Hallo liebe Leser zu unserem diesjährigen Urlaubsbericht aus dem Norden Europas. Wir haben uns nun zum 4.Mal mit einem Wohnmobil auf den Weg gemacht und lassen euch wissen, was wir erlebt oder durchgemacht haben.
Durchgemacht haben wir am 1.Tag ne ganze Menge! Ohne schon was vorwegzunehmen, aber das alles in einen Blog zu packen, wäre überfordernd zu lesen. Wir waren jedenfalls mehrmals an unserer emotionalen Grenze.
Pünktlich um 10 Uhr am Montag empfingen wir unser Gefährt des Jahres vom Vermieter des Vertrauens. Bis auf ein paar Macken von Vormietern (schämt Euch! #steinschlag) war nichts weiter zu klären und die Übergabe ging schnell vonstatten.
Auf dem Nachhauseweg hatte es der rechte Blinker plötzlich ziemlich "eilig", heißt, das Blinkgeräusch tickte etwa doppelt so schnell wie normal. Dazu kam im Cockpit die Aufforderung, den Fahrtrichtungsanzeiger rechts (Blinker war Fiat wohl zu einfach) zu kontrollieren. Da der Blinker vorn am Spiegel eine Schramme von einem der Vormieter bekommen hatte, dachten wir, das hat was damit zu tun. Blinker geht aber normal, alles gut.
Also fingen wir an schonmal die ersten Stücke ins Auto zu laden. Dann der Gedanke, mal alle Blinker auszuprobieren und siehe da: hinten rechts geht nix! Gott sei dank kann man bei diesem Modell die Abdeckung abmachen (wenn auch mit viel Gefummel und Gefluche) und das Lämpchen rausnehmen. Sah aber unbeschädigt und gut aus. Kurz Vermieter S. angerufen und Ideen und Meinungen ausgetauscht, aber im Hinterkopf die gebuchte Fähre. Jetzt noch Stunden investieren in Werkstatt oder Fehlersuche war zu riskant.
Mit S. hatten wir nun vereinbart erstmal loszufahren und im Notfall in
Schweden eine Werkstatt aufzusuchen.
Mit dem Gedanken fühlten wir uns ganz und gar nicht wohl! Also flogen die restlichen Sachen liebloser als die Jahre zuvor in irgendwelche Schränke und wir machten uns ziemlich angespannt auf den Weg. Zur Autobahnauffahrt ging es nur einmal rechts, sonst immer nur links rum, das war nicht das Problem. Die Probleme taten sich erst auf der Autobahn auf, denn nach einem Überholmanöver wieder nach rechts einzuscheren erfordert einen Blinker. Und VIEL WICHTIGER, bei einem Stau macht man Warnblinke an, um nachkommende Autos und LKWs zu warnen. Jetzt stellt euch vor, vor euch fährt ein Auto auf der rechten Spur auf ein Stauende und blinkt links! Na? Kommt ihr auch zu der Meinung, daß das nicht gut klingt? Wir hatten 3 mal diese Situation und konnten nur auf das Mitdenken der anderen hoffen.
Da uns das einfach nicht los ließ, überlegten wir beide, was wir noch machen könnten und kamen dann zu dem Entschluss, die beiden rückseitigen Lämpchen mal zu tauschen, vielleicht ist die rechte ja doch kaputt. Dann kauft man einfach ein neues und spart sich den Aufwand mit Werkstatt. Aber die 2-3 mal, die wir anhielten um kurz eine Pause einzulegen, regnete es einfach zu doll.
So erreichten wir gegen 19 Uhr endlich unbeschadet den Rostocker Hafen. Wir bauten die Lämpchen einmal um und tatsächlich war das rechte defekt.
Ärgerlich, dass wir da nicht schon zuhause drauf gekommen sind, aber nicht zu ändern und eindeutig das Problem günstig geklärt. Vermieter S. informiert und durchgeatmet.
Ihr glaubt, damit geht es endlich unbeschwert in den Urlaub? Na dann wartet mal ab, schlimmer geht immer.