1. Prolog
Wie ist es bloß dazu gekommen das ich mich auf diese Reise begebe? Vielleicht ist das nicht nur eine Reise in verschiedene Länder sondern auch eine Reise in mir.Vor ein paar...


Veröffentlicht: 20.03.2023














Sieben Stunden Zug fahren. Ich kann mir besseres vorstellen. Aber ich freute mich den meine Host Christina vom couchsurfing hörte sich suuuper lieb an, war sehr zuvorkommend und bot sogar an das wir wenn ich ankomme wir noch ins Fitnessstudio gehen würden.
Das Problem war nur Mal wieder das ich manchmal echt deutsch denke und vergesse das Pünktlichkeit nicht überall so groß geschrieben wird wie bei uns. Als ich bei ihr ankam war nur ihr Mitbewohner Alvero dort und von ihr hörte ich nichts. Iwann entschied ich einfach schon Mal vorzugehen und Grade als ich im Gym angekommen war schrieb sie das sie doch zu müde und hungrig sei. Was ein Frust. Aber ich ließ ihn einfach beim Schwimmen raus und als ich nach Hause kam legte sich mein Frust dann auch wieder und ich wollte nur noch schlafen.
Am nächsten Tag frühstückten wir zusammen und ich begab mich auf meine erste Sightseeing Tour Richtung Stadt. Ich besuchte die Wawel Burg direkt an der Weichsel und schaute der Drachenstatue zu, der immer dann Feuer spie wenn jemand eine SMS an ihn schickte.
Anschließend schaute ich mir die sehr farbenfrohe Basilika der Franziskaner an und besuchte den Platz des Turi Hotspot Rynek Glowny mit all seinen Verkaufsständen, Stadtrundfahrten via Kutche und Unmengen an Tauben.
Danach zog es mich zurück in das jüdische Viertel wo ich auch untergekommen war. Es gab wunderbare kleine Läden, Unmengen an verschiedenen Imbissen und urige Bars. Und viele kleine second hand shops. (Mein Rucksack ist jetzt leider 2 Kilo schwerer geworden aber den Pulli bräuchte ich wirklich denn es war echt sehr kalt geworden)
Auf einem Platz mit verschieben Trödelständen war in der Mitte das ehemalige Jüdische Schlacht Haus was nun umfunktioniert würde zu Imbissständen.
Ich probierte Zapianka, der polnische Versuch einer Pizza. War sehr lecker, aber das halbe Baguette mit Belag und Soße hatte nicht mehr viel mit Pizza zu tun. Auf dem Trödel entdeckte ich diverse Überbleibsel der Nazi Zeit unter anderem auch das Schild:
Irre ...
Um die Wartezeit zu überbrücken bis meine Host zu Hause war setzte ich mich noch in ein Cafe.
Dort lauschte ich zwei deutschen Mädels und ich überlege ob ich sie einfach Mal anquatschen sollte. Zunächst fand ich den Mut nicht. (Wobei ich das nicht verstand, was hatte ich schon zu verlieren) aber dann passte ich sie vorm Cafe ab und wir quatschen ein wenig und sie gaben mir den Tipp den jüdischen Buchladen aufzusuchen. Dem folgte ich und fand sogar deutsche Literatur, unter anderem ein Bildband aus den Zeiten des jüdischen Ghettos und einen Comic über den Apotheker der damals darauf bestand dort zu bleiben und sein Bestes tat um den Menschen zu helfen.
Auf gut Glück ging ich dann Richtung Hause und passte Christina direkt vor der Tür ab. Ich hatte richtig Lust zu kochen und bereitete ein typisch deutsches Gericht zu: Linsensuppe, die schmeckte ihr besser als mir in meiner Kindheit 😂 nach einigen schönen und sehr tiefen (soweit meine Sprachkenntnisse das zuließen) Gesprächen ging es für mich wieder auf meine Couch ins Land der Träume
