Beate&HolgerOnTour

Wohnmobil statt Altenheim!

Wir bleiben einfach noch hier

Sonja hat mich heute angezählt und auf einen neuen Blogeintrag bestanden. Bitte sehr, hier ist er

Zuerst mal unsere Adresse für alle die, die uns noch eine Weihnachstskarte schicken möchten ( eventuell die Böbser Störche?) Wir würden uns schon sehr freuen.

                            Camping Ole

                            Partida Aigua Morta, s/n

                            Ap. Correos 69

                            46780 Oliva (Valencia)

                            Espana

Als erste Neuigkeit, wir haben unseren Aufenthalt hier verlängert. Wir bleiben jetzt bis zum 31. Januar 2020 hier. Das Städte- und Kulturprogramm muß bis dahin noch warten.

Erfahrene Camper haben uns dazu geraten zu verlängern, weil die guten Campingplätze  ab jetzt und über Weihnachten alle ausgebucht sind. Wir hätten es schwer, einen geeigneten Platz zu finden. Und die müssen es Wissen, viele von Ihnen haben mehr als 20 Jahre Wintercamping Erfahrung und das hat uns überzeugt.

Aber nicht nur die alten Camper haben uns überzeugt, sondern auch unser Leben hier. Es ist wie auf einem anderen Stern. Losgelöst vom grauen Alltag, die Sonne, der Wein und das gute Essen lassen uns eine Leichtigkeit spüren, die es im normalen Leben kaum gibt.

Gestern war der 1. Dezember. Wir hatten 25°, blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Frühstück im Freien, danach mit dem Rad in die Stadt und auf den Markt. Dort wird man von dem Licht,  den Farben der Früchte,  die Gerüchen der Gewürze und der Geschäftigkeit Menschen sofort in ein anderes Leben entführt. Es gibt Fisch und Paella, Wein und aus allen Ecken dröhnt Musik und laute Stimmen. Ein Fest für alle Sinne. Wir lieben es und sind jeden Sonntag hier, wir haben ja Zeit.

Etwas kurios ist zuweilen die Kleiderordnung. Wir, und damit meine ich alle Touris, tragen bevorzugt Shirts und kurze Hosen bzw. Sommerkleider. Wie gesagt, die Temperaturen liegen deutlich über 20°. und was machen die Spanier? Sie haben Winter und tragen in der Tat Stiefel, Mütze, Anorrak und frieren sich scheinbar immer noch den Arsch ab, Weicheier.

Auf dem Campingplatz stehen wir zu dritt in einer Reihe und für alle die es noch nicht wissen, direkt am Mittelmeer. Zuerst kommt der Däne Klaus mit seiner norwegischen Freundin, dann wir und am Ende stehen die Holländer Kees und Cilly. 4 Nationalitäten und alle sprechen deutsch. Unsere Camperfreunde rechts und links von uns kennen den Platz schon seit mehr als 20 Jahre und verbringen hier regelmäßig den Winter. Wir haben nicht schlecht gestaunt als wir sahen, mit welchem Aufwand sie ihre Parzellen eingerichtet haben. Alles was sie dazu brauchen, haben sie hier bei spanischen Bauern eingelagert. Diese bringen dann alles auf Paletten pünktlich zum Aufbau an die  "Baustelle". Und dann geht es los.

Die gesamte Parzelle wir mit speziellen Teppichen ausgelegt, damit der Sand nicht ins WOMO getragen wird. Diverse Zelte werden erbaut, wovon mind. eines als Küche fungiert. Und dann wird eingerichtet mit allem, was die geneigte Köchin in einer Küche erwarten kann. Vom Thermomix über eine Gefriersäule und selbstverständlich darf die Microwelle und das Cerankochfeld nicht fehlen. Camping de Luxe vom Feinsten. Holger und ich wohnen da eher im sozialen Wohnungsbau, weil uns diese Dinge noch fremd sind. Wer weiß wie lange, denn wir haben unseren Platz fürs nächste Jahr schon vorgebucht und einen Stellplatz zum übersommern für unseren Anhänger haben wir auch schon bei einem spanischen gefunden. Also, es entwickelt sich.

Holger hat sich entschlossen, unser Zelt aufzubauen. Aber auf einem Campingplatz baut niemand sein Zelt alleine auf. So standen einige kräftige Männer parat und warteten auf Anweisung. Holger war vorbereitet und hatte Werkzeug und die nötigen Utensilien bereit gelegt.  Michael war von Holger Werkzeug nicht begeistert und holte seines dazu. Werkzeug, sein Werkzeug ist Holgers Heiligtum und normal wäre Holger ihn schon angesprungen, blieb aber ruhig.

Dann kam der Däne und mäckelte, daß die Anzahl der Heringe nicht reicht und das unsere Heringe für diesen Platz nicht richtig sind. Holte aber bereitwillig eine Auswahl aus seinem Bestand. Holger atmete immer schwerer, blieb aber weiterhin ruhig. Was soll ich sagen, er ordnete sich den Beiden unter (jawohl Holger) und folgte den Anweisungeen der beiden "Profis". Das Zelt steht wie eine 1. Die Männer tranken Bier und ich war sehr glücklich, das mein Holger bei dieser Aktion so entspannt geblieben ist. Ruhestand bringt Gelassenheit ins Leben.

Ansonsten geniessen wir das süße Nichtstun. Als nächstes werden wir uns ein Auto mieten und die weitere Umgebung erkunden und wenn ich wieder Lust habe, Euch einen weiteren Bericht schreiben.

Übrigens, Holger will hl. Abend im Mittelmeer baden gehen. Ich wette, er tut es nicht.

Adiòs Amiog/a

 










Kommentare

Sonja
Geht doch...

Marlies
Das hört sich doch super an.Und di Nussecken gehen morgen auf Reise👍😀😘

Beate
Da freuen wir uns drauf. Aber pass schön auf dich auf. Wir sehen uns.

Dinge, die du vor Ort erleben kannst:

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