Auszeit - Reise Richtung Osten

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Dschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala Tahan

Anreise zum StartpunktUnsere kleine Wandergruppe am StartpunktDschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala TahanEiner der zahlreichen AnstiegeDschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala TahanFlussüberquerung ohne BrückeKleiner BlutegelDas war ein etwas grösserer Blutegel ;-)Dschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala TahanRiesenameise (ca. 4 cm)Blick auf den Sungai TembelingKleines Dorf am FlussSungai TembelingDschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala TahanEinzige Distanzangabe auf der ganzen WegstreckeFlussrestaurantDschungel Trekking – Kuala Trenggan nach Kuala TahanBaby-Königsphyton

Gut ausgeschlafen begaben wir uns am nächsten Morgen zum Bootssteig. Das deutsche Paar (Giovanni und Moni), das wir am Vorabend im Restaurant kennengelernt hatten, wartete bereits. Gemeinsam besteigen wir das Boot nach Kuala Trenggan. Knapp eine Stunde später lud uns das Wassertaxi am Startpunkt ab. Uns trennten nun 13 km Wanderweg von Kuala Tahan.

Die Beschilderung am Startpunkt war vielversprechend und so begaben wir uns relativ sorglos in den Dschungel. Zur Sicherheit hatte Giovanni ein Mobiltelefon mit den nötigen GPS-Daten dabei. Alles schien zu passen.

Nach nur wenigen hundert Metern stiessen wir auf erste Schwierigkeiten – an einer Weggabelung war der gewünschte Weg nicht ausgeschildert. Hier war das GPS bereits von grossem Nutzen.

Nur wenig später stiessen wir erneut auf ein Hindernis. Das GPS zeigte eine Flussüberquerung an. Das Problem: Die einstige Brücke war vor längerer Zeit eingestürzt. Glücklicherweise lag ein Baumstamm quer über dem Fluss. Jedoch deckte dieser nicht die ganze Stecke ab. Uns bleib nichts anderes übrig, als einen Teil durch das Wasser zu waten. Giovanni ging mutig voran, rutschte ab und plumpste bis zur Hüfte ins Wasser. Dummerweise hatte er vergessen, das Telefon aus seiner Hosentasche zu nehmen. Auch der Rucksack triefte nur so vor Wasser. Dank der Hilfe von Giovanni konnten wir andern die tiefer gelegene Stelle problemlos überwinden. Am anderen Uferende angekommen hatten wir nicht nur alle nasse Schuhe, sondern waren auch noch mit lauter Blutegel garniert. Nach einer „Säuberungsaktion“ konnte der Marsch weitergehen. Leider mussten wir von nun an auf das GPS verzichten, da das Smartphone das Wasserbad nicht überlebt hatte. Selbstverständlich konnten wir auch nicht auf Google Maps zurückgreifen, da keiner der Trampelpfade erfasst ist. Auch sonst hatten keinen Empfang. Die anfängliche Wanderung wurde zum Abenteuer.

Selbstbewusst machten wir uns ohne GPS auf den Weg. Solang der Fluss in Sicht- oder Hörweite war, konnten wir uns schliesslich nicht verlaufen, dachten wir. Natürlich war dem nicht so. Gleich mehrere Male kamen wir vom Weg ab und mussten uns auf unsere Instinkte verlassen. Zum Glück haben wir den richtigen Weg nach einer gewissen Zeit immer wieder gefunden. Aufgrund der sehr steilen An- und Abstiege kam man nur sehr langsam voran.

Erschwerend kam das feucht-heisse Klima hinzu. Bei jedem Anstieg schwitze man literweise. Zudem holte man sich beim Grossteil der Pflanzen Schnittwunden und Kratzer. Wenn man nicht achtsam war, wurde man von weiteren Blutegeln angeknabbert. Der Biss der Blutegel ist schmerzlos, stoppt jedoch die Blutgerinnung. Deswegen waren die Kleider, insbesondere die Socken, mit Blutflecken übersät. Entsprechen geschunden sahen wir nach unserem Trekking aus.

Zurück in der Zivilisation gönnten wir uns kalte Fruchtsäfte (Bier gibt es im Dorf fast nirgends), eine grosse Flasche Wasser und eine Portion Nudeln. Wir waren wirklich glücklich, das Ziel nach gut sechs Stunden erreicht zu haben.

Rein körperlich war dieses Trekking enorm kräftezehrend. Trotz allem wird uns das Abenteuer aber in guter Erinnerung bleiben. Vor allem die wunderschöne Natur hat uns sehr fasziniert.

Morgen nehmen wir es etwas gemütlicher.

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