlesen.
Auch die Hotelanlage ist der Knaller. Freuen uns morgen nach dem vielen Gelaufe morgen auf den Onsen.
Jetzt aber erst mal Essen. Hier gibt es ein Brewery&Grill (Brauerei&Grill). Dann los, erst mal den Berg hoch.
Ja sein Essen muss man sich verdienen.
Ich hatte erst die Befürchtung wir werden nicht satt. Aber weit gefehlt. Das Bier ging so, das Essen war sehr lecker.
Wir saßen direkt am Tresen vor den Köchen und schauten in den dahinter gelegenen Garten, sehr nice!
Zurück im Hotel gibts in der Library Lounge für Hotelgäste kostenlose Getränke, ein paar Snacks und einer automatischen Bierzapfe. Glas unter stellen - Knopf drücken und los.
Cool was? 😆
Zum Schluss mal eine neue Rubrik (neben Fakten): Gedanken die einem so kommen kurz Gdesk
Heute während der vielen Bahnfahrten habe ich mir die Japaner in der Metro mal genauer angeschaut. Immer saubere Schuhe, modisch gekleidet, faltenfrei Oberbekleidung, immer ordentlich und adrett, zu 98% schmale Persönchen die ohne Berührungen nebeneinander sitzen können (nicht so wie wir). Kein lautes Reden, keiner isst oder trinkt im Zug. Viele daddeln am Handy oder schlafen. Man quetscht sich auch in einen vollen Zug ohne den anderen zu berühren. Und keiner schwitzt (nicht wie wir), keine aufdringlichen Düfte und kaum Behaarung an den Armen und keine an den Beinen (was ich sehen kann).
Fakten aus dem Netz: Der Japaner ist harmoniebedürftigt. Man wohnt auf engstem Raum und lernt bereits als Kind, sich zum Wohl der Gemeinschaft zu verhalten. Das Ego zählt hier wenig. Berührungen, Vordrängeln oder mit dem Finger auf Leute zeigen, tut man nicht.
Ganz großes Thema: Kein öffentliches Naseschnäuzen! Das ist im Land der aufgehenden Sonne verpönt. Schon mindestens 3 Mal gemacht - Verzeihung oder wie der Japaner sagt Sumimasen, ich hatte es vorher noch nicht gelesen.
