Die ersten Tage in Yokohama🇯🇵
Guten Abend – oder für euch, die in Deutschland sind, eher guten Nachmittag, bei mir ist es gerade 22 Uhr und da in der Zeit, seit der letzte Beitrag abgeschlossen hat, schon...

Veröffentlicht: 17.09.2026
Hallo,
nur vier Tage später und da bin ich schon wieder mit einem neuen Beitrag. Aber da gerade jeder Tag so viele neue Eindrücke und Orte mit sich bringt, habe ich einfach schon wieder sehr viel Stoff, über den ich hier berichten will.
Der heutige Beitrag beginnt am Montag und damit mit dem ersten Ausflug, der mich aus meiner Gaststadt Yokohama herausgeführt hat.Zusammen mit fünf weiteren internationalen Student*innen bin ich nämlich in die von hier aus sehr nahe gelegene Stadt Kamakura gefahren, um uns dort Schreine und eine große Buddha-Statue anzuschauen.Da das Frühstück im Wohnheim schon immer zu einer frühen Uhrzeit beginnt und leider auch endet 😩 (und man dann auch pünktlich um 8:30 Uhr aus dem Saal geschmissen wird), sind wir direkt nach dem Frühstück zu unserem ersten Ziel aufgebrochen: dem Tsurugaoka Hachiman-gū, einem Shintō-Schrein.
Auf einem zehnminütigen Weg von der Bahnstation hin zum Schrein konnten wir auf einer Allee zwischen den beiden Straßenseiten direkt auf ihn zulaufen und hatten so einen beeindruckenden ersten Blick auf den sehr imposanten Schrein und die dazugehörigen Anlagen.Wir wurden außerdem von drei Trommler*innen begrüßt, die am Eingang für eine musikalische Begleitung gesorgt haben.
Auf dem Gelände des Tsurugaoka Hachiman-gū haben wir ungefähr eine Stunde verbracht. Wir haben uns den Schrein an sich und alle darum herumliegenden Gartenanlagen angesehen.Anschließend ging es weiter in Richtung des nächsten Schreins, Sasuke Inari, den wir nach 30 Minuten Spaziergang durch Kamakura und einer kleinen Stärkung in Form eines Matcha-Latte erreicht haben. Dieser Schrein war kleiner, aber deshalb nicht weniger schön. Durch eine tunnelartige Balustrade ging es 50 Meter hinauf zum Schrein.
Da dieser deutlich kleiner war als der erste, haben wir dort auch deutlich weniger Zeit verbracht und sind dann weiter zum Zeniarai-Benzaiten-Ugafuku-Schrein gelaufen. Dieser war durch einen Tunnel zu erreichen und generell sehr mit der Berglandschaft vor Ort verschmolzen.
Bevor wir zum Abschluss noch ein bisschen den Strand und den Ozean in Kamakura genießen wollten, haben wir als letzte Sehenswürdigkeit noch den Großen Buddha besucht.Dieser ist mit seinen 13 Metern Höhe doch ziemlich beeindruckend und war auf jeden Fall eine Besichtigung wert.
So, nachdem ich mich jetzt in diesem ersten Tag ein bisschen verloren habe, versuche ich, es bei den restlichen Tagen ein bisschen kürzer zu halten. 😅
Am Dienstag stand das erste Mal Tokyo auf dem Programm. Wieder mit ein paar Mitstudierenden bin ich nach dem Frühstück nach Shibuya, einem Stadtteil von Tokyo, aufgebrochen, um mir dort die ziemlich berühmte Shibuya Crossing anzuschauen und generell das Stadtviertel ein bisschen zu erkunden.
Dort angekommen, muss ich aber ehrlich sagen, dass diese Kreuzung definitiv mehr Schein als Sein ist und ich sie als Ort zum Besuchen eher nicht empfehlen würde. Auch die Shoppingcenter, die wir danach besucht haben, würde ich so nicht unbedingt noch einmal besuchen.
Aber der Tag war ja noch nicht vorbei und nach einer kleinen Stärkung, bei der ich das erste Mal ohne Extrawünsche einfach etwas von der Karte bestellen konnte 🥳, sind wir dann noch eine Station weiter in das Viertel Shimokitazawa gefahren, um dort ein wenig Secondhand zu shoppen. Das war dann so richtig cool. In diesem Viertel tummeln sich die Secondhand-Läden und ich werde auf jeden Fall auch noch einmal wiederkommen, um mir das ein oder andere Teil für einen Schnäppchenpreis zu sichern.
Der Mittwoch war regnerisch und es ging zurück nach Kamakura zum Tsurugaoka Hachiman-gū, um uns dort eine Zeremonie anzuschauen, bei der Reiter auf Pferden auf einer 90 Meter langen Bahn versucht haben, Pfeile auf drei Zielscheiben abzufeuern. Leider konnten wir dort nicht sitzen und mussten auch sehr lange auf den Beginn warten, sodass die Show zwar cool war, ich aber auch hier sagen würde: „Hab ich mal gemacht, muss ich nicht noch mal machen.“ 😅
Der Abend war dann aber noch einmal richtig lustig, denn wir haben uns einen Karaoke-Raum gesichert und völlig schräg einen Song nach dem anderen geschmettert. Unter anderem Umbrella von Rihanna, Barbie Girl von Aqua oder auch Story of My Life von One Direction.
Um diesen Bericht noch abzurunden, kommen wir jetzt zu heute, also Donnerstag.
Heute waren wir auf der kleinen Insel Enoshima, die südlich von Yokohama liegt und obwohl sie nur sehr klein ist, einiges zu bieten hat. Auch heute ging es wieder nach dem Frühstück los und ich war aufgrund des Wetters der letzten Tage völlig darauf eingestellt, dass wir heute wieder von Wolken und Regen begleitet werden würden. Aber falsch gedacht. Denn schon als wir losfuhren, zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen. Und so haben wir einen wunderschönen Tag auf Enoshima verbracht, bei dem wir Höhlen, Schreine, Schmuckläden und einen kleinen, aber sehr schönen Garten besichtigt haben.
Außerdem konnten wir auf die „Sea Candle“ rauffahren und von dort aus einen wunderschönen Ausblick genießen – mit Besuch von Schwarzmilanen und meinem persönlichen Highlight: einem Blick auf einen entfernten und zugegebenermaßen leicht verdeckten Mount Fuji. 🗻
Diesen rundum gelungenen Tag haben wir dann im Wohnheim noch mit dem hauseigenen Onsen abgeschlossen und so kann ich heute Abend mit vielen neuen Eindrücken und einem entspannten Körper einschlafen.
Ich hoffe, euch hat dieser kleine (oder vielleicht doch eher größere) Einblick in meine letzten Tage genauso gut gefallen wie mir.
Liebe Grüße und bis ganz bald
Karo