our big trip

Der Plan: Ab Mai 2018 für ein Jahr zu verreisen. Von Sri Lanka nach Südostasien und später nach Südamerika. Was daraus wurde? Lest selbst…  
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3'123 km Relocation an die Ostküste

Daly Waters Historic Pub - sehr geil!MOBY (6 Personen Wohnmobil)Emu mit zwei Jungen Millaa Millaa FallsBaumkänguruhAussichtspunkt in Port DouglasCassowary mit JungemCape Tribulation BeachAussicht am Cape Tribulation

Nach dem Outback-Trip im Nordwesten wollten wir an die Ostküste, um wieder einmal zu tauchen – und zwar im weltberühmten Great Barrier Reef. Natürlich hätten wir von Darwin nach Cairns fliegen können – aber aus diversen Gründen haben wir uns dagegen entschieden. Erstens sind die Flüge in Australien nicht gerade AirAsia-mässig billig, zweitens haben wir ja eigentlich Zeit, drittens macht Autofahren in Australien absolut Spass und viertens gibt es unterwegs – speziell in der Nähe von Cairns – einiges zu sehen. Wir haben uns also nach Alternativen umgesehen. Einen teuren Mietwagen wollten wir uns aber nicht noch einmal gönnen und somit haben wir eine Relocation gesucht. Dabei kann man in einem begrenzten Zeitraum für eine Autovermietung einen Wagen von A nach B fahren und bezahlt nur symbolisch einen bis fünf Dollar pro Tag.

Wir haben also in Darwin unsere 4WD-Machina zurückgegeben und uns mit unserem neuen Gefährt «MOBY» auf den Weg nach Cairns gemacht. MOBY ist ein für sechs Personen geeignetes Wohnmobil und einige Dimensionen grösser als der Wagen zuvor – und somit auch einiges träger natürlich. Wir hatten sechs Tage Zeit für die rund 3’000 Kilometer.

In den ersten drei Tagen unserer Relocation wollten wir so viele Kilometer wie möglich zurücklegen – um danach noch zwei Tage Sightseeing rund um Cairns machen zu können.

Also sind wir von Darwin am ersten Tag rund 800 km nach Daly Waters gefahren, wo wir kurz nach Sonnenuntergang auf dem Camping vom Historic Pub (das ist wirklich absolut historisch und hat Ansammlungen von Fahnen, Polizei-Badges, BHs, Höschen, T-Shirts, Geldscheine, Münzen und Caps an allen Wänden und in allen Ecken) eingecheckt sind.

Den zweiten Tag haben wir wiederum mit Kilometer-Fressen verbracht und über 1000 Kilometer nach Mount Isa zurückgelegt. In dieser Minen-Stadt im Nirgendwo brachte die Nacht dann eine leicht negative Überraschung, da jemand an unserer Tür gerüttelt hat, worauf wir erwacht sind. Hundegebell von nebenan hat dann drei Gestalten fliehen lassen, was uns und die Nachbarn erleichterte.

Tag drei – wiederum fahren, fahren, fahren und zwar rund 900 km via Normanton nach Mount Surprise. Wir haben quasi unser Ziel erreicht – denn von hier nach Cairns war es noch ein Katzensprung und wir hatten noch zwei Tage Zeit dafür.

Am Tag vier haben wir uns gemächlich auf den Weg durch die Tablelands in Richtung Atherton gemacht. Wir stoppten bei den schönen Millaa Millaa Wasserfällen, bei den Tarzali Lakes, wo wir seltene Schnabeltiere gesucht und gefunden haben und ein wenig später bei der Nerada Teeplantage, wo es in den Bäumen nebenan gerade so seltene Baumkänguruhs haben soll. Auch diese haben wir nach einigem Suchen dann entdeckt. Nach diesen Stopps haben wir uns dann endgültig an die Ostküste begeben und in Port Douglas einen Campingplatz bezogen. Nach einem Abend-Spaziergang durch das kleine feine Städtchen haben wir noch kurz in der Hemingway Brauerei gehalten, wo sich Mathias ein kleines Degustations-Set genehmigte.

Am anderen Morgen – bereits der zweitletzte Tag der Relocation – sind wir von Port Douglas nördlich ins Cape Tribulation gefahren. Nachdem wir den Daintree River mit der Fähre überquert haben, sind wir mehrere kleine Walks im National Park abgelaufen. «Where the rainforest meets the reef» heisst es – und es stimmt. Vom Regenwald durch die Mangroven geht es direkt an wunderschöne Strände. Und auch hier hat sich uns die spannende Tierwelt gezeigt. Wir haben dank einem Tipp von anderen Spaziergängern einen Cassowary mit Jungem im Unterholz beobachten können. Als wir danach erfreut zum Fahrzeug zurückkehrten, wurde es gar noch besser – denn ein anderer Cassowary überquerte direkt hinter unserem Wohnmobil die Einfahrt zum Parkplatz, als wir da lang liefen. Wir übernachteten im Cape Trib Camping, wo zum letzten Mal in unserem Wohnmobil gekocht wurde.

Am letzten Tag sind wir vom Cape Tribulation der Küste entlang nach Cairns gefahren und haben am schönen Ellis Beach noch eine kurze Lunchpause eingelegt. In Cairns angekommen haben wir dann im Hostel eingecheckt, alles Gepäck deponiert und danach das Wohnmobil retourniert. Wir bleiben nun einige Tage hier und wollen vor allem im Great Barrier Reef tauchen gehen. Wie das so war, gibt es bald hier zu lesen. Adie merci!

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Kommentare

Christoph
Danke för de Ufsteller vom Tag mit dem coole Reisebricht😉 enjoy cairns👋

Dinge, die du vor Ort erleben kannst: