Hué
Hué hat mich wirklich sehr überrascht. Ich bin angekommen und es sah wunderschön aus, was sich da vor mir aufgezeigt hat. Die Promenade am Fluss entlang sah wunderschön aus und...

Veröffentlicht: 27.02.2025
Ich hab beschlossen, die letzten Tage in Hanoi zu verbringen. Ich bin spontan mit dem Van von meinem Homestay in Ninh Binh nach Hanoi gefahren und in einer Unterkunft eingecheckt, die außer dem Bett und der Toilette wieder Erwarten keine weiteren Sitzgelegenheiten hatte. Das Hostel war zwar wirklich nicht gut, aber ich habe mit ein paar netten Menschen gesprochen, ich habe Satya kennengelernt, eine Inderin aus Bangalore, die ziemlich erfolgreich im Crossfit ist und ihren eigenen Sportpark mit Kursen und Betreuung leitet, ich hab Dev nochmal getroffen und mit ihm und später Rob noch etwas Zeit verbracht. Es gab ein tolles veganes Buffet für 80k, in dem ich Violet getroffen habe, eine New Yorkerin, die an der Harrris Kampagne gearbeitet hat. Sie war zusammen mit Ghassan unterwegs, einem Palästinenser, der im Moment im Vietnam unterwegs ist und ein Startup aufbaut, bei dem er diverse Probleme zu lösen erforscht, toxisches Abwasser aufwerten, Dürre reduzieren, biologisches Plastik reduzieren. Die beiden haben sich in einem israelisch-palästinensischen Projekt kennengelernt, bei dem Lösungen für Umweltprobleme einen gemeinsamen Boden über politische Probleme hinweg liefern sollen. Sie meinten, es könnte für mich auch interessant sein, bei sowas mitzumachen, man kann da sehr viel lernen. Die beiden haben mich mit ihren Gesprächen und Diskussionen und Geschichten und einfach ihrem Charakter sehr bereichert und ich hoffe sehr, sie wiederzusehen! Nach 2 Nächten bin ich in ein anderes Hostel gegangen und zwischen denen lagen Welten! Das Hostel war sehr sozial und hatte ein Frühstücksbuffet, ich bin angekommen und war in einem Zimmer voller junger Mädels, es wurde viel gequatscht und Kleidung präsentiert, Musik gehört und Haare geschnitten, ich hab die Atmosphäre sehr genossen. In Hanoi selbst kann man gut durch die Straßen schlendern, es gibt sehr viele und verschiedenste Shops, es gibt mehrere Seen, ich war im Hoa Lu Prison und hab wieder etwas Geschichte auf mich wirken lassen.
An einem Abend habe ich noch einen langen nächtlichen Spaziergang mit Ghassan gemacht und wir sind plötzlich mitten in einem lokalen Markt für Großhandel gelandet, es war surreal wie lebendig und aktiv alles war um 2 Uhr nachts, ich musste die ganze Zeit schmunzeln oder lachen.
Meine Wahlunterlagen sind rechtzeitig angekommen und ich konnte in der deutschen Botschaft in Hanoi wählen gehen!
Mit Lisa, einer Österreicherin und später Samuel, einem Deutschen, hab ich einige Zeit verbracht und spannende Gespräche geführt, auch die ganzen anderen Mädels aus dem Dorm waren sehr angenehme Gesellschaft.
Ich hatte in Hanoi insgesamt das Gefühl, dass die Leute etwas distanzierter sind und weniger lächeln, aber die Stadt ist auch riesig und man merkt, dass sie etwas reicher ist. Man kann da glaube ich noch einiges mehr entdecken, die Umgebung und den Norden schaue ich mir bestimmt in Zukunft nochmal an :)
