Schahaatz und ich sind dann mal weg
Schahaatz und ich sind dann mal weg
vakantio.de/cacawa

Im hohen Norden

Veröffentlicht: 10.12.2018

Nach einem klärenden Beim-Frühstück-Zoff (darf nach 11 Wochen auch mal sein) und dem Blick auf die WetterApp haben wir uns entschlossen nach Cape Reinga zu fahren. Dem nördlichsten Punkt von Neuseeland. Von uns noch 1 Stunde und 50 Minuten Fahrzeit und das obwohl wir schon fast oben sind.

Carsten schlummert schon nach kurzer Zeit neben mir ein und ich cruise durch die Landschaft. 





Bei der Ankunft empfängt uns eine frische Brise. Ein hübsch angelegter Fußweg führt uns direkt zum Leuchtturm. Man hätte dem Weg einfach folgen müssen, muss man aber nicht. Nein wir kraxeln lieber einen unbefestigten Pfad den Berg hoch. Die Aussicht ist gewaltig........


Und der Wind noch gewaltiger. Bei manchen Böen hatte ich Probleme stehen zu bleiben und das bei meinem Gazellengewicht.

Irgendwann hat uns der gut ausgebaute Weg wieder und wir setzten unseren Weg zielstrebig Richtung Leuchtturm fort. Ein niedlich kleiner, vollautomatischer Leuchtturm, der nur 17.633,41 km von Lauenau entfernt ist. So zu sagen gleich um die Ecke. Nur war in Lauenau bestimmt nicht so tolles Wetter wie hier.

💡Am nördlichsten Punkt treffen die Tasmanische See und der pazifischen Ozean aufeinander. Das Cape Reinga oder auch Rerenga Wairua ist für die Māoris ein heiliger Ort. Über das Kap gehen die Seelen der Verstorbenen zum Gipfel Ōhau auf der Insel Three Kings, nach einem letzten Blick zurück in Richtung Neuseeland, machen sie sich auf ihren letzten Weg nach Hawaiki, dem Ort ihrer Ahnen.

Am Eingang informierte eine Tafel, das man von hier aus Wale beobachten kann. Stunden lang hab ich ausschau gehalten und nix. Nicht mal nen Delphine, die man sonst immer sieht.

Nach unzähligen Fotos und einem netten Gespräch mit einem Münchener Pärchen, in akzentfreiem Hochdeutsch, machen wir uns auf den Heimweg zum Parkplatz. Ich hatte inständig gehofft, der starke Wind würde uns den Berg hoch wehen, aber Hoffen und Harren hält manchen zum Narren.

Auf der Herfahrt hatte ich schon nach weiteren Highlights Ausschau gehalten und so steuern wir das Erste an. Die Giants Sand Dune. 

Eine riesige, über 100 Meter hohe Wanderdüne, die bei Touristen fürs Sandbording sehr beliebt ist.


Nächster Stop der 90-Mile-Beach.

💡Der Ninety-Mile-Beach ist ein Strandabschnitt den man, bei Ebbe, mit dem Auto befahren kann. Viele Einheimische nutzen ihn als Alternativroute zur Straße.

Warum er den Namen trägt weiß man nicht, da seine Länge nur 55 Milen beträgt. 1932 wurde der Strand als Landebahn für den Postverkehr zwischen Neuseeland und Australien genutzt.

Wir haben uns gefühlt wie in Dänemark am Strand nur mit weniger Verkehr.



Auch wir wollten ihn als Alternative zur Straße nutzen, wussten allerdings nicht, als wir drauf gefahren sind, wo die nächste Ausfahrt ist. Nachgooglen fiel aus - kein Netz. Prinzipiell ist das auch kein Problem, denn es war gerade der niedrigste Tiefstand der Ebbe. Allerdings wenn man nicht mehr viel Benzin im Tank hat, macht es das Ganze zu einem Nervenkitzel. Ständig sagt das Navi „in 300 Meter links abbiegen“, doch da ist keine Ausfahrt. Das kann einem schon nervös machen. Wir wären nicht das erste Auto, was in den Fluten versunken ist.


Aber es ist, Gott sei dank, alles gut gegangen und wir konnten betankt unserer Grill-Session entgegen fahren.

Antworten (1)

Angi
Cool 👍🏻😁

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