Auslandssemester in Japan
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Taifun, Surfen und ein bisschen Alltag

Veröffentlicht: 23.09.2026

Attraktion
Tokyo Metropolitan Government Building
Tokio, Japan
Sehenswert
Shirokane
Tokio, Japan
Sehenswert
Ikebukuro
Tokio, Japan
Attraktion
Enoshima
Fujisawa, Japan
Attraktion
Kamakura
Kamakura, Japan
Essen
veganes Sushi-Restaurant in Kamakura
sushi · $ · Mittagessen
Essen
französisches Crêpe-Treffen bei Selenee
French · $ · Snack
Essen
Café mit Kuchen in Ikebukuro
$ · Snack
Tour
Surfstunde
Wassersport · 1h 45m
Spaziergang
Tokio → Kamakura
Japan

Hallo, da bin ich wieder,

nachdem jetzt doch schon wieder fast eine Woche seit dem letzten Beitrag vergangen ist, dachte ich, heute wäre eine gute Gelegenheit, um die letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen.

Nachdem ich den letzten Beitrag mit dem Ausflug nach Enoshima und dem anschließenden Onsen-Besuch beendet habe, geht es jetzt nahtlos mit dem darauffolgenden Freitag weiter.

Freitag ist Ruhetag, oder so ähnlich jedenfalls. :) Aber Spaß beiseite: Ich habe am letzten Freitag tatsächlich eher weniger getan. Gar nichts war es aber auch nicht, denn um zehn Uhr habe ich mich mit Grace, einer internationalen Studentin aus Kalifornien, getroffen und wir sind zusammen bouldern gegangen.Wie so häufig war das Wetter nur so mäßig, aber da es nur 15 Minuten Fußweg waren, konnten wir das ganz gut verkraften.


Nachdem wir also dort angekommen waren, haben wir die (leider wie immer teuren) Gebühren fürs Bouldern bezahlt und uns dann 1,5 Stunden an verschiedenen Routen ausprobiert. Das hat uns großen Spaß gemacht und wir haben uns vorgenommen, im restlichen Semester öfter mal zusammen hinzugehen.Ansonsten habe ich an dem Tag neben Essen nicht mehr viel gemacht, wobei ich abends noch mit Selenee eine ganze Weile Siedler von Catan gespielt habe.

Den nächsten Tag, also Samstag, habe ich mit einem leckeren Porridge mit Zimt-Apfelstücken begonnen und dann sind wir nach Tokyo in das Viertel Shirokane gefahren, wo wir uns eigentlich einen Flohmarkt anschauen wollten. Leider hat es, als wir in Tokyo waren, aus Eimern gegossen und deshalb war dieser Flohmarktbesuch eher kurz. Wir haben uns dann kurzerhand entschlossen, erst einmal etwas zu essen. Dabei habe ich dann die schlechtesten Pommes meines Lebens gegessen. 😅

Naja, danach konnte es ja eigentlich nur noch besser werden – und das wurde es dann auch. Wir sind nämlich auf das Tokyo Metropolitan Government Building gefahren, um uns von dort aus dem 45. Stock Tokyo von oben anzuschauen. (Man kann dort kostenlos hoch.)

Zwar war es bewölkt, trotzdem war die Aussicht ziemlich cool. Außerdem stand dort ein Klavier, an dem Passanten ihre Klavierkünste zur Schau stellen konnten. Viele Japaner*innen haben das auch genutzt und so spielte während unseres gesamten Aufenthalts klassische Musik auf dem Klavier im Hintergrund. Dazu muss ich sagen, dass alle, die sich getraut haben zu spielen, auch wirklich etwas draufhatten. Also war es auch insgesamt eine sehr angenehme Erfahrung.

Außerdem habe ich das neue Nationaltheater von Tokyo entdeckt und möchte dort auf jeden Fall während meines Aufenthalts eine Vorstellung anschauen gehen.

Der Tag in Tokyo wurde dann noch mit einer kleinen Schlenderpartie beendet, bei der wir unter anderem einen Godzilla-Kopf und eine 4D-Werbekatze gesehen haben.

Sonntag war dann wieder eher ruhig – bis auf eine weitere Boulder-Session und ein leckeres französisches Crêpe-Treffen bei Selenee. Wobei sie ein paar zu viel gemacht hatte, wodurch wir danach im Gemeinschaftsraum noch einige Leute glücklich machen konnten. 😊

Schon am Sonntagabend ging dann die erste Warnung für den Taifun Dujuan heraus und es war klar: Die Gegend um Tokyo, in der ich mich befinde, wird wahrscheinlich Teil der Landezone sein. Ich ging also Sonntagabend mit einem eher mulmigen Gefühl ins Bett.

Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, war vom Taifun allerdings nichts zu sehen. Es war regnerisch, aber weder besonders stark noch war es windig. Trotzdem war ein Zuhause-Tag angesagt und nachdem ich mein Frühstück gegessen hatte, ging dann auch der erste Alarm auf meinem Handy los.Dieser machte auf die Lage des Taifuns aufmerksam und zeigte Bereiche an, die sich für eine Evakuierung bereithalten sollten. Wir waren zwar nicht direkt betroffen, aber alle Bezirke links und rechts von uns. 


Filmschauen zur Ablenkung

So war man die ganze Zeit in einem angespannten Zustand, in dem man nicht so richtig sagen konnte, was los war. Denn draußen war es zwar jetzt ein wenig windig und auch der Regen nahm zu, aber diese Intensität war ich auch schon aus Deutschland gewohnt und sie hätte mich normalerweise nicht beunruhigt.

Naja, am Ende sind wir – bis auf immer wieder neu aufkommende Nachrichten, die einen neuen Stadtteil zur Evakuierung aufforderten – verschont und sicher geblieben und hatten Glück. Trotzdem war es eher ein angespannter Tag voller Ungewissheiten und ich war froh, als ich am nächsten Morgen zu strahlendem Sonnenschein und einem vorübergezogenen Taifun aufgewacht bin.


Nachdem ich mich dann vergewissert hatte, dass es sicher war, das Haus zu verlassen, habe ich das wunderschöne Wetter genutzt und einen Spaziergang in meiner Gegend gemacht – durch schöne und manche auch nicht so schöne Orte.

An dem Tag ging es dann nachmittags noch nach Ikebukuro, wo sich vor allem die Anime-Nerds aufhalten und ich meinen zwei Begleitpersonen dabei zugeschaut habe, wie sie ihre Manga-Idole live und in Farbe sehen konnten.

Das Ganze wurde dann noch mit einem leckeren Stück Kuchen abgerundet und dann war der Tag auch quasi schon vorbei. Nur noch Abendessen, ein bisschen lesen und dann ab ins Bett.

Bevor es morgen dann mit der Uni losgeht, habe ich mich heute früh (Mittwoch) noch einmal zum Surfen angemeldet und von 9:00 bis 10:45 Uhr eine Surfstunde genommen. Zwar hat es geregnet, aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan und ich konnte einige Wellen nehmen und hatte eine richtig gute Zeit.

Um diesen guten Start in den Tag weiterzuführen, habe ich dann einen langen Spaziergang nach Kamakura gemacht. Leider durch den Regen, dafür aber hin zu einer sehr süßen Gasse mit vielen schönen Läden und einem Restaurant, das nicht nur eine sehr nette Bedienung hatte, sondern auch noch sehr gutes veganes Sushi angeboten hat.

Den Rest des Tages habe ich dann mit organisatorischen Sachen verbracht, um morgen bestens für die Uni gewappnet zu sein.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand und das nächste Mal berichte ich dann von meinen ersten Uni-Tagen.

Liebe Grüße und bis bald

Karo

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
5 Tage
Wetter
Sommer
Begleitung
Mit Freunden
KulturellAbenteuerlichEntspannendKulinarisch
  • Bouldern mit Grace
  • Tokyo von oben vom Tokyo Metropolitan Government Building
  • Taifun Dujuan und ein angespannter Home-Tag
  • Ikebukuro mit Manga-Idolen
  • Surfstunde und Spaziergang nach Kamakura
StadtTransitEssenKulturAbenteuer
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