Auslandssemester in Japan
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Die ersten Tage in Yokohama🇯🇵

Veröffentlicht: 13.09.2026

Unterkunft
Hostel · Yokohama
Essen
Sushiro
$ · Mittagessen
Essen
Wohnheim-Mensa
$ · Frühstück
Essen
Wohnheim-Mensa
$ · Abendessen
Spaziergang
Wohnheim → Supermarkt in der Umgebung
Yokohama, Japan
Bus
Wohnheim → Meiji Gakuin University
Yokohama, Japan
Tour
Campus-Tour an der Meiji Gakuin University
Tour · 1h 30m
Essen
Ramen-Restaurant bei uns um die Ecke
ramen · $ · Mittagessen
Sehenswert
Tempel in der Nähe
Yokohama, Japan
Sehenswert
Yokohama Chinatown
Yokohama, Japan
Sehenswert
Red Brick Warehouse
Yokohama, Japan
Tour
Besuch im Cup Noodles Museum
Museumsbesuch

Guten Abend – oder für euch, die in Deutschland sind, eher guten Nachmittag,

bei mir ist es gerade 22 Uhr und da in der Zeit, seit der letzte Beitrag abgeschlossen hat, schon wieder einiges passiert ist, dachte ich mir, dass ich heute gleich den nächsten schreiben sollte.

Aufgehört haben wir letztes Mal mit meiner Ankunft im Wohnheim und der damit zusammenhängenden Tour durch den Ort, den ich für die nächsten Monate mein Zuhause nennen werde. Nach diesem Rundgang bin ich erst einmal in mein Zimmer, Bad und die kleine Küche gegangen und habe mich ein paar Stunden ausgeruht. Denn nach fast 29 Stunden Reisezeit von Tür zu Tür war ich trotz der relativ gut zum Schlafen genutzten Zeit im Flugzeug doch ziemlich erschöpft. 

Außerdem habe ich meine Sachen ausgepackt und verräumt und dabei gemerkt, dass ich zwar eine Kleiderstange, aber keine Kleiderbügel und eine Herdplatte, aber keine Küchenutensilien habe. Auf meiner To-do-Liste habe ich das also gleich mal als einen Punkt ergänzt:

⚪️ Einrichtungszeug kaufen

mein Zimmer 

Nachdem ich meine Energien wieder ein bisschen aufgeladen hatte, habe ich mich nach dem nächsten Supermarkt in meiner Umgebung umgeschaut, um mir ein paar Lebensmittel einzukaufen.

In meinem Wohnheim gibt es zwar von Montag bis Samstag Frühstück und Abendessen, aber da ich mir nicht sicher war, ob ich dort etwas Vegetarisches bekommen würde, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Ich habe mich also nach kurzem Suchen auf den Weg zu einem 20 Gehminuten entfernten Supermarkt gemacht. Wie sich herausgestellt hat, gibt es auch einen direkt bei mir um die Ecke, den hat Google Maps aber nicht angezeigt. 😅

Ich bin also zu dem Supermarkt gelaufen und habe dort, zusammen mit meinem mir hier sehr ans Herz gewachsenen Freund, dem Übersetzer, einen kleinen Einkauf inklusive eines Küchenmessers und des wichtigsten Artikels – Klopapier – erfolgreich absolviert.

Exemplarisch mein Abendessen: bestehend aus Reis, Misosuppe und Sojasoße, manchmal wie auch hier mit Kohl

Wie auf dem Bild oben schon beschrieben, habe ich an meinem ersten Abend im Wohnheim festgestellt, dass ich, auch wenn die Vielfalt für mich sehr eingeschränkt ist, trotzdem das Abendessen und, wie ich am nächsten Morgen feststellen sollte, auch das Frühstück ohne Fleisch und Fisch bekommen kann.

Zum Abendessen gibt es jetzt, wenn ich im Wohnheim esse, Reis mit Misosuppe und Sojasoße und zum Frühstück eine Scheibe Weizentoast mit Schokoaufstrich.Neben dem Essen sind die Mahlzeiten hier immer ein guter Ort, um mit den anderen International Students in Kontakt zu kommen. So habe ich am ersten Abend auch gleich ein paar sehr nette Menschen kennengelernt. Lustig war zu beobachten, wie sich am ersten Tag erst einmal eine Trennung zwischen männlich und weiblich gelesenen Menschen ergeben hat. Das hat sich zum Glück aber nicht lange gehalten.

Essen in Japanischer Sushi Kette 

Am nächsten Tag, Mittwoch, gab es morgens eine kleine organisatorische Veranstaltung für das Wohnheim. Anschließend bin ich mit Rika und Selenee, zwei Studentinnen, die auch ein Auslandssemester in Yokohama machen, erst in dem gleich neben dem Wohnheim liegenden Kaufhaus ein paar Sachen für unsere Zimmer kaufen gegangen.

Nachdem wir diese dann unser Zeug im Wohnheim abgelegt hatten, sind wir noch eine Kleinigkeit zum Mittagessen gegangen. Auf dem Weg zu unserem eigentlichen Ziel lief uns dann die Sushi-Kette Sushiro über den Weg und wir sind spontan dort eingekehrt. Leider habe ich mir als Erstes eine Auberginensuppe bestellt, die auf Fischsuppe basierte. Deshalb habe ich als Zweites auf Nummer sicher einfach nur blanke Nudeln bestellt und diese mit Sojasoße gegessen. Zum Abschluss habe ich dann aber noch Gurken-Maki gefunden, die sehr lecker waren. Außerdem habe ich den kostenlosen Tee, den es dort gab, sehr gerne und viel getrunken.

Meiji Gakuin University

Nachdem am Mittwoch die letzten internationalen Student*innen angekommen waren, gab es am Donnerstag den Orientation Day an der Uni in Yokohama. Um 8:15 Uhr ging es im Wohnheim los und wir sind alle zusammen mit dem Bus zur Uni gefahren. Dort mussten wir kurz in einer Art Cafeteria warten, bevor wir dann in einen großen Raum gebracht wurden, wo uns ein Sitzplan und drei nette Mitarbeiterinnen aus dem International Office erwartet haben. Die nächsten anderthalb Stunden haben wir dann mit organisatorischem Kram verbracht, der uns auf unsere Zeit an der Uni hier vorbereiten sollte.

Nachdem der offizielle Teil mit der Uni erledigt war, wurden wir in Gruppen aufgeteilt und haben unsere Buddys kennengelernt. Das sind Student*innen aus Japan, die uns während unseres Aufenthalts zur Seite stehen werden. Kurz wurde sich vorgestellt und dann ging es los mit einer Tour über den Campus. Genau wie bei der Tour durchs Wohnheim wurde schnell klar, dass bei der Kommunikation doch einige Schwierigkeiten bestehen. Trotzdem war es sehr nett und auch spannend, sich das Gelände anzuschauen. Dabei habe ich auch erfahren, dass man an einem klaren Tag den Mount Fuji vom Unigelände aus sehen kann.

Meine Buddys

Nach der Tour gab es dann eine Willkommensparty mit Essen, Trinken und kleinen Spielen, bei der wir uns alle ein bisschen besser kennenlernen konnten. Ich konnte dort außerdem meine Gastgeschenke – Katjes – an meine Buddys übergeben. Die Willkommensparty wurde dann nahtlos von einem Japanisch-Einstufungstest abgelöst, bei dem festgestellt werden sollte, welchen Japanischkurs wir belegen sollen bzw. können. Da ich außer „Konichiwa“ nicht viel Japanisch beherrsche, war dieser für mich schnell vorbei und ich konnte dann zurück ins Wohnheim fahren. An diesem Tag habe ich abends dann noch das Spiel Slap-Jack kennengelernt und eine sehr hitzige Runde Uno gespielt. 

Erste Ramen 

Der Freitag war dann sehr entspannt und ohne große Erlebnisse. Zusammen mit Selenee war ich mittags Ramen essen, wobei wir zu einem sehr kleinen Preis eine riesige Portion bekommen haben und Selenee netterweise auch noch mein Fleisch gegessen hat. Die Ramen waren sehr lecker und in einem super schönen kleinen Restaurant bei uns um die Ecke in einer Nebengasse.

Außerdem haben wir uns noch einen Tempel angeschaut, der auch ganz bei uns in der Nähe ist, und haben dort ein Eichhörnchen mit einem sehr buschigen Schwanz gesehen.

Das Eichhörnchen


Samstag war dann der erste richtige Touri-Tag. Zusammen mit ein paar anderen Internationals habe ich mir einen kleinen Teil von Yokohama angeschaut. Angefangen haben wir in Chinatown, wo wir alle etwas gegessen haben. Dabei musste ich dann doch ein bisschen nach etwas Vegetarischem suchen, aber wie man auf dem Titelbild sehen kann, bin ich fündig geworden. Wir haben uns dort außerdem einen Tempel von außen angesehen, den ich später auf jeden Fall noch gerne von innen sehen möchte.

Der besagte Tempel

Nach dem Tempel ging es dann weiter zum Red Brick Warehouse, in dem sich viele touristische Geschäfte aneinanderreihen. Dort haben wir uns ein wenig umgeschaut und sind dann weitergezogen, um nach einer kurzen Stärkungspause – bei der ich fast mein Portemonnaie verloren hätte – ins Cup Noodles Museum zu gehen. Wo ich gelernt habe, dass die erste Instantnudel 1958 erfunden wurde und dass der Erfinder der Cup Noodles 96 Jahre alt geworden ist. Wir haben außerdem die Gelegenheit vor Ort genutzt, um unseren eigenen Cup-Noodles-Becher zu bemalen.

😊

Als letzte Attraktion des Tages stand dann noch das Riesenrad auf dem Programm, das, wie uns die mechanische Stimme während der Fahrt erklärte, das größte Riesenrad mit einer digitalen Uhr sein soll.

Leider war es bewölkt, sodass unsere Sichtweite ein bisschen eingeschränkt war. Nichtsdestotrotz fand ich, dass sich die Fahrt gelohnt hat und ein schöner Abschluss war, bevor es zurück ins Wohnheim ging.

Das Riesenrad

Bevor ich jetzt zum Abschluss des heutigen Beitrags komme, noch ein paar Worte zu Sonntag – heute.

Nach gestern war heute ein eher ruhiger Tag. Um zehn Uhr habe ich zusammen mit Selenee eine lokale Bäckerei ausgekundschaftet, die sehr leckeres Brot und Pain au chocolat herstellt und zu der ich ganz sicher noch öfter gehen werde, wenn mich die Lust auf gute Backwaren packt. Außerdem habe ich einen induktionsfähigen Topf gekauft, nachdem die Pfanne und der Topf, die ich am Mittwoch erstanden hatte, leider auf meinem Herd nicht funktioniert haben.

Mittags gab es dann noch eine Dorm-Welcome-Party, bei der wir Takoyaki selber gemacht haben – für mich nur Teig. 😉 Das war noch einmal sehr nett, um Leute kennenzulernen.

Ansonsten habe ich meinen Herd eingeweiht und beim Uno, Slap-Jack und Jenga verloren. 😂

Naja, das war’s dann mit diesem Blogbeitrag. Er ist doch ein bisschen länger geworden als gedacht, aber vielleicht ist das ja gar nicht so schlimm. 😄

Liebe Grüße aus Yokohama 🇯🇵

Karo

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
5 Tage
Begleitung
Mit Freunden (2)
KulturellKulinarischEntspannend
  • Einzug ins Wohnheim in Yokohama
  • erste vegetarische Mahlzeiten im Wohnheim
  • Orientierungstag an der Meiji Gakuin University
  • Tour durch Chinatown, Red Brick Warehouse und Cup Noodles Museum
  • Fahrt mit dem Riesenrad in Yokohama
KüchenutensilienKleiderbügelinduktionsfähiger Topf
StadtEssenTransitKulturArchitektur
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Antworten (2)

Manavor 1 Tag
Liebe Karo, ich bin ein Fan deines Blocks. Es macht mir große Freude zu lesen, was du so machst und was du so erlebst liebe Grüße nach Yokohama. Wahrscheinlich jetzt schlafend bei dir

Fraukivor 1 Tag
Wenn einer ein Händchen dafür hat, tolle kleine Ramen-Resraurants und Bäckereien zu finden, dann ja wohl du! <3