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Unseren Stichtag der Abreise hatten wir uns auf den 30. August gelegt. Das hat sich so ergeben, da Bastis Arbeitgeber so überaus geil reagiert hat, als er nach nur 3 Monaten Anstellung incl. extra angeliefertem Dienstwagen nach der "Hiobsbotschaft" nur gemeint hat "ja und jetzt? Ist doch toll so eine Reise. Das Leben ist manchmal viel zu schnell vorbei, das sollten gerade wir im Rettungsdienst wissen! Sollen wir dich kündigen oder schauen, dass wir dich reduzieren?" (So ähnlich klang es zusammengefasst 🥺🤗) 

Sabbatjahr!? Von wegen, das geht nur bei Lehrern 😏 Da sind wir eben einen Monat später los. Eine Hand wäscht die andere... Danke an die "AusfallReserve® GmbH"!!!

Danach haben wir mal eben noch die riesen Wohnung am letzten Wochenende leer gemacht und zum Glück noch tolle Nachmieter gefunden. Nachdem die ersten leider abgesprungen sind, sah es fast so aus, als wird alles später und Frankreich fällt ins Wasser. Die Retter in letzter Sekunde haben zudem eben Mal noch unser Auto gekauft. Perfekt. Besser kann's nicht laufen... Ich wünsche euch, dass unser geliebter VW noch lange so problemlos weiterfährt 🚙🍀

Aus der Wohnung raus und jetzt endlich rein ins Wohnmobil. Tetris vom feinsten begann damit. Zum Glück bin ich darin sehr gut. So gut, dass wir sogar den Fahrrad-Träger noch demontieren konnten - wieder ein paar kg gespart - und wirklich ALLES in den Kofferraum gepasst hat 😁

Dazu kam noch ein kleines Einschulungsfest/Abschiedsfest für die Kids und ein Abschiedsfest für Nachbarn, Freunde und Family. Zumindest für die handvoll, die nicht im Sommerurlaub war. Für mein Herz und meinen Taschentuchvorrat war es auf jeden Fall von Vorteil, dass nicht alle da waren und die Abschiede gestaffelt kamen... 😭

Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich aufgeregt sei. Aber ehrlich gesagt, hat mein Kopf so laut gebrummt, dass ich gar keine Kapazität hatte, aufgeregt zu sein 🙃 Eher angespannt. Ja. Angespannt trifft es ziemlich genau!!

Als am Dienstag den 30.8 dann die Römerstraße widererwartend doch noch voller lieber Menschen stand die uns gewunken haben, konnte ich mich dann nicht mehr so cool wie davor geben und die Tränen sind geflossen... Wer mich kennt, der kennt mich halt 🤷😭😉 Wie schon gesagt, zum Glück waren die Abscheide alle etwas verteilt und portionsweise gekommen. Der letzte Abscheid wartete in Frankreich auf uns...

Total erschöpft aber dann noch aufgeregt ging es endlich los!!!!!!!!!! Bis Herdwangen 😂 Ja genau. Stattliche 19 km von zu Hause haben wir unsere 1 Nacht verbracht❣️

Warum?

Als wir voller Euphorie in Uhldingen-Mühlhofen abgefahren sind haben wir nach ein paar Kilometern ein komisches Geräusch gehört. Da wir beide keine KFZ-Vollprofis sind hab es zwei Optionen. Zu fahren, dass wir endlich außer Landes sind und dann zur Not irgendwo eine Fremdsprachige Werkstatt aufsuchen, falls es was ernstes ist, aber damit würden wir evtl Folgeschäden in Kauf nehmen. Umdrehen? No way!!! Ohne mich. Also an Richtungen "Seecamper" nach Herdwangen, die uns schon einige andere Dinge gerichtet haben und morgen früh dort aufschlagen. Für die Kids ist es zum Glück egal, ob man in Timbuktu oder "hinterm Haus" campen geht. Was zu entdecken gibt's überall :-) So haben wir also unsere erste Nacht hinter Herdwangen auf einen Wanderparkplatz verbracht und dort die Gegend erkundet 🤷😅

Am nächsten Morgen als wir mit einem Mitarbeiter der Werkstatt eine Proberunde gedreht haben war das Geräusch natürlich weg!!! 🤬 Klar. Vorführeffekt. Was soll's...

Das Gute daran war, dass wir doch nochmal bei meinem Bruder im Büro von "Backyards" gehalten haben und uns den Aufkleber für den "Block" und den schönen Bodensee noch machen lassen konnten, dass wir auch unterwegs nicht vergessen, wo wir unsere "homeBase" haben.

Und nun: auf nach Frankreich 🥐🥖

Mit einem Zwischenstopp in einem kleinen französischem Ort, auf einem noch kleineren Campingplatz habe ich dann gleich die erste klitzekleine Macke in den Alkoven gerammt - ich erinnere, das ist der dicke Boppel über dem Fahrerhaus in den man schlafen kann. Kann ja keiner wissen, das die französischen Bäume da so komisch wachsen. Und außerdem hat der Rettungswagen da nicht so was oben, da muss man sich ja auch erstmal dran gewöhnen 🙄 Naja, halb so schlimm. Alles dicht und Man sieht FAST nix.

Am folgenden Tag sind wir abends an der Côte d'Azur eingetroffen und wurden von meiner Mama, Schwester, Schwager, Neffen, Nichte, Cousine und Freunden empfangen 🥂🍾🍻 Die Letzten, die es nach einer Woche Strandurlaub zu verabschieden galt 😭😟 Nach drei Tagen dort, habe ich endlich gemerkt, dass die Anspannung von den Vorbereitungen nachgelassen hat. Ein kleiner wohlverdienter Schwips hat vielleicht dabei geholfen 😁🍷

Nach einer Woche "spät ins Bett", extra Urlaubstaschengeld für die Kinder, jeden Tag ein Eis oder auch Mal was kleines zum spielen und und und haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass ein Jahr reisen nicht gleich einem Jahr "Urlaubsfeeling" sein kann. Diese Woche lassen wir fünf Mal gerade sein, aber dann gibt's leider doch wieder ein paar Regeln für ein entspanntes miteinander :-) 

Das wir Recht behalten sollten, ziegte sich 3 Tage nach dem Aufbruch in Richtung Slowenien, als Felix fiebernd über den Dächern Verona's im Wohnmobil schlummerte 🤒

Aber das ist eine andere Geschichte...


#reisefamilie#europareise#wohnmobil#sabbatjahr
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