Tag 12 Bonjour Québec
Heute hat Mika mir versprochen, früh aufzustehen – ich wollte unbedingt noch eine kleine Runde durch den Wald drehen, bevor es weiter in die nächste Großstadt geht. Und...


Veröffentlicht: 14.07.2025













Heute haben wir einfach mal lange geschlafen - schliesslich ist Sonntag. Und irgendwie waren die letzten Tage auch ganz schön voll.
Mika wollte natürlich an seinen Trainingsplan festhalten - also suchten wir eine Strecke für seinen 8 km Lauf und entschieden uns für ein Viertel am Fluss.
Auf dem Weg zum Aufzug im Hotel trafen wir einen Französisch sprechenden Mann, der gerade versuchte, drei Koffer und vier Taschen irgendwie in den kleinen Aufzug zu stapeln. Wir machten Platz, halfen mit – und er redete fröhlich auf Französisch auf uns ein. Wir verstanden nicht viel, lächelten nur und nickten. Eine Etage später das Ganze wieder rückwärts: alles ausladen – leider die falsche Etage. Also nochmal zurück, alles wieder rein - nochmal helfen. Eine Frau stieg dazu, auch sie half ganz selbstverständlich. Dem Mann war es sichtlich peinlich – aber er blieb freundlich, redete weiter vor sich hin, als sei es das Normalste der Welt, und bedankte sich immer wieder. Dass wir ihn nicht verstanden haben, merkte er gar nicht.
Es war nur ein kleiner Moment – Koffer rein, Koffer raus, ein bisschen Gelächter. Ich kann es gar nicht erklären, aber es war total nett, alle halfen selbstverständlich mit und lachten dabei. Zum Schluss „bon voyage“ das war ein guter Start in den Tag.
Mika startete seinen Lauf, ich bummelte durch die Wohngegend. Wunderschöne Häuser, keins wie das andere. Fast alle haben große Vorgärten – mit grünem Gras und Blumenbeeten direkt am Haus. Keine Bürgersteige, dafür große Bäume. Diese Beete wie wir es haben, am Rande des Gartens haben diese Häuser hier nicht. Es erinnerte mich an Australien oder Florida – nur mit Pflanzen, wie wir sie von zuhause kennen.
Es war ein unfassbar schwüler Tag: 33 Grad, bewölkt, aber heiß wie in Hongkong. Es ging echt kein Wind. Entsprechend fertig und triefend sammelte ich Mika wieder ein.
Nach dem Lauf: zurück ins Hotel, duschen (Mika). Dann nochmal los – in die schöne Altstadt von Québec. Etwas essen, ein bisschen bummeln. In der Zwischenzeit hatte es geregnet, aber es blieb schwül. Zu warm, um noch richtig Lust auf Stadt zu haben.
Also hatte Mika die Idee, zu einem nahegelegenen Wasserfall zu fahren. Gesagt, getan. Mein Highlight war dort auf einer Wiese: eine Biberfamilie! Ich hatte wirklich Freude daran. Der Weg zum Wasserfall führte über einen Holzsteg und diese Schwüle erinnerte mich echt an den Regenwald. Schließlich konnte man über eine Brücke über den Wasserfall laufen. War nett.
Zum Abschluss noch einkaufen, zurück ins Hotel, in die Klimaanlage - ein bisschen Serie schauen.
Und morgen? Whale Watching.
Als ich es gebucht habe, war mir nicht klar, wie aufwendig das ist: 11 Stunden sind wir unterwegs: Bus und Schiff. Eigentlich haben wir gerade gar keine Lust darauf. Aber vielleicht sehen wir ja wirklich ein paar Wale. Und wenn nicht – schicke ich euch einfach die Fotos aus Australien. Das merkt ja keiner 😉
Liebe Grüße und gute Nacht! 🌙
Achso die Erkenntnis des Tages:
Manchmal ist es einfach zu warm für alles - sogar heute für den Blog!
